Volleyball: 3. Liga Frauen
Großes Kribbeln bei Spätstartern des VC Olympia

Münster -

Im zweiten Jahr seiner Existenz tritt der VC Olympia Münster als Bundesstützpunktteam erstmals in der 3. Liga der Frauen an. Bei den SSF Fortuna Bonn beginnt am Samstag die Saison, die allerdings nur Auswärtsspiele vorsieht.

Freitag, 28.09.2018, 16:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 28.09.2018, 16:10 Uhr
Die Vorfreude auf den Drittliga-Start ist bei den Talenten des VC Olympia sowie bei Trainer Christian Wolf (r.) groß.
Die Vorfreude auf den Drittliga-Start ist bei den Talenten des VC Olympia sowie bei Trainer Christian Wolf (r.) groß. Foto: Jürgen Aigner

Wohl ein jeder Ballsportler sehnt nach der meist schweißtreibenden wie anstrengenden Vorbereitung den Saisonstart herbei. Endlich geht es um Punkte, endlich beginnt der Wettstreit mit der Konkurrenz – die Vorfreude ist groß.

Und das geht den Volleyballerinnen des VC Olympia Münster nicht anders, zumal der Anlauf ein besonders langer war. Nachdem das Team vom Bundesstützpunkt in der Vorsaison nicht im Liga-Betrieb gewirkt hatte, tritt die Mannschaft von Trainer Christian Wolf nun in der 3. Liga West an. „Man merkt schon, dass es etwas anderes ist als im Vorjahr. Es kribbelt total, alle sind etwas hibbelig vor dem Auftakt“, sagt der Coach.

Der Stützpunkt-Auswahl fällt in seiner neuen sportlichen Heimat eine Sonderrolle zu. Nur die Hälfte aller Partien bestreitet der VCO – und diese auswärts. Die Ergebnisse aber fließen in die Wertung ein. Geschenkt, so viel steht vor der Premiere am Samstag bei den SSF Fortuna Bonn fest, bekommen die Talente nichts. „Das ist für uns eine Herausforderung, aber für die weitere Entwicklung auch genau richtig“, erklärt der Coach, der seine junge Mannschaft auf einem guten Weg sieht. „In den Vorbereitungsturnieren haben wir immer ordentlichen Volleyball gespielt. Aber wir dürfen als Team noch etwas selbstbewusster werden und haben noch viel Potenzial, das wir steigern können und wollen“, so Wolf.

Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Begabungen der Spielerinnen weiter zu fördern – individuell wie mannschaftlich. Viele Mosaiksteinchen auf dem Weg zu einer möglichst erfolgreichen Karriere gilt es zusammenzupuzzeln, akribisch und doch mit den nötigen Pausen arbeiten Wolf und seine Mitstreiter am BSP mit den ihnen anvertrauten Spielerinnen. „Das ist für uns eine große Verantwortung“, sagt Wolf, der mit einem Zwölferkader in die Drittliga-Saison gehen wird – die Tür aber bleibt auf für die ganz junge Garde um Kristi Kubesova, die erst einmal mit einem Zweitspielrecht für die Heimatvereine aufläuft.

Gespannt ist der Coach, wie sich seine Schützlinge in Bonn schlagen. Sportlich hat der VCO eine Menge vorzuweisen, jede Einzelne – ausgenommen das Zuspiel-Duo Fiona Baker und Marieke Zink sowie Libera Erika Kildau – sind vielseitig einsetzbar. „Wir wollen uns varia­bler ausrichten und können so im Spiel Positionen wechseln“, sagt Wolf. „Wie wir uns dann im Frauen-Bereich schlagen, werden wir sehen.“

Gesehen hat er am Wochenende den ersten Gegner, der bei BW Aasee 1:3 unterlag. Per Videoanalyse brachte er Bonn seinem Team näher. „Es geht auch darum, dass die Spielerinnen lernen, mit Informationen umzugehen. Sie dürfen nicht nur das Blickfeld auf unsere Seite beschränken, sondern müssen auch das Verhalten im Block oder Angriff auf der anderen Feldseite erkennen“, sagt Wolf. Ein weiteres Steinchen in dem Entwicklungsprozess der Talente, die ihrem Ziel, einmal hochklassig Volleyball spielen zu wollen, in Liga drei näher kommen wollen.   | Samstag, 16.30 Uhr Kader: Fiona Baker, Marieke Zink, Carlotta Klemm, Katharina Haferkamp, Pia Mohr, Erika Kildau, Greta Klein-Hitpaß, Lynn Kosina, Marianna Sharafutdinova, Paula Schürholz, Luisa Bei­ning, Antonia Schmücker

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