Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Trainerin Thomsen steht vor ihrem geplanten Ausstieg

Münster -

Dreimal in der Bundesliga, dazu einmal im DVV-Pokal stand Lisa Thomsen als Cheftrainerin des USC Münster an der Seitenlinie. Am Sonntag wartet ihre fünfte Aufgabe, gegen Nawaro Straubing geht es um Punkte. Für die 35-Jährige vorerst letztmals. Aber keine Sorge, ihr Abgang ist geplant und verläuft geordnet.

Donnerstag, 26.11.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:40 Uhr
Am Sonntag gegen Nawaro Straubing gibt Lisa Thomsen letzte Anweisungen – zumindest bis zum Sommer 2021. Die USC-Trainerin geht in den Mutterschutz.
Am Sonntag gegen Nawaro Straubing gibt Lisa Thomsen letzte Anweisungen – zumindest bis zum Sommer 2021. Die USC-Trainerin geht in den Mutterschutz. Foto: Jürgen Peperhowe

Viermal ist der USC Münster noch bis zum Jahreswechsel gefordert, nach den Hinrunden-Partien gegen Nawaro Straubing am Sonntag, LiB Aachen (10. Dezember) und bei SW Erfurt (19. Dezember) beginnt beim VC Wiesbaden direkt nach Weihnachten die Rückserie. Vier Chancen zur Aufbesserung der bisherigen Bilanz für die Unabhängigen, die sich ab Montag auf den dritten Trainer der laufenden Saison einstellen müssen. Lisa Thomsen , die Nachfolgerin des freigestellten Teun Buijs, steht gegen Aachen letztmals an der Linie und übergibt angesichts der bevorstehenden Mutterschutzphase den Staffelstab an Ralph Bergmann .

Zehn Tage liegen zwischen dem Kellerduell gegen Straubing und dem TV-Spiel gegen Aachen. Mitten in der Saison verhältnismäßig viel Zeit. „Daher ist es sinnvoll, diese für die Übergabe zu nutzen. So haben wir es mit dem Verein und der Mannschaft be- und abgesprochen“, sagt Thomsen, die in dieser Woche noch in der Hauptverantwortung steht und sich nach der „Übergangsphase“ in der kommenden Woche zurückziehen wird. Allerdings wird die 35-Jährige nicht komplett von der Bildfläche verschwinden, wird allein mit Blick auf ihren Wiedereinstieg im Sommer den Kontakt zu Bergmann, den Co-Trainern Max Filip und Marvin Mallach, dem Staff sowie nicht zuletzt zu den Spielerinnen halten. „Es ist schon wichtig, so nah wie möglich an der Mannschaft zu bleiben, den Austausch mit den Kollegen zu pflegen und die Beziehungsebene aufrechtzuerhalten“, sagt Thomsen über die anstehende Zeit und ihre zwischenzeitliche Rolle im Hintergrund.

Hoffnung auf den perfekten Ausstieg

Vorher aber setzt die ehemalige National-Libera alles daran, den USC nach sechs – nimmt man das Achtelfinal-Aus im Pokal (2:3 gegen RR Vilsbiburg) hinzu, sieben – Niederlagen am Stück in die Erfolgsspur zu hieven. Drei vergebliche Anläufe unternahm Thomsen als Cheftrainerin in der Bundesliga bislang, gegen Straubing um den früheren USC-Technikcoach Benedikt Frank soll endlich der erste Sieg her. Es wäre der perfekte Ausstieg.

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