Beachvolleyball
Romund, Becker und der USC machen gemeinsame Sache

Münster -

Der USC Münster verzeichnet Zuwachs. Nicht unter dem Hallendach, sondern im Sand. Jan Romund und Paul Becker haben sich dem Bundesliga-Club angeschlossen. Das Beach-Duo hofft auf Synergie-Effekte, jedoch nicht auf wirtschaftlichen Profit.

Mittwoch, 27.04.2016, 14:04 Uhr

Beim Team Escape traten sie gegeneinander an, doch beim Volleyball machen sie gemeinsame Sache: Jan Romund, Paul Becker, deren Trainer Christoph Kesselmeier, USC-Präsident Jörg Adler sowie die Bundesliga-Spielerinnen Ines Bathen, Linda Dörendahl und Leonie Schwertmann (v.l.).
Beim Team Escape traten sie gegeneinander an, doch beim Volleyball machen sie gemeinsame Sache: Jan Romund, Paul Becker, deren Trainer Christoph Kesselmeier, USC-Präsident Jörg Adler sowie die Bundesliga-Spielerinnen Ines Bathen, Linda Dörendahl und Leonie Schwertmann (v.l.). Foto: Thomas Austermann

Im dritten Jahr ihres Team-Daseins bleibt Paul Becker und Jan Romund die Qualifikationsmühle im Sand vor dem münsterischen Schloss erspart. Das Beachvolleyball-Duo rangiert im Hauptfeld der ersten Stadion der Smart-Beach-Tour als Nummer acht. Und wird erstmals, nachdem der Verbleib der beiden in Münster von unserer Zeitung schon thematisiert worden war, für den USC an den Start gehen.

Die beiden Strahlemänner, die bislang für den TSC Münster-Gievenbeck und die TG Rüsselsheim (Becker) starteten, sind bestens zufrieden mit dieser Entscheidung. „Wir sind der Überzeugung, gemeinsam den Volleyballsport stärken zu können“, wertete Romund (32). „Der USC hat in Münster die Power. Das Halbjahr nach der Bundesliga-Saison können wir thematisch füllen.“ Der 26-jährige Abwehrmann und Linkshänder Becker, inzwischen in Münster heimisch, glaubt: „Wenn wir hier vor Ort etwas aufbauen wollen, dann muss es beim USC sein.“ Auch aus einem Kontrast lasse sich Reiz entwickeln – hier die „Hallen-Mädels“, dort die „Strand-Recken“. Romund ist aber danach, „das Gesamtpaket Volleyball“ zu schnüren, also die Unterschiede der Disziplinen gar nicht weiter zu betonen.

Die Clubführung reagierte auf die Kontaktaufnahme mit vielen internen Gesprächen. Präsident Jörg Adler gab zu, dass es „auch skeptische Stimmen gab“. Zumal in Zeiten des Sparzwangs und angesichts der Tatsache, dass Beachvolleyball nie große Beachtung fand bei den Unabhängigen. Geld ausgeben kann und wird der USC nicht für das Duo. „Es war eine Voraussetzung, dass es nichts kostet.“ Becker sagt: „Wir hegen keinerlei Gedanken, anderen etwas wegnehmen zu wollen. Wir wollen vielmehr schauen, was die andere Seite gut macht und was wir beitragen können.“

Adler ist gleichwohl überzeugt, mit den beiden „sympathischen Typen“ die Marke USC sehr positiv besetzen zu können. „Ich bin sicher, dass beide Seiten davon profitieren.“ Mit dem Duo Katharina Schillerwein/Cinja Tillmann habe es auch Kontakt gegeben, aber keine Einigung auf ein Miteinander. Romund lässt sich in die Pflicht nehmen: „Es wird Anlässe geben, etwas gemeinsam zu machen und Termine, die wir als USC-Spieler wahrnehmen können.“ Zwischen den „Abteilungen“ besteht längst Kontakt. Der wurde jetzt noch vertieft bei einer gemeinsamen Rätselspaßstunde beim Live-Escape-Game. Die Beacher, die der münsterische Ableger des Spieleanbieters Team Escape, der Franchisenehmer Hafenarena GmbH unterstützt, gingen mit Adler und den Bundesliga-Mädels Leonie Schwertmann, Linda Dörendahl und Ines Bathen auf Lösungssuche. „Das ist eine gute Teambuildingmaßnahme. Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz“, war Romund sicher, bevor ihn und Becker die Sand-Pflicht ruft.

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