Volleyball: Hinrundenbilanz
ASV-Trainer Suha Yaglioglu: „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Senden -

Zwölf Punkte aus zehn Spielen – da würden bei den meisten Trainern die Mundwinkel unten hängen. Nicht so bei Suha Yaglioglu. Der Coach des ASV Senden ist mit sich und seinen Spielerinnen im Reinen.

Montag, 01.01.2018, 08:01 Uhr

ASV-Spielerin Doreen Luther blockt im Heimspiel gegen Emlichheim 2, beobachtet von Teamkollegin Ruth Lichte.
ASV-Spielerin Doreen Luther blockt im Heimspiel gegen Emlichheim 2, beobachtet von Teamkollegin Ruth Lichte. Foto: Christian Besse

Zwölf Punkte aus zehn Spielen – da würden bei den meisten Volleyballtrainern die Mundwinkel unten hängen. Nicht so bei Suha Yaglioglu . Der langjährige Frauentrainer des ASV Senden ist mit sich und seinen Spielerinnen im Reinen, obwohl das Team nach Ende der Hinrunde (nur das ausgefallene Spiel gegen den BSV Ostbevern muss noch nachgeholt werden) den Jahreswechsel als Viertletzter der Tabelle begehen musste.

„Eigentlich haben wir sehr gut Punkte gesammelt“, sagt Yaglioglu. „Wir sind mit einer neuen Formation in die Saison gestartet, mit sehr vielen jungen Spielerinnen, und hatten in der Hinrunde viele Verletzte und krankheitsbedingte Ausfälle.“ Tatsächlich war der Umbruch, vor dem der ASV vor dieser Saison stand, nicht von schlechten Eltern. Mehr als ein halbes Dutzend Spielerinnen hatten den Sendener Verein verlassen, darunter mit Sara Stetzkamp, Anna-Lena Voosholz, Lisa Schrieverhoff und Anna Schulte-Döinghaus Leistungsträgerinnen, die mit ihrer Erfahrung jahrelang das Korsett der Sendener Ersten gebildet hatten.

Wieder aufgefüllt wurde der Kader mit frischem Blut vor allem aus dem eigenen Verein, Nachwuchsspielerinnen aus der zweiten und dritten Mannschaft des ASV. Doch trotz ausbaufähiger Teamerfahrung kam die Sendener Volleyballversion von „Jugend forscht“ sehr gut aus den Puschen. Sieben Punkte standen nach den ersten drei Saisonspielen zu Buche.

Ich bin zuversichtlich, dass wir am Saisonende im Mittelfeld der Tabelle stehen.

ASV-Trainer Suha Yaglioglu

Doch dann kam es knüppeldick für die Yaglioglu-Sechs. Beim Heimspiel gegen Wietmarschen am dritten Spieltag gewann sie zwar mit 3:0, doch ausgerechnet beim letzten Ballwechsel verletzte sich Routinier Marion ­Koenig und fiel mit einem Bänderriss mehrere Wochen aus. Und dabei blieb es nicht. Felice-Lyn Lethaus, Ruth Lichte und Kim-Lea Telaar verlängerten die Ausfallliste, ebenso wie die zwischenzeitlich kranke Felicitas Täger.

Zu viel für den im Vergleich zu den Vorjahren doch sehr kleinen Kader. Die nächsten fünf Partien verloren die Sendenerinnen deutlich, holten in dieser Zeit nur ganze zwei Sätze. Bei den Spielen in Bremen, Aligse und Bonn war auch die Moral am Boden, in dieser Phase war Senden kein Gegner auf Augenhöhe.

Doch es war eben nur eine Phase. „Wir leben noch. Wir werden auch wieder hochkommen“, sagte ein unverdrossen zuversichtlicher Yaglioglu im WN-Interview vor dem neunten Spieltag, der Heimpartie gegen den TV Cloppenburg. Der Kader war wieder komplett, der ASV siegte 3:1, groß war der Jubel nach dem verwandelten Matchball, dem ersten seit langer Zeit.

Der kurz darauf folgende, umkämpfte 3:2-Erfolg beim Nachbarrivalen BW Aasee freut den Coach noch im Rückblick besonders. „Da haben wir mit drei 14-Jährigen im Kader gewonnen“, sagt Yaglioglu und meint die Nachwuchsspielerinnen Carla Geschermann, Mia Kirchhoff und Lea Venghaus.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, so der Trainer. Nicht nur, dass außer der noch verletzten Telaar alle Spielerinnen wieder an Bord sind. Mit Viktoria Micke, von ihrem Auslandssemester zurückgekehrt, steht ein weiterer Routinier in der Rückrunde am Netz. Diese beginn bereits am kommenden Wochenende, das für den ASV einen Doppelspieltag bereithält. Am 5. Januar (Samstag) empfangen die Sendenerinnen um 20 Uhr den BSV Ostbevern zum Nachholspiel, tags darauf treten sie um 16 Uhr in Wietmarschen an. Große Sorgen macht sich Yaglioglu nicht: „Ich bin zuversichtlich, dass wir am Saisonende im Mittelfeld der Tabelle stehen.“

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