Volleyball-Regionalliga der Frauen
Der Außenseiter tanzt

Senden -

Im ersten Satz lief alles nach Plan, doch dann ließen die Damen des ASV Senden erst einmal stark nach. Am Ende stand eine bittere 2:3-Niederlage gegen den Detmolder TV. Schon das Hinspiel hatten die Sendenerinnen verloren.

Sonntag, 18.01.2015, 21:01 Uhr

Tina Stoll (r.) und ihre Kolleginnen vom ASV Senden kassierten am Samstagabend in eigener Halle eine bittere Niederlage.
Tina Stoll (r.) und ihre Kolleginnen vom ASV Senden kassierten am Samstagabend in eigener Halle eine bittere Niederlage. Foto: mast

Die Uhr in der Neuen Halle des Sportparks zeigte exakt 21.30 Uhr an, als sich die Volleyballerinnen des Detmolder TV jubelnd in den Armen lagen und im Kreis tanzten. Der Abstiegskandidat gewann wie schon in der Hinrunde (3:1) gegen den ASV Senden und sorgte in Reihen des Gastgebers für eine große Portion Enttäuschung. Trainer Suha Yaglioglu saß noch einige Minuten nach der 2:3-Niederlage wie versteinert auf der Bank und starrte ins Leere.

Eine Stunde und 47 Minuten standen sich die beiden Teams gegenüber, doch am Ende reichte es für den Tabellendritten nicht, den zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel einzufahren. „Wir haben zu unkonzentriert gespielt und viele einfache Fehler gemacht“, analysierte der ASV-Coach.

Die Partie begann für das Team um Spielführerin Sara Stetzkamp nach Plan. Ohne großartige Gegenwehr gewann der ASV den ersten Satz mit 25:17. Es deutete vieles auf einen ungefährdeten Erfolg hin, doch dann kam plötzlich und völlig unerwartet ein Bruch in das Sendener Spiel. Sowohl der zweite (20:25) als auch der dritte Durchgang (21:25) gingen an die Ostwestfalen . „Wir haben den Gegner durch unsere Fehler aufgebaut“, ärgerte sich Yaglioglu. Im dritten Satz reichte auch eine zwischenzeitliche Aufholjagd von 13:19 auf 19:20 nicht, um noch für die Wende zu sorgen.

Die Zuschauer erlebten eine ASV-Vorstellung mit Höhen und Tiefen. Im vierten Satz knüpften Stetzkamp & Co. an die Leistung aus Durchgang Nummer eins an und behielten souverän mit 25:16 die Oberhand. Yaglioglu sah eine „normale Leistung“ seiner Mannschaft. Der Verlauf des Tiebreaks spiegelte die gesamte Begegnung wider. Die Gastgeberinnen begannen vielversprechend und führten mit 4:2. Doch die Gäste gaben sich noch längst nicht geschlagen und erarbeiteten sich bis zum Seitenwechsel einen 8:6-Vorsprung.

Die Spannung wuchs, je näher die Entscheidung rückte. Yaglioglu nahm nochmals eine Auszeit, stellte seine Schützlinge neu ein. Mit Erfolg: Schnell stand es 9:9. Doch die Detmolderinnen behielten einen kühlen Kopf und gewannen über 13:9 mit 15:10.

„Ich gebe mir selbst auch eine Schuld an dieser Niederlage. Ich hätte früher wechseln und nicht so lange meine Stamm-Sechs auf dem Feld lassen dürfen“, zeigte sich Yaglioglu selbstkritisch. Für die ASV-Damen und ihren Coach ist es nur ein schwacher Trost, dass es für die 2:3-Niederlage zumindest einen Punkt gibt. Vielmehr überwog die Enttäuschung, das erste Heimspiel im Jahr 2015 nicht gewonnen zu haben.

ASV: Funk, P. Schulte-Döinghaus, Täger, Stetzkamp, Schrieverhoff, Decker, A. Schulte-Döinghaus, Stoll, Policnik, Maßmann, Köhler.

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