Brink und Reckermann im Beachvolleyball-Finale
Westfälisches Duo hat Gold im Blick

London -

Der Wettbewerb ist seit 1996 olympisch – heute können der Münsteraner Julius Brink und der Rheiner Jonas Reckermann schon Geschichte schreiben und als erstes deutsches Team eine olympische Goldmedaille im Beachvolleyball gewinnen. Die beiden 30 und 33 Jahre alten Athleten stehen sensationell im Finale und treffen dort auf die Weltmeister aus Brasilien, Alison und Emanuel.

Donnerstag, 09.08.2012, 07:08 Uhr

„Es ist doch fast egal, welche, aber wir haben ja jetzt schon eine Medaille“, freute sich Jonas Reckermann . Vor zwölf Jahren hatten Jörg Ahmann/Axel Hager in Sydney mit Bronze die bislang einzige deutsche Medaille geholt. Bereits im Viertelfinale hatten sich Brink /Reckermann gegen zwei Brasilianer durchgesetzt und Ricardo/Pedro Cunha bezwungen. Nun geht es heute um 22 Uhr (MESZ) gegen das erfolgreichste Duo der Welt.

Schon im Halbfinale gegen die Niederländer Reinder Nummerdor/Rich Schuil mussten die beiden Deutschen lange wach bleiben. Um 23 Uhr, in Deutschland schlug die Uhr Mitternacht, wurde die Party am Horse Gurds Parade vor etwa 11 000 Zuschauern angepfiffen. Nun wird im Endspiel wieder die Nacht zum Tage gemacht.

„Egal, für das Finale würde ich auch um vier Uhr aufstehen“, freute sich Reckermann. „Und wenn wir schon mal da sind, wollen wir es natürlich auch gewinnen. Chancenlos sind wir jedenfalls nicht“, sagte der Rheiner , der für den VC Olympia Berlin startet. Da mochte auch sein in Münster geborener Partner Julius Brink nicht widersprechen: „Wir wussten, dass wir es draufhaben“, kommentierte er den souveränen 2:0-Erfolg Mittwochnacht gegen die Niederländer.

 

Seit 2009 spielen die beiden zusammen, wurden Weltmeister, gehen heute als amtierende Europameister ins Spiel. Rund 15 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion zwischen Downing Street No. 10 und St. James Park werden den letzten Teil einer tollen Party feiern. Das Riesenrad „London Eye“ ganz in der Nähe wird zur Lightshow, dröhnende Beats auf dem Court lassen auch den drohenden Regen vergessen. Wenn es eines gibt, ist hier das Zentrum olympischer Ekstase. – Mittendrin die beiden Münsterländer.

„Wir hatten einen Plan, was wir tun wollten, um das Ziel zu erreichen. Wir wussten nur nicht, wie es passieren würde“, witzelte Julius Brink. Der Erfolg ist selbstredend das Ende eines langen Prozesses: Früher habe er mit seinem Kumpel Jonas nur von Spiel zu Spiel gedacht. „Hier in London haben wir nun eine Phase des Erfolgs. Wir haben darauf hingearbeitet“, schilderte Brink.

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