Volleyball-Bundesliga: USC verliert in Potsdam 2:3
Fernduell mit Aachen

Münster -

Das halbe Dutzend ist voll: Beim 2:3 in Potsdam kassierte der USC Münster am Sonntag die sechste Niederlage in Reihe. Hoffnungen auf den direkten Einzug ins Play-off-Viertelfinale darf er sich dennoch machen.

Montag, 16.02.2015, 01:02 Uhr

Leonie Schwertmann war gestern in Potsdam beste Spielerin des USC. Die Mittelblockerin verbuchte 21 Punkte, seit einiger Zeit bereits zählt sie zu den Leistungsträgern im Team.
Leonie Schwertmann war gestern in Potsdam beste Spielerin des USC. Die Mittelblockerin verbuchte 21 Punkte, seit einiger Zeit bereits zählt sie zu den Leistungsträgern im Team. Foto: Jürgen Peperhowe

Dieser letzte Spieltag der Normalrunde in der Frauen-Bundesliga hat das Zeug zum Finale furioso. Fünf Plätze für den direkten Einzug ins Play-off-Viertelfinale sind vergeben, der Kampf um den sechsten wird zum Fernduell zwischen Aachen und dem USC Münster . Die Unabhängigen unterlagen am Sonntag beim SC Potsdam nach großem Kampf 2:3 (22:25, 25:23, 22:25, 25:20, 11:15).

Damit sind die Brandenburgerinnen von Rang fünf nicht mehr zu verdrängen. Für den USC hatte die Niederlage zumindest einen süßen Beigeschmack. Der eine Punkt, den er errang, kann am nächsten Samstag noch sehr wertvoll werden. Münster benötigt im Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg zwingend einen Sieg, um Aachen noch von Platz sechs zu stoßen. Das funktioniert aber nur, wenn die Kaiserstädter zeitgleich gegen Stuttgart nicht mehr als einen Satz gewinnen. Der Verlierer dieses Fernduells muss in den „Hoffnungslauf“, also in die Pre-Play-offs.

Sehr gern hätte Münster am Sonntag die Serie von fünf Niederlagen in Folge beendet. Letztendlich entschieden Kleinigkeiten das sehr intensive Spiel. 1288 Zuschauer in der MBS Arena sahen guten Volleyballsport und einen USC, der gut in die Begegnung fand, das Niveau in der Schlussphase des ersten Abschnitts aber nicht halten konnte.

Büring reagierte, er nahm Sarah Petrausch vom Feld und schickte Wiebke Silge aufs Parkett. Eine Maßnahme, die sich auszahlte, Münster wurde stabiler und glich nach 27 Minuten zum 1:1 aus.

Im dritten Durchgang geriet der USC früh ins Hintertreffen, doch er zeigte Nehmer-Qualitäten und schlug zurück. Ein 7:3-Lauf brachte ihn auf 20:21 heran, das sah jetzt recht vielversprechend aus. „Danach sind wir leider eingeknickt“, ärgerte sich Coach Büring.

Ein Punkt war futsch, doch zwei lagen noch im Topf. Münster wollte Potsdam nicht ohne Zählbares verlassen. Und dies zeigte das Team: Im vierten Set spielte der USC den Gegner über einige Zeit regelrecht an die Wand. 16:6 führten die Gäste zur zweiten technischen Auszeit, da ging alles bei den Unabhängigen und nichts beim Gegner. Doch beinahe hätten die Büring-Schützlinge die Dinge zu früh abgehakt. Jedenfalls kämpfte sich Potsdam erst heimlich und dann gewaltig heran, beim Stande von 19:20 hatte der SCP Tuchfühlung, die Halle kochte. „Da hatte Potsdam wirklich einen gewaltigen Lauf“, erklärte Büring. Seine Mannschaft behielt in großer Bedrängnis kühlen Kopf und fand gerade rechtzeitig zurück ins Gleichgewicht.

2:2 – wieder einmal wurde ein Bundesligaspiel im Tiebreak entschieden. Münster geriet schnell 1:4, später 4:8 in Rückstand. Beim 6:8 ging ein „big point“ verloren, zum 8:11 fiel ein Aufschlag als Ass ins Feld der Gäste. Stiche, die sich summierten, am Ende stand die sechste Niederlage in Reihe. Büring war dennoch nicht unzufrieden: „Es war ein richtig attraktives Match. Wir wollten gut spielen, das ist uns oft gelungen.“

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