Volleyball: 3. Liga
Kein Bonuspunkt für den TSC gegen Moers

Münster -

Wahrscheinlich muss der TSC Münster-Gievenbeck seine Punkte in anderen Partien holen als gegen den Moerser SC. Am Samstagabend waren die Gastgeber beim 0:3 gegen den hochdekorierten Traditionsverein machtlos.

Sonntag, 22.01.2017, 15:01 Uhr

Treffer: Leo Große Westermann findet die Lücke im Moerser Doppelblock.
Treffer: Leo Große Westermann findet die Lücke im Moerser Doppelblock. Foto: Peter Leßmann

Diese Hürde war dann doch zu hoch. Glatt mit 0:3 (18:25, 17:25, 17:25) unterlag Drittligist TSC Münster-Gievenbeck am Samstagabend dem Moerser SC. „Das war nicht unsere Liga, ich habe einen Qualitätsunterschied gesehen“, räumte Trainer Axel Büring nach der Partie ein. Tatsächlich spiegeln sich die Kräfteverhältnisse auch in der Tabelle wider. Moers , ein Verein mit gewaltiger Vergangenheit und imponierender Pokal-Vitrine, kämpft um die Meisterschaft. Gievenbeck hingegen stemmt sich gegen den Abstieg.

In einigen Wochen wissen in Moers und Münster alle mehr. Sehr gern hätte der TSC im direkten Duell einen Bonuspunkt gestohlen. Doch das ließen die Gäste nicht zu. Konzentriert spielten sie ihre Stärken aus, Gievenbeck war ihnen nicht gewachsen. Direkt mit den ersten Aufschlägen machte Moers klar, dass dieser Volleyball-Abend nicht länger als unbedingt nötig werden sollte. Das Service des aussichtsreichen Tabellenzweiten war von enormer Durchschlagskraft, Münsters Annahmespieler hatten massive Probleme, die Bälle zu parieren. Nur einmal, zu Beginn des zweiten Abschnitts, durfte sich der Hausherr über eine Führung freuen.

Kämpferisch war die Leistung der Gievenbecker über jeden Zweifel erhaben. Sie steckten nie auf und hatten auch richtig gute Phasen. Zum Beispiel im ersten Satz, als Erik Kerp an die Aufschlaglinie schritt und maßgeblichen Anteil am 6:0-Lauf zum 15:18 für sich reklamieren durfte. Oder im dritten Durchgang: Ein Team mit weniger Moral hätte beim 3:10 vermutlich das Handtuch geworfen und die Dinge laufen lassen. Der TSC tat es nicht und arbeitete sich auf 13:15 heran, ehe ein Aufschlagpatzer die Hoffnung auf den Anschluss durchkreuzte. „Wir haben mehrfach leichte Fehler zum genau falschen Zeitpunkt gemacht. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir in diesen engen Phasen mehr Qualität zeigen. Und dass einer auch mal den Finger hebt und die Verantwortung an sich reißt. Die Hierarchie im Team ist nämlich noch nicht gefestigt“, konstatierte Coach Büring.

Er war am Samstag freilich nicht gänzlich unzufrieden. „In der Woche zuvor haben wir hier gegen Baden auch 0:3 verloren. Das war richtig schlecht, manchmal unterirdisch. Da habe ich diesmal eine Steigerung gesehen“, meinte Büring.

Direkt nach Spielschluss richtete er den Blick nach vorn. „Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen. Nächste Woche in Hörde können wir einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen. Das muss das nächste Ziel sein.“

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