Volleyball: Bundesliga Frauen
Libera Erika Kildau bleibt beim USC

Münster -

Diese Personalie kommt nicht überraschend, ist aber ein weiterer Baustein bei der Kaderplanung des USC Münster: Erika Kildau bleibt dem Bundesligisten auch in der kommenden Saison erhalten. Die 18-Jährige unterschrieb für drei Jahre.

Montag, 03.05.2021, 11:56 Uhr
Erika Kildau
Erika Kildau Foto: Jürgen Peperhowe

Sie war so etwas wie der Shootingstar des USC Münster in der vergangenen Spielzeit: Die 18-jährige Erika Kildau sprang ins kalte Wasser und überzeugte als Libera. Jetzt hat sich die Abiturientin der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium langfristig gebunden. Mit einem Vertrag bis 2024 wird sie Profi.

Noch steht sie mitten in den Prüfungen in den Fächern Deutsch, Sozialwissenschaften, Mathe und Spanisch. Nach erlangter Hochschulreife räumt Kildau ihr Zimmer im Sportinternat Münster an der Salzmannstraße – nach einem „großartigen und extrem wichtigen Lebensabschnitt für mich“. Dann folgt der große Schritt, schon rein sportlich. „Ich weiß, welche Herausforderung auf mich wartet – als Nachfolgerin einer solchen Klassespielerin wie Linda Bock“, sagte die Sendenerin zu ihrem Entschluss.

Lisa Thomsen , ab August wieder ihre Trainerin, sagte: „Erika ist unser kleiner super-positiver Wirbelwind. Sie hat bewiesen, das Potenzial zu besitzen, sich langfristig auf Erstliga-Niveau zu etablieren. Sie steht vor einer Herausforderung, ganz klar. Aber mit der Unterstützung aller wird sie diese Aufgabe meistern.“ Je nachdem, wie gut sie sich im neuen Alltag akklimatisiert, plant Erika Kildau die Aufnahme eines Psychologiestudiums an der WWU Münster. „Entweder im Herbst – oder später. Ich bin ja noch jung.“

Im November 2020 gehörte Erika Kildau, die zuvor im Bundesstützpunkt-Team VC Olympia Münster am Ball war und gefördert wurde, erstmals zum Bundesliga-Kader. Am 21. Januar feierte sie in Stuttgart ihre Oberhaus-Premiere. Personelle Probleme löste USC-Sportleiter Ralph Bergmann als damals verantwortlicher Trainer mutig auch mit dieser Maßnahme. Der quirlige Youngster fiel direkt auch durch die mitreißende Art auf.

„Ihre Bereitschaft, hart an sich zu arbeiten und nicht von Rückschlägen unterkriegen zu lassen, schätze ich besonders“, sagt Thomsen. Und dachte auch an die Verletzungsgeschichte. Im Herbst 2018 verletzte sich Kildau bei einem Jugendspiel des ASV Senden folgenschwer. Kreuzband durch, Meniskus gerissen. Erst nach mehreren Eingriffe und langer Reha durfte sie im Sommer 2020 wieder ins Training. Damals ahnte sie nicht, welche Fahrt ihre Karriere aufnehmen würde.

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