Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Libera Erika Kildau – ein mitreißendes Energiebündel

Münster -

Im November hatte Erika Kildau erstmals im Bundesliga-Kader des USC Münster gestanden, vor knapp zwei Wochen beim 1:3 in Stuttgart dann ihr Debüt im Volleyball-Oberhaus gefeiert. Am Samstag beim 3:0 gegen den VfB Suhl kam die erst 18 Jahre alte Libera nun erstmals in den Genuss, einen Sieg miterleben zu dürfen. Und an dem hatte der quirlige Youngster einen großen Anteil.

Sonntag, 31.01.2021, 20:00 Uhr
Glücklich und zufrieden: Erika Kildau
Glücklich und zufrieden: Erika Kildau Foto: Jürgen Peperhowe

Erika Kildau strahlte. Nein, sie strahlte nicht nur. Sie strahlte über beide Ohren, über das ganze Gesicht. „Das war super, es hat so viel Spaß gemacht“, sagte die 18-Jährige, die gerade ihr zweites Bundesliga-Spiel als Libera gemacht und beim 3:0 des USC Münster gegen den VfB Suhl ihr erstes Erfolgserlebnis im Volleyball-Oberhaus gefeiert hatte.

Dabei trat der Youngster aus dem Sportinternat wie eine „Alte“ auf, von Nervosität oder Zurückhaltung keine Spur. Im Gegenteil: Mit ihrer positiven, mitreißenden Art tut sie ihrer Mannschaft gut, ist ein belebendes Element – lautstark, aufmunternd, mit der für die Position nötigen Präsenz. „Das ist immer eine Typenfrage. Aber wie Erika das macht, ist super. Sie hat den Mut, Fehler zu machen und hakt diese ab. Bemerkenswert“, verteilte USC-Coach Ralph Bergmann ein dickes Kompliment, das uneingeschränkt auch der Arbeit am Bundesstützpunkt (BSP) gilt. „Beim VCO bekommen Talente wie Erika eine Top-Ausbildung.“

Mathe und Deutsch als LK

Die angehende Abiturientin des Pascal-Gymnasiums mit den Leistungskursen Mathematik und Deutsch gehört seit Mitte 2017 zum BSP-Team VC Olympia, zog ein Jahr später ins Internat – und erlebte wenig später einen bösen Rückschlag. Kreuzbandriss, eine lange Leidenszeit folgte. Die aber ist vorbei. Kildau ist zurück und schöpft ihr Talent aus, dass ihr einst schon der damalige BSP-Coach Christian Wolf attestierte. In der Bundesliga, so der Trainer damals, werde man sie sehen.

Nachricht von Christian Wolf

Er behielt Recht. „Christian hat mich auch während meiner Verletzung immer unterstützt, mir Mut gemacht. Und nach dem ersten Bundesliga-Spiel hat er sich auch bei mir gemeldet“, berichtete Kildau, die sich als „emotionale Person auf dem Feld“ beschreibt. Ein 1,59 Meter großes Energiebündel, das ihrem zweiten gerne viele weitere Bundesliga-Spiele folgen lassen würde. „Mal gucken, wohin mich mein Weg führt. Es wäre schon ein Träumchen, hier in Münster spielen zu können“, sagte Kildau, die nach dem Abitur BWL studieren möchte. Das geht auch in Münster.

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