Volleyball: Bundesliga Frauen
USC peilt in Erfurt den dritten Saisonsieg an

Münster -

Die Erleichterung war groß nach dem 3:1-Erfolg gegen die Ladies in Black Aachen. Dem zweiten Saisonsieg soll nun der nächste Schritt folgen, im Kellerduell bei SW Erfurt will der USC Münster erneut jubeln und sich weiter Richtung Mittelfeld orientieren. Trainer Ralph Bergmann ist optimistisch, dass seine Schützlinge nachlegen werden.

Freitag, 18.12.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 18.12.2020, 17:04 Uhr
Stark verbessert: Adeja Lambert überzeugte gegen Aachen mit einer überzeugenden Angriffsleistung.
Stark verbessert: Adeja Lambert überzeugte gegen Aachen mit einer überzeugenden Angriffsleistung. Foto: Jürgen Peperhowe

Trendwende oder Momentaufnahme? Mit dem 3:1-Erfolg gegen Aachen am Mittwoch vor einer Woche haben die Volleyballerinnen des USC Münster den freien Fall zunächst gestoppt. Dass dieser Sieg mehr als ein Lebenszeichen war, möchte der Bundesligist an diesem Samstag (18 Uhr) beim Schlusslicht SW Erfurt beweisen. „Es ist wichtig, dass wir nachlegen und die gute Leistung aus dem Aachen-Spiel bestätigen“, sagt Ralph Bergmann .

Der ehemalige Nationalspieler, den der USC im Frühjahr als Sportlichen Leiter eingestellt hatte, stand im NRW-Derby in der Nachfolge von Lisa Thomsen (im Mutterschutz) erstmals als verantwortlicher Trainer an der Linie. Und traf mit Maßnahmen und Ansprache offenbar den Nerv der Mannschaft. Nach knapp zweistündiger Spielzeit bejubelten alle den ersten Dreier in dieser Saison. Gerade noch rechtzeitig vor dem Ende der Hinrunde, die der USC in Erfurt abschließt. Die Partie in Thüringen ist ein ultimatives Kellerduell – es trifft der Letzte auf den Vorletzten.

Ran an die Playoff-Plätze

Mit einem weiteren Erfolg würde sich Münster im Klassement definitiv verbessern. Trotz langer Durststrecke befindet sich das Team in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen. Für Erfurt ist dieses Ziel angesichts eines Sieben-Punkte-Rückstandes auf Rang acht schon ziemlich weit entrückt. Bei einer weiteren Niederlage wird die Rote Laterne wohl bis zum Saisonende in der Landeshauptstadt leuchten.

Der USC zeigte gegen Aachen seine beste Saisonleistung. „Viele Dinge haben funktioniert. Auch die kleinen Sachen, über die wir in den Wochen zuvor noch regelmäßig gestolpert sind“, konstatiert Bergmann. Auffällig: Münster überzeugte als Kollektiv. Jede Einzelne trug zum Gesamterfolg bei. „Auch die Einwechselspielerinnen“, sagt der Trainer.

Lambert und Kastrup verbessert

Der USC warf vor zehn Tagen einige schwere Rucksäcke ab. Später war die Erleichterung nahezu greifbar. Über besondere Steigerungen werden sich Diagonalspielerin Liza Kastrup und Außenangreiferin Adeja Lambert gefreut haben – beide punkteten an jenem Mittwochabend regelmäßig. Mit dem frischen Selbstvertrauen sollten die Münsteranerinnen auch in Erfurt Zählbares erwirtschaften. Bergmann bescheinigt dem Team eine gute Trainingswoche. Er selbst habe „ein gutes Gefühl“. Dass der USC erst am Spieltag anreise, sei aus vielerlei Gründen „okay. Sollte etwas nicht klappen, wird dieser Umstand keine Ausrede sein“.

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