Beachvolleyball: Smart-Beach-Tour
Topgesetztes Duo Tillmann/Schillerwein steht im Halbfinale

Münster (aktualisiert 20.08 Uhr) - Bei mäßigem Wetter, aber zumindest ohne weitere Regenfälle hat am Samstag die erste Station der Smart-Beach-Tour auf dem Schlossplatz in Münster begonnen. Für die Lokalmatadoren verlief der Tag sehr unterschiedlich.

Samstag, 30.04.2016, 17:04 Uhr

Cinja Tillmann und Katharina Schillerwein  bei der Smart-Beach-Tour in Münster.
Cinja Tillmann und Katharina Schillerwein bei der Smart-Beach-Tour in Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Lokalmatador erlebte dabei schon eine herbe Enttäuschung. Jan Romund, jetzt beim USC, ist mit Partner Paul Becker draußen. Dafür durfte Cinja Tillmann , die unter der Woche ihren Wechsel vom USC Münster zum TSC Gievenbeck bekannt gab, mit Katharina Schillerwein (RWE Beach-Volleys Bottrop) kräftig jubeln. Das Duo steht nach drei Siegen im Halbfinale am Sonntag und greift nach dem Titel. Auch Kim Behrens vom USC darf mit Nadja Glenzke (VC Olympia Berlin) noch auf den Sprung unter die Top-Vier hoffen.

Die Wege rund um die vier Courts waren sehr matschig, die Sonne ließ sich nur selten blicken. Entsprechend kleiner im Vergleich zu den Vorjahren waren die Zuschauermassen, die zum Schlossplatz pilgerten, um den Auftakt der Tour in Münster zu erleben. Dennoch war die Kulisse noch halbwegs stattlich, die Stimmung gut.

Für Jan Romund und Paul Becker, die nun für den USC Münster aufschlagen, galt das allerdings nicht. Die diesmal sogar an Position acht Gesetzten unterlagen zum Auftakt gegen Eric Stadie (Vivantes Sportmedizin Berlin) und Toni Hellmuth (SV Lindow/Gransee) mit 16:21, 21:16 und 12:15 knapp, mussten also gleich in die Verlierer-Runde. Und da war dann, trotz inzwischen hervorragender Unterstützung der Zuschauer, auch Endstation.

Die jungen Norweger Mathias Berntsen und Anders Berntsen Mol waren zu stark, auch wenn sie nur die Nummer 16 der Setzliste waren und am Freitag durch die Qualifikation mussten. Die Cousins, amtierende U-20-Europameister, die in ihrer Auftaktpartie schon die topgelisteten Stefan Windscheif und Sebastian Fuchs (beide Berlin Recycling Volleys), trainiert übrigens vom früheren USC-Coach Axel Büring, am Rande der Niederlage hatten, siegten mit 17:21, 21:17, 15:13. „Entscheidend war aber unser erstes Spiel, da hätten wir gewinnen müssen. Es ist leider das eingetreten, was wir befürchtet hatten. Uns fehlte im Gegensatz zu den anderen die Wettkampfpraxis“, sagte Romund. „Ist doch klar, dass wir uns mehr ausgerechnet hatten zum Auftakt.“

Smart-Beach-Tour 2016 - Der erste Tag

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Etwas weniger enttäuscht waren die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutschten Hallen-Nationalspielerinnen Maren Brinker (Metalleghe Sanitars Montichiari) und Kathleen Weiß (VK Prostějov), die ebenfalls früh die Segel streichen mussten. „Wir wollten primär Spaß haben, den hatten wir auch. Und es war schön, einige Gesichter wieder zu sehen“, sagte Brinker, die vor einigen Jahren für den USC spielte. „Im zweiten Spiel hatten wir uns mehr erhofft, aber im ersten haben wir dafür etwas überrascht.“ Zu Beginn hatten sie gegen das Spitzenduo Cinja Tillmann (TSC Münster-Gievenbeck) und Katharina Schillerwein mit 21:23, 14:21 den Kürzeren gezogen. Dann folgte ein 9:21, 19:21 gegen Florentina Büttner (TV Altdorf) und Valeria Fedosova (FTSV Straubing).

Tillmann und Schillerwein, diesmal die Top-Favoriten, hatten zwar auch gegen Anne Matthes/Jenny Heinemann etwas Mühe (21:14, 21:18), steuerten aber geradewegs Richtung Halbfinale. Auch in Gewinnrunde drei gaben sich die beiden keine Blöße, setzten Katharina Culav (Hamburger SV) und Sandra Seyfferth (Trikot.com Beach-Volleys) mit 2:0 nach Sätzen matt (21:18, 21:16). Für Tillmann dürfte das eine Genugtuung vor eigenem Publikum sein, musste sie doch im Vorjahr aufgrund einer Schulterverletzung vorzeitig die Segel streichen. „Das Halbfinale wäre gut“, hatte sie im Vorfeld gesagt. Das erste Ziel wäre damit erreicht, nun will sie ganz sicher mehr vor dem barocken Schloss in Münster.

Interview mit Maren Brinker

Münsters zweite Lokalmatadorin Kim Behrens vom USC Münster ging ebenfalls ambitioniert mit Nadja Glenzke (VC Olympia Berlin) in den Tour-Auftakt. Beide hatten sich erst Ende des vergangenen Jahres gesucht und gefunden, nachdem Behrens über Jahre mit wechselnden Partnern im Sand ihr Glück versuchte. Gleich im ersten Duell gab es ein Wiedersehen mit ihrer alten Weggefährtin Stefanie Hüttermann vom Spiel- und Turnverein Hünxe, mit der sie 2012 ein Duo bildete. Die ist mit Jugend-Europameisterin Lena Ottens aus Ostbevern richtig gut unterwegs. Nur am Samstag blieb der Erfolg aus. Behrens und Glenzke wurden ihrer Favoritenrolle beim 2:1 gerecht (21:18, 14:21, 15:13). Und auch im zweiten Spiel mussten Hüttermann/Ottens gegen Christine Aulenbrock (DSHS Snow Trex Köln) und Sarah Schneider (TSV Frankenberg) den Kürzeren ziehen (19:21, 19:21). Das vorzeitige Aus!

Interview mit Jan Romund

Die Verlierer-Runde blieb im Anschluss auch Behrens und Glenzke nicht erspart. Auslöser dafür war die 1:2-Niederlage (17:21, 21:11, 11:15) gegen Sandra Ittlinger und Yanina Weiland (beide SV Lohhof). Gegen Büttner und Fedosova lief es wieder besser, in zwei Sätzen (21:18, 21:19) hielten die beiden die Hoffnungen auf das Halbfinale am Leben. Spiel vier an diesem Stress-Tag gegen Melanie Preußer und Silke Schrieverhoff (beide DSHS Snow Trex Köln) mutierte abermals zum Duell mit finalem Charakter. Alles eine reine Nervensache.

Behrens und Glenzke hielten dem Druck stand, sicherten sich nach dem 21:12 im ersten Durchgang auch überlegen den zweiten Satz mit 21:12 und damit das Match. Damit sind die beiden nur noch einen Schritt vom Halbfinale entfernt. Am Sonntagmorgen steigt das entscheidende Duell gegen Katharina Culav und Sandra Seyffert. Durchaus möglich also, dass zwei Münsteranerinnen bei ihrem Heimspiel im Semifinale stehen. Und wäre das der Fall, würden sich Tillmann und Behrens dort aus dem Wege gehen. Vielleicht gibt es dann im Finale ein Wiedersehen – und das bei einer stattlichen Kulisse.

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