Volleyball: Bundesliga
Start der Saison: USC Münster empfängt Pokalsieger Dresden

Münster -

Die lange Vorbereitung ist abgeschlossen, die Saison beginnt endlich. „Es sind alle bereit“, sagt Trainer Teun Buijs vor dem Auftakt der Volleyball-Bundesliga, in die der USC-Coach optimistisch geht. Zum Start wartet gleich ein Schwergewicht mit dem Dresdner SC, der nicht Münsters Lieblingsgegner ist.

Mittwoch, 31.10.2018, 09:58 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 30.10.2018, 15:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 31.10.2018, 09:58 Uhr
Auf erfolgreiche Kombinationen zwischen Zuspielerin Mareike Hindriksen und Kazmiere Brown wie hier im Test gegen Apollo 8 Borne aus den Niederlanden setzt der USC Münster auch beim Bundesliga-Start am Mittwoch gegen den Dresdner SC.
Auf erfolgreiche Kombinationen zwischen Zuspielerin Mareike Hindriksen und Kazmiere Brown wie hier im Test gegen Apollo 8 Borne aus den Niederlanden setzt der USC Münster auch beim Bundesliga-Start am Mittwoch gegen den Dresdner SC. Foto: Ulrich Brunner

Der Dresdner SC gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des USC Münster . Der letzte Heimsieg gegen die Sachsen datiert vom 1. Februar 2009, die dann folgende 22-teilige Niederlageserie endete erst im März 2017 mit dem 3:1 in der Elbmetropole. Nun werden die Karten neu gemischt, aufgedeckt hat der USC sein Blatt für dem Start der Volleyball-Bundesliga am Mittwoch (19.30 Uhr, Berg Fidel) noch nicht.

Ein Joker im Team von Trainer Teun Buijs könnte Lisa Thomsen sein. Als 23-Jährige war sie schon 2009 beim Sieg gegen den DSC dabei – in einer tragenden Rolle. Zwar konnte die 2017 zurückgekehrte Libera wegen einer Blessur damals ihre angestammte Rolle nicht ausfüllen, sorgte als eingewechselte Kurzarbeiterin aber mit ihren präzisen Aufschlägen für die Entscheidung beim Tiebreak-Erfolg – ein Joker eben. Diesmal geht Thomsen wieder ihrem Job als Libera nach und ist neben Zuspielerin Mareike Hindriksen eine der etablierten Stammkräfte, die Buijs ganz sicher in die Startformation beordern wird.

Wie der niederländische Coach die Positionen daneben besetzen wird, gibt er noch nicht preis. Die beiden WM-Fahrerinnen Ivana Vanjak und Juliet Lohuis sind erst zum Ende der Vorbereitung eingestiegen, der amerikanische Neuzugang Kazmiere Brown setzte länger aus und gewöhnt sich noch an den europäischen Volleyball. „Bis wir uns als Mannschaft richtig gefunden haben, dauert es vielleicht noch ein bisschen. Da ist es ganz gut, dass wir gegen Dresden beginnen, da ist der Druck für uns als Außenseiter nicht ganz so groß. Aber wir wollen in unserem ersten Spiel unsere Organisation und Taktik so auf das Feld bringen, wie wir es im Training einstudiert haben“, sagt Buijs, der selbstredend einen Punkt oder gar einen Heimsieg nicht abwehren würde. „Immer gerne nehmen wir das mit“, meint der 58-Jährige.

Auch Keller wieder dabei

Personelle Möglichkeiten hat Buijs zum Saisonstart reichlich, auch Luisa Keller – die 17-Jährige fehlte beim abschließenden Testturnier in Aachen leicht angeschlagen – ist dabei. „Alle sind fit und bereit für das Spiel. Das gibt mir viele Optionen“, sagt er. Einzig Chiara Hoenhorst steht nicht im Kader, die Angreiferin wird nach ihrer langen Verletzungspause über die USC-Zweite wieder an das Erstliga-Niveau herangeführt.

Die Aufgabe gegen den Pokalsieger aus Dresden geht nicht nur der Coach mit großer Vorfreude an, auch das Team fiebert der Premiere am Berg Fidel vor einer hoffentlich stattlichen Kulisse (Buijs: „Das hätten wir uns verdient.“) entgegen. „Wir freuen uns nach der langen und harten Vorbereitung, dass es endlich wieder los geht“, sagt Thomsen.

1:3 im Supercup gegen Schwerin

Anders als der USC haben die Sachsen bereits ein Pflichtspiel hinter sich, im Supercup unterlag die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl am Sonntag gegen den Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin mit 1:3. „Ich bin nicht unzufrieden, wir haben einige Dinge schon gut gemacht“, sagte der Coach. Dabei richteten sich die meisten Blicke auf Lena Stigrot, die derzeit die verletzte Piia Korhonen auf der Diagonalposition vertritt. „Das ändert Dresdens Spiel, Korhonen war in der vergangenen Saison sehr stark, sie hatte viele Varianten. Aber auch ohne sie ist Dresden eine Top-Mannschaft“, erklärt Buijs, der das Ende der langen und negativen Heimserie nicht garantieren kann, aber verspricht: „Wir haben nichts zu verlieren und werden alles geben.“

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