Volleyball: Wiebke Silge und Alexandra Spahn
Auf dem Sprung in die Bundesliga

Ostbevern -

Als die beiden Ostbevernerinnen im Grundschulalter mit dem Volleyballspielen anfingen, konnte keiner ahnen, wie weit sie dieser Sport einmal tragen würde. Pritschen, baggern und schmettern entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die sie nicht mehr loslässt.

Mittwoch, 21.08.2013, 16:08 Uhr

Als die beiden Ostbevernerinnen im Grundschulalter mit dem Volleyballspielen anfingen, konnte keiner ahnen, wie weit sie dieser Sport einmal tragen würde. Pritschen, baggern und schmettern entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die sie nicht mehr loslässt. Inzwischen hat Wiebke Silge 35 Mal das Trikot der deutschen Jugendnationalmannschaft getragen und steht beim USC Münster vor dem Sprung in die 1. Bundesliga, während es Alexandra Spahn mit einem Volleyball-Stipendium in die USA ziehen wird.

Gemeinsam ist den 17-jährigen Youngstern, dass sie ihren Lebensmittelpunkt aus der Bevergemeinde ins Sportinternat nach Münster verlegt haben. Als Oberstufenschülerinnen des Pascal-Gymnasiums streben sie dort das Abitur an. Gemeinsam ist den beiden aber auch ihr großer Ehrgeiz. Drei Mal pro Woche steht morgens Krafttraining an, während die Mitschüler Freistunden genießen dürfen. Vier Mal wöchentlich folgt abends Balltraining und am Wochenende natürlich ein Spiel. „Da will der Tag gut geplant sein und um 22 Uhr geht man geschafft aufs Zimmer“, sind sich beide einig.

Der sportliche Lohn dieser Mühen kann sich jedoch sehen lassen. Über die Kreis-, Bezirks- und WVV-Auswahl spülte es Wiebke Silge 2010 beim Bundespokal in Kienbaum (bei Berlin) in den Kader der Jugendnationalmannschaft. Ihre ersten Einsätze mit dem Adler auf der Brust erlebte sie Anfang 2012 bei einem internationalen Turnier in Luxemburg. Dort ging es gegen deutlich ältere Frauen-Nationalteams aus Schottland, England und des Gastgeberlandes. Als Zuschauer in der Halle mit dabei war Trainer Dominik Münch, der die BSV-Talente frühzeitig unter seine Fittiche genommen hatte.

Anfang 2013 folgte das EM-Quali-Turnier in Tschechien, wo man Litauen, Portugal, Ungarn und den Gastgeber hinter sich ließ. Die Europameisterschaft selbst begann für Wiebke Silge und ihre deutschen Teamkolleginnen mit der Vorrunde in Serbien, wo hinter der Türkei und dem Balkanstaat Rang drei belegt wurde, und endete in Montenegro, wo letztlich Platz sieben heraussprang. Ein Rang schwächer als erhofft. „Es war schon sehr enttäuschend, als wir gegen Slowenien verloren und uns nicht für die WM in Thailand qualifiziert hatten“, erinnert sich die Teenagerin. Aber sie sagt auch: „Ansonsten war das cool. Wir sind oft geflogen und es war interessant, andere Kulturen kennen zu lernen.“

Immerhin genügte diese Platzierung für die Teilnahme an der Jugend-Olympiade in den Niederlanden, wo Rang vier unter acht Teams erspielt wurde. Und für die nahe Zukunft hat Wiebke Silge weitere große Ziele: „2014 möchte ich mit der Nationalmannschaft zur Junioren-EM, ein Jahr später dann zur Junioren-WM.“

Beim USC Münster befindet sich die 1,90 Meter große Mittelblockerin derweil auf dem Sprung in den Bundesliga-Kader. Die Unabhängigen setzen verstärkt auf den Nachwuchs und damit natürlich auch auf die Jugend-Nationalspielerinnen aus den eigenen Reihen. USC-Coach Axel Büring glaubt an die Fähigkeiten der ehrgeizigen Talente. Es deutet vieles darauf hin, dass die Ostbevernerin bald die große Bühne des deutschen Volleyballsports betreten wird.

Alexandra Spahn, die ebenfalls drei Länderspiele im Dress der Jugendnationalmannschaft bestritten hat, ist für die kommende Saison in der zweiten USC-Mannschaft eingeplant, die in der 2. Liga um Meisterschaftspunkte spielt. „Der Schritt nach Münster war schon ein Highlight in meiner Laufbahn“, meint die Mittelblockerin. Eine Entscheidung, die ihr nicht schwer gefallen ist und die sie bislang nicht bereut hat. Wie ihre Freundin hat sie einst am Berg Fidel als Ballrollerin den Stars bei USC-Spielen zugesehen und steht nun selbst im Rampenlicht. „Mein Traum war es schon immer, ins Ausland zu gehen. In den USA kann ich das perfekt mit Volleyball und dem Studium verbinden.“ Wohin es sie 2014 genau ziehen wird, steht noch nicht fest. Aber vier Jahre in Übersee sind fest eingeplant.

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