Volleyball: Bundesliga Frauen
USC nach dem Mutmacher gegen Suhl selbstbewusst ins Duell mit Potsdam

Münster -

Der Sieg gegen den VfB Suhl tat gut. Nun hat der USC Münster die Möglichkeit, den Erfolg zu vergolden. Im Heimspiel gegen den SC Potsdam besteht die Option, die Ausgangssituation für eine Teilnahme an den Ausscheidungsspielen zu verbessern. Doch der Gast hat nicht gerade geringe Ansprüche.

Freitag, 05.02.2021, 12:07 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 15:50 Uhr
Volle Kraft voraus: Wie gegen Suhl wollen der USC und Liza Kastrup auch gegen Potsdam wieder auftrumpfen.
Volle Kraft voraus: Wie gegen Suhl wollen der USC und Liza Kastrup auch gegen Potsdam wieder auftrumpfen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Mittwochabend-Spiel zwischen dem SC Potsdam und den Ladies in Black Aachen stieß auch bei Ralph Bergmann auf gesteigertes Interesse. Als der Coach des USC Münster vom Training heimkam, schaltete er das Bundesliga-Duell ein. Live-Studium zweier Teams, gegen die sein Team auf der Zielgerade der Hauptrunde noch spielt. Zunächst am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den SCP, einen Monat später bei den Schwarz-Gelben im Dreiländereck.

3:1 gewann Potsdam und schob sich damit vorbei am VfB Suhl, der Samstag in Münster 0:3 verloren hatte, und ran an die Roten Raben Vilsbiburg. Die sind derzeit Vierter und stehen dort, wo sich die Brandenburgerinnen mindestens sehen. „Potsdam ist so langsam da, wo es hinwill“, so Bergmann, der vor der Aufgabe gegen den Pokalfinalisten von einer gewohnten Ausgangslage spricht. „Es ist dasselbe Spiel wie in den vergangenen Wochen: Wieder kommt jemand an den Berg Fidel, der gegen uns 3:0 oder 3:1 gewinnen will oder muss.“

Nach so einem Erlebnis ist die Stimmung natürlich positiv, zu Recht. Aber die Mannschaft arbeitet konzentriert weiter.

Ralph Bergmann

Dass dies allerdings nicht ganz so einfach ist, bekam Suhl jüngst zu spüren. Über zweieinhalb Sätze zeigte der USC seine beste, weil kon­stanteste Leistung und zog dem VfB den Zahn. Das macht Mut und steigert das Selbstvertrauen. „Nach so einem Erlebnis ist die Stimmung natürlich positiv, zu Recht. Aber die Mannschaft arbeitet konzentriert weiter“, sagt Bergmann. Speziell im Block setzt der ehemalige Mittelblocker die Hebel an, er sieht in diesem Element trotz des guten Wertes gegen Suhl (elf direkte Punkte) Verbesserungspotenzial – wie im übrigen auch Kapitänin Barbara Wezorke, die ihrerseits in der Mitte agiert.

Seit ihrem Rollentausch von der Libera – diesen Part übernimmt wieder Erika Kildau – hin zur Außenangreiferin ist auch Linda Bock in die Blockarbeit eingebunden. Und die verrichtete sie erstaunlich gut: In zehn gespielten Sätzen kommt sie auf acht geblockte Angriffe. „Und damit auf einen Wert, mit dem sie auf Dauer vorne dabei wäre“, sagt Bergmann, der nicht überrascht ist von der schnellen Gewöhnung an die neuen Aufgaben. „Linda hat ein gutes Volleyball-Gefühl und versteht das Spiel.“

Barber kommtin Schwung

Neben Bock begann zuletzt die immer besser in Schwung kommende Nele Barber auf Außen-Annahme, da Anika Brinkmann wegen einer Fersenverletzung und dann einer fiebrigen Erkältung entweder komplett fehlte (in Vilsbiburg und Stuttgart), als Libera aushalf (Dresden) oder als Backup (Suhl) agierte. Nun aber ist die Top-Scorerin wieder fit und könnte gegen Potsdam um das Angriffstrio mit Brittany Abercrombie, Vanessa Agbortabi und Laura Emonts sowie die neue Libera Jennifer Nogueras (Puerto Rico) wieder in die Stammformation rücken. Zumindest ist Brinkmann eine Alternative mehr – und das kann helfen, den eigenen Aufwärtstrend fortzusetzen und so den Angriff des SCP auf Rang vier vorerst zu stoppen.

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