Volleyball: Damen-Bundesliga
USC will aus der Niederlage in Potsdam lernen

Münster -

Das Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation spitzt sich zu. Dem USC Münster sitzen der VC Wiesbaden und die Roten Raben Vilsbiburg im Nacken. In dieser englischen Woche wollen die Unabhängigen die Weichen für Platz fünf stellen.

Montag, 13.02.2017, 16:02 Uhr

Kaisa Alanko 
Kaisa Alanko  Foto: Jürgen Peperhowe

Das Wochenende in der Volleyball-Bundesliga verlief ja mal so gar nicht nach dem Geschmack des USC Münster . Nach der 1:3-Niederlage beim SC Potsdam ist der vierte Tabellenplatz in fast unerreichbare Sphären gerückt, allenfalls Träumer rechnen sich jetzt noch Chancen auf diesen Rang aus.

Vielmehr richten sich die Blicke der Unabhängigen wieder nach hinten, wo nicht nur die Roten Raben Vilsbiburg im Rückspiegel erscheinen. Durch das 3:0 am Freitag gegen den VCO Berlin und das über­raschende 3:2 am Sonntag gegen Allianz MTV Stuttgart pirschte sich der VC Wiesbaden nicht nur an, sondern heizte den Dreikampf um die direkte Playoff-Qualifikation noch einmal mächtig an. Ein Team aus diesem Trio muss als Siebter den Gang in die Pre-Playoffs antreten, in denen dann der Zehntplatzierte (aktuell der VfB Suhl) wartet. Momentan würde es die Raben treffen, die wie Wiesbaden (27 Zähler) drei Punkte hinter dem USC in Lauerstellung liegen.

Ernüchtert, aber nicht voller Panik kehrte Münster von seinem Gastspiel in Brandenburg zurück. Die Hoffnung auf einen Coup in Potsdam war groß, doch nach dem Gewinn des ersten Satzes sowie einer 9:5-Führung im zweiten Durchgang verließen den USC Durchschlagskraft, Genauigkeit und Körpersprache. „Von der Präsenz her war das nicht gut, da müssen wir uns steigern“, sagte Trainer Andreas Vollmer , der seiner Mannschaft zwar „generell eine ordentliche Leistung“ attestierte, aber die Konstanz vermisste. Exemplarisch sind Angreiferin Erica Wilson, die wie schon in Vilsbiburg „nicht in Fahrt kam“ (Vollmer), Kaisa Alanko mit drei Technikfehlern oder die diesmal wenig offensiv­starke Bogdana Anisova zu nennen. „Den ersten großen Test in der Schlussphase der Hauptrunde haben wir nicht gemeistert“, erklärte Vollmer. „Aber manchmal zeigen ­Niederlagen eine bessere Wirkung als Siege. Ich hoffe, dass wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen.“

Gut und wichtig wäre es, schließlich hält der Spielplan nun eine Englische Woche vor – mit den Heimpartien gegen den Köpenicker SC und den direkten Konkurrenten Wiesbaden, der wie Vilsbiburg das etwas leichtere Restprogramm als Münster hat. Eine Entscheidung über die endgültige Platzierung fällt wohl erst am 4. März, wenn die Hauptrunde endet. Doch in diesen Tagen kann der USC die Weichen stellen für den direkten Einzug in die Playoffs.

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