Volleyball: Bundesliga
USC Münster: Viel Bewegung auf dem Personal-Karussell

Münster -

Sechs Chancen hat der USC Münster noch, um in der Tabelle Boden gutzumachen. Die erste bietet sich an diesem Samstag im Heimspiel gegen den Vfb Suhl. Ein schwieriges Unterfangen in angespannter Personalsituation und gegen einen formstarken Gegner.

Freitag, 29.01.2021, 16:58 Uhr aktualisiert: 30.01.2021, 21:16 Uhr
Nele Barber, hier im Netzduell mit Dora Grozer, verlor mit dem USC in Stuttgart. Gegen Suhl sollen nun Punkte her.
Nele Barber, hier im Netzduell mit Dora Grozer, verlor mit dem USC in Stuttgart. Gegen Suhl sollen nun Punkte her. Foto: imago-images

Hätte der Sport ein paar Wünsche frei, wäre die Rückkehr der Zuschauer wohl ein Anliegen mit Priorität. Wettkampf vor gut gefüllten Tribünen und in emotionaler Atmosphäre macht halt mehr Spaß als vor leeren Rängen und ohne den Push von außen. Die Volleyballerinnen des USC Münster könnten zusätzlichen Anschub gerade besonders gut gebrauchen. Ihre Situation ist schwierig und in Zeiten der Pandemie verliert auch das Heimrecht an Bedeutung. Vier der letzten sechs Hauptrundenpartien bestreitet der Bundesligist zu Hause in der Sporthalle Berg Fidel. Die erste am Samstag (19 Uhr) gegen den VfB Suhl.

Der USC muss aufholen, wenn er noch als Achter in die Playoffs rutschen will. Das funktioniert nur, wenn er zwei Mannschaften abfängt. Anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Viele Chancen darf der Vorletzte freilich nicht mehr auslassen.

Vor Beginn dieser so ungewöhnlichen Saison wird sich Münster auf Augenhöhe mit Suhl gesehen haben. Doch ziemlich schnell stellte sich heraus, dass die Thüringerinnen bei der kompletten Umkrempelung ihres Kaders vieles richtig gemacht hatten. Suhl, viele Jahre ein Kellerkind der Liga, ist inzwischen ein gefürchteter Konkurrent. Platz vier ist Ausdruck von Qualität und Stabilität. Beim 0:3 im Hinspiel war der USC chancenlos.

Vielleicht kann Münster dem VfB nun im zweiten Vergleich das Wasser reichen. Ordentliche Leistungen zuletzt gegen Dresden und in Stuttgart sind der Nährboden für neue Hoffnungen. Andererseits bleibt die Personallage angespannt. Die verletzte Brasilianerin Helo Lacerda fällt für den Rest der Saison aus. Hauptangreiferin Anika Brinkmann lag in dieser Woche mit Fieber im Bett. „Wir müssen sehen, inwieweit sie belastbar ist“, sagt Ralph Bergmann. Dem Trainer bleibt nichts anderes übrig, als das Personal-Karussell wieder in Bewegung zu setzen. Libera Linda Bock wird im Außenangriff spielen, Adeja Lambert von dort wohl auf die Diagonale rücken. Bergmann: „Wichtig ist, dass wir alles, was wir selbst beeinflussen können, gut machen. Gegen Dresden und in Stuttgart hat das in vielen Phasen geklappt.“

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