Volleyball: Bundesliga Frauen
USC Münster hofft schon gegen Vilsbiburg auf größeren Zuspruch

Münster -

Zum Saisonstart übte sich die Anhängerschaft der Volleyballerinnen des USC Münster noch in Zurückhaltung. Von 600 zu vergebenden Plätzen in der Sporthalle Berg Fidel wurden jedenfalls nur 270 besetzt. Gegen Vilsbiburg in zwölf Tagen hofft der Bundesligist auf größeren Zuspruch.

Montag, 05.10.2020, 18:38 Uhr
Klare Ansage: Die Spielfläche war für die Zuschauer auch nach Ende der Partie tabu. Nur 270 Fans sahen das Saisoneröffnungsspiel gegen Wiesbaden. Es hätten 330 mehr sein dürfen.
Klare Ansage: Die Spielfläche war für die Zuschauer auch nach Ende der Partie tabu. Nur 270 Fans sahen das Saisoneröffnungsspiel gegen Wiesbaden. Es hätten 330 mehr sein dürfen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Corona-Krise macht dem Sport (und nicht nur ihm) zu schaffen. Seriöse Planungen sind kaum möglich, viele Vereine steuern aktuell im Blindflug in die Zukunft. Am Wochenende hat die Volleyball-Bundesliga der Frauen ihre Saison aufgenommen. Der Blick aller war dabei nicht nur auf die Spielfelder gerichtet. Die Pandemie erfordert umfangreiche Hygiene-Maßnahmen, Sicherheit geht vor in diesen schwierigen Wochen. Im Anschluss an eine erste Manöverkritik auf der Geschäftsstelle am Montagmorgen sagte Ralph Bergmann , der Sportliche Leiter des USC Münster : „Es gab viel Arbeit, der Aufwand war immens. Wir sind der Ansicht, dass alles gut funktioniert hat.“

Offiziellen Angaben zufolge sahen in Summe 2127 Fans die fünf Partien des ersten Spieltages. Das schaffte Dresden in der Vergangenheit lässig allein. In Münster lag der Durchschnitt in der Spielzeit 2019/2020 bei über 1600 – solche Zahlen sind absehbar nicht zu erreichen. Im Haushaltsansatz für das laufende Geschäftsjahr haben alle Clubs auf das Dilemma reagiert und konservativ geplant. Münster hat auf der Einnahmenseite ­exakt 30 000 Euro eingestellt – in der vergangenen Serie nahm der Club über das Ticketing mehr als 71 000 Euro ein.

Die Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen sind landesweit unterschiedlich und darüber hinaus abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Zum USC-Heimspiel gegen Wiesbaden am Sonntag in der Sporthalle Berg Fidel waren 600 Fans zugelassen, es kamen nur 270. „Das hat uns ein bisschen enttäuscht, andererseits ist die Zurückhaltung auch nachvollziehbar. Viele Menschen sind in Sorge und wollten diese Premiere unter Corona-Bedingungen vermutlich erst einmal abwarten“, erklärt Bergmann.

An anderen Bundesliga-Standorten klaffte die Kann-ist-Schere nicht so weit auseinander. Potsdam begrüßte 720 von 800 möglichen Gästen, Suhl (454 Zuschauer) und Stuttgart (500) meldeten ausverkaufte Hallen, Straubing (183 von 200) war sehr nahe an der möglichen Auslastung. Potsdam und Suhl profitierten gewiss von der niedrigen Zahl an Neuinfektionen in Brandenburg und Thüringen.

Am kommenden Samstag tritt der USC beim deutschen Rekordmeister Schwerin an. Stand Montag darf der Titelaspirant aus Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 800 Tickets verkaufen. Gästefans erhalten definitiv keine Karten.

Das nächste Heimspiel bestreitet Münster am 18. Oktober gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Ralph Bergmann hofft dann auf mehr Unterstützung als beim Saisondebüt. „Das ist natürlich wünschenswert. Wenn die, die am Sonntag da waren, weiter transportieren, dass alles funktioniert hat, wäre das sehr hilfreich.“

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