Handball: Oberliga der Frauen
Westfalia Kinderhaus startet in ein Abenteuer

Münster. -

Mit einer Woche Verspätung, aber nicht minder motiviert nimmt Westfalia Kinderhaus am Samstag die Handball-Saison auf höherem Niveau in Angriff. In der Oberliga wollen die Spielerinnen und ihr Trainer Florian Ostendorf ihren Weg suchen und finden.

Donnerstag, 08.10.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 10:16 Uhr
Aufsteiger Westfalia Kinderhaus startet voller Vorfreude in die Oberliga-Saison
Aufsteiger Westfalia Kinderhaus startet voller Vorfreude in die Oberliga-Saison Foto: Jörg Riemenschneider
  • Wie lief die Vorbereitung?

Super und bescheiden. Zunächst zieht Florian Ostendorf den Hut vor seinen Spielerinnen, „die immer voll mitgezogen sind, phasenweise fünf Einheiten pro Woche absolviert und viel Zeit und Einsatz investiert haben.“ So weit, so super: Als er jedoch ausgerechnet in der abschließenden kleinen Testserie vor Saisonstart urplötzlich mit einem aufs Minimum geschrumpften Team antreten musste und die entsprechenden Ergebnisse einfuhr, raufte sich der Trainer verzweifelt die Haare – so weit, so bescheiden. Praktisch immerhin, dass der Hut bereits gezogen war. In der Serie gegen die alten Verbandsliga-Rivalinnen Vorwärts Wettringen und Eintracht Coesfeld belegte Neu-Oberligist Westfalia folgerichtig den dritten und letzten Platz. „Da waren wir schon ein bisschen geknickt“, sagt Ostendorf.

  • Was erwartet die Westfalia in der neuen Liga?

Viele schwere Aufgaben, sagt der Trainer. Vor allem die Drittliga-Absteiger SC Everswinkel und TV Netphen sieht Ostendorf weit vorne, Oberliga-Veteran ­TuRa Bergkamen wird ebenfalls mit Vorschusslorbeer ausgestattet – wie eigentlich die komplette Neuner-Gruppe, zu der eben auch einige alte Bekannte zählen, die mit der Westfalia um eine Spielklasse geklettert sind. „Jetzt gilt es zu beweisen, dass wir in die Oberliga gehören.“ Das traut der Trainer seinen Schützlingen zu. Wichtig sei, so Ostendorf, „dass wir an Niederlagen nicht verzweifeln“, denn die werden sicher kommen. „Aber wir werden dennoch versuchen, jedes Spiel zu gewinnen.“ Saisonziel: Klassenerhalt.

  • Wer soll es auf dem Feld richten?

Der Großteil der Aufstiegstruppe ist an Bord geblieben, der Kader ist groß und ausgeglichen. „Die jungen Spielerinnen haben sich weiter entwickelt und werden sich noch weiter entwickeln“, sieht der Trainer auch das Potenzial, sich sportlich zu verbessern. Mit Kira Enders und Jutta Müller-Delle mussten zwei wichtige Akteurinnen verabschiedet werden, Anna Knemeyer (in der abgelaufenen Spielzeit noch unter ihrem Mädchennamen Klapdor dabei) steht nur noch auf Standby zur Verfügung.

Der Kader

Kader: Deborah Peters (TW), Kathrin Klimas (TW), Aline Thier, Jenny Volkmer, Ana Ludusan, Johanna Plett, Chiara Bolze, Anne Glage, Hannah Davids, Katharina Ruschhaupt, Alexandra Lumme, Kristin Pohlkötter, Alexa Beckmann, Esther Schwarz, Verena Löffler, Kim Farwick, Lea Hardeweg

Standby-Spielerinnen: Ruth Hesselhaus (TW), Christine Voß (TW), Anna Knemeyer, Caroline Engelhardt

Abgänge: Kira Enders (TV Bodenheim), Jutta Müller-Delle (Eintracht Dolberg)

Trainerteam: Florian Ostendorf (Headcoach), Martin Kavermann (Fitnesstrainer), Daniel Schröder (Torfrau-Trainer), Marcus Rüskenschulte (Betreuer), Tobias Salewsky (Physiotherapeut)

1. Spiel: Westfalia – Teutonia Bochum-Riemke (So., 16.30 Uhr Schulzen­trum Wolbeck)

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  • Wer ist der verlängerte Arm des Trainers auf dem Feld?

Esther Schwarz führt das Team als Kapitänin an, Chiara Bolze soll mit ihrer Erfahrung ebenfalls vorangehen. „Die Harmonie im Team ist sehr gut“, sagt der Trainer. „Das läuft.“

  • Wie geht es los?

Die Westfalia startet direkt als Schlusslicht in die Saison. Spielfrei am vergangenen Wochenende geht es am Sonntag (16.30 Uhr) in der – Obacht! – Sporthalle des Schulzentrums Wolbeck verspätet ins Rennen. Auftaktgegner ist mit Teutonia Bochum-Riemke der aktuelle Spitzenreiter nach Spieltag Nummer eins.

  • Und Corona?

Immer da, immer nah. „Wir gehen damit sehr verantwortungsbewusst um und haben immer ein wachsames Auge auf die Entwicklungen“, erklärt Ostendorf. Ob diese Saison zu einem regulären Ende gebracht werden kann, kann Ostendorf „fast nicht glauben“.

Gemäß Corona-Auflagen dürfen 60 Zuschauer am Sonntag in die Wolbecker Halle. Die meisten Plätze sind schon vergeben. Persönliche Anmeldungen über die Westfalia-App.

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