Volleyball: Frauen-Bundesliga
Platz vier rückt für den USC in weite Ferne

Münster -

Seine zweite Auswärtsniederlage hat der USC Münster am Samstag kassiert. Mit 1:3 verlor der Volleyball-Bundesligist beim SC Potsdam und hat damit nun sechs Punkte Rückstand auf die Brandenburger, die den vierten Platz mit dem Sieg zementierten.

Sonntag, 12.02.2017, 18:02 Uhr

Auch ein Wechsel im Zuspiel von Kaisa Alanko zu Britt Bongaerts (r.) blieb ohne Wirkung. Der USC verlor beim SC Potsdam um Wiebke Silge (l.) mit 1:3.
Auch ein Wechsel im Zuspiel von Kaisa Alanko zu Britt Bongaerts (r.) blieb ohne Wirkung. Der USC verlor beim SC Potsdam um Wiebke Silge (l.) mit 1:3. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster und Platz vier nach der Hauptrunde ? Das wird in dieser Saison wohl nichts mehr. Mit 1:3 (25:23, 18:25, 19:25, 21:25) verlor der Volleyball-Bundesligist beim SC Potsdam , der nun mit sechs Punkten Vorsprung auf diesem so begehrten Rang liegt und im Playoff-Viertelfinale nun auch bei einem möglichen dritten Spiel Heimrecht genießt. Für den USC dagegen geht es jetzt einzig und allein darum, seinen fünften Platz gegen die Roten Raben Vilsbiburg und den VC Wiesbaden zu verteidigen und so in den Ausscheidungsspielen einem der Top drei der Liga aus dem Wege zu gehen.

Dabei hatte es für Münster in dem „Finale um Platz vier“ (Coach Andreas Vollmer) gut begonnen. Auf den 1:4- und 2:6-Rückstand hatte der Gast vor der stattlichen Kulisse von 1827 Zuschauern die passende Antwort parat und lag beim 10:9 erstmals vorne. Es folgten ständige Führungswechsel, beide Teams streuten immer mal wieder kleine Serien ein (16:13, 16:18, 19:18, 19:21) und machten Abschnitt eins damit zu einer spannenden und umkämpften Angelegenheit – mit dem besseren Ende für den USC.

Wechsel im Zuspiel

Weiter ging es im Takt, Münster nahm den Schwung des Satzgewinns mit in den nächsten Abschnitt und erarbeitete sich bis zum 9:5 einen komfortablen Vorsprung. Doch dann war es vorbei mit der münsterischen Herrlichkeit in Brandenburg. Der SCP steigerte sich und konnte sich auf die Qualitäten seiner beiden Top-Angreiferinnen Roslandy Acosta (21 Punkte) und Marta Drpa (12) verlassen, die auch mit ihrem Aufschlag den USC massiv unter Druck setzten. Eine Serie der Serbin – und Potsdam war wieder dran (9:9). Eine Serie der Venezolanerin – und Potsdam war enteilt (15:14 auf 20:14). Der Satz war weg. Und damit das Selbstverständnis, auch das achte von neun Auswärtsspielen zu gewinnen. „Wir hatten diesmal keine Initialzündung, um Potsdam noch einmal einzuholen oder gar zu überholen“, sagte Vollmer, der im vierten Satz im Zuspiel mit Britt Bongaerts für Kaisa Alanko begann und Hanna Orthmann für Erica Wilson brachte. Für die Wende reichte es aber nicht mehr. „Wir haben viel versucht und alles ausprobiert. Aber unser Spiel war zu fehlerhaft, so richtig stabil war niemand bei uns“, meinte der Coach, der sieben Annahme- sowie 13 Servicefehler in der Statistik entdeckte. „Wir haben in allen Elementen nicht die nötige Qualität gebracht. Aber die Niederlage ist kein Beinbruch. Wir hatten uns vorher die Chance auf Platz vier erarbeitet, hatten uns bewusst hohe Ziele gesetzt“, meinte Vollmer, der mit seinem Team (30 Punkte) nun Rang fünf gegen die Roten Raben Vilsbiburg und den VC Wiesbaden (beide 27) verteidigen will. Aus diesem Trio muss eine Mannschaft in die Pre-Playoffs – und die will der USC unbedingt vermeiden.

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