Volleyball: 3. Liga
Spätes Aufbäumen des TSC gegen Hörde nicht belohnt

Münster -

Zwei Sätze ging nichts beim TSC Münster-Gievenbeck, dann bäumte sich das Team im Duell mit dem TV Hörde nochmals auf. Doch am Ende gewann der Gast aus Dortmund nach dem extrem engen Tiebreak mit 3:2.

Sonntag, 30.10.2016, 15:10 Uhr

„Hab’ ich“: Frank Ludwig nimmt den Ball an, Martin Götte (M.) und Amir Dziri schauen beeindruckt zu.
„Hab’ ich“: Frank Ludwig nimmt den Ball an, Martin Götte (M.) und Amir Dziri schauen beeindruckt zu. Foto: Peter Leßmann

Nach den ersten zwei Sätzen wird sich mancher Zuschauer vielleicht gefragt haben, warum er sich diese Partie in der Sporthalle an der Mosaik-Schule am Samstagabend überhaupt angetan hatte. Der TSC Münster-Gievenbeck schien zu diesem Zeitpunkt chancenlos, denn der Gast TV Hörde führte mit 2:0. Parallel lief bekanntlich die Mutter aller Fußball-Derbys ( BVB gegen Schalke ), deren Endergebnis aber wenig Spektakel versprach. Ganz anders sollte es beim TSC werden: Nach den zwei verlorenen Sätzen kündigte der Moderator voller Optimismus an, dass alle Zuschauer noch bleiben müssten, da noch drei weitere Sätze folgen würden. Er sollte recht behalten: Der Gastgeber bäumte sich noch einmal auf, hechtete jedem verloren geglaubten Ball hinterher und verlor erst denkbar knapp im Entscheidungssatz mit 20:22 – und damit 2:3.

Es hatte also lange gedauert, ehe Gievenbeck so richtig ins Spiel fand. Trainer Axel Büring sah die Ursache dafür in der Taktik des Gegners: „Die Hörder haben in einer neuen Formation agiert. Sie haben drauflosgespielt und uns damit überrascht.“ Seine Mannschaft wirkte dadurch verunsichert, denn einige Punkte wurden durch einfache Aufschlagfehler oder zu lange Schmetterbälle verschenkt. Immerhin gelang es den Hausherren, einen zwischenzeitlichen 13:19-Rückstand zu verkürzen. So endete der erste Satz mit 23:25.

In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts schien das Spiel nun ausgeglichener. Nach einem hart erkämpften 13:13 gelang Gievenbeck aber nicht mehr viel, mit 19:25 ging der Durchgang verloren. „Da fehlte die Entschlossenheit und Lockerheit bei uns. Danach war es aber ein kurzweiliger Abend“, kommentierte Büring.

In der Tat schien die Partie nach zwei Sätzen schon verloren gegen die Dortmunder, die spielerisch überzeugten und durch lautstarke Anfeuerungen der mitgereisten Fans mitunter für eine Heimspiel-Atmosphäre sorgten. Doch Gievenbeck gab sich nicht geschlagen: Vor allem die Angriffsbälle waren nun wesentlich präziser und brachten einige wertvolle Punktgewinne. Auf diese Weise erzielte Mittelblocker Thorsten Mühlenmeier das entscheidende 25:22. Im vierten Satz war Gievenbeck plötzlich überlegen, was ein deutliches 25:19 dokumentierte. Im Tiebreak stand die Partie nun auf Messers Schneide: Nach vielen spektakulären Ballwechseln hatte Hörde aber das bessere Ende auf seiner Seite und siegte mit 22:20.

Der TSC erhielt im Anschluss viel Applaus für ein couragiertes Spiel, bei dem sich die Zuschauer letztlich (doch) noch bestens unterhalten fühlten.

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