Volleyball: 3. Liga West
(K)ein Spiel wie jedes andere – Suha Yaglioglu an alter Wirkungsstätte

Senden -

Der ASV Senden gastiert am Samstag, 15.30 Uhr, beim souveränen Tabellenführer USC Münster 2. Klein beigeben mag Gästetrainer Suha Yaglioglu trotzdem nicht.

Donnerstag, 22.11.2018, 19:58 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 20:01 Uhr
Coachte vor bald 30 Jahren die Erstliga-Damen des USC: ASV-Coach Suha Yaglioglu.
Coachte vor bald 30 Jahren die Erstliga-Damen des USC: ASV-Coach Suha Yaglioglu. Foto: rau

Für Suha Yaglioglu ist die Partie am Samstag, 15.30 Uhr, beim USC Münster 2 eine Reise in die Vergangenheit. Ende der 80er-Jahre coachte der Trainer der Drittligavolleyballerinnen des ASV Senden die erste Mannschaft der „Unabhängigen“. „Ach, das ist schon so lange her“, erklärt Yaglioglu, wieso das Match am Berg Fidel für ihn selbst eines wie jedes andere sei.

Wobei es ja nicht nur Yaglioglus persönlicher Bezug zum USC ist, der die Begegnung dann doch ein bisschen besonderer macht als Spiele in, sagen wir, Lintorf oder Cloppenburg. Da ist zum einen der Derby-Charakter, keine 20 Kilometer trennen die Vereine. Zum anderen wechseln immer mal wieder Talente vom ASV zum USC – Lea Quabeck zum Beispiel, vormals Hildebrand, die zu den vielen Ex-Erstligaspielerinnen zählt, die am Samstag unter Umständen auf der anderen Seite des Netzes stehen.

USC 2 eine Art Allstar-Team

Gleiches gilt für Johanna Thewes (früher Reinink), Andrea Büring (geborene Berg), Alisha Ossowski, Linda Dördendahl sowie die ehemalige Lüdinghauserin Sarah Petrausch. Da kommt, auch ohne die verletzte Ines Bathen, die geballte Erfahrung von einigen hundert Einsätzen in der Beletage und etlichen Länderspielen zusammen – je nachdem, wer USC 2-Coach (und USC 1-Trainerlegende) Axel Büring aktuell zur Verfügung steht.

Kein Wunder also, dass sich der Aufsteiger so souverän durch die Liga fräst. Alle neun Spiele hat die USC-Reserve gewonnen. Die Favoritenrolle scheint insofern vergeben. Einerseits. Andererseits verweist Yaglioglu mit einigem Recht darauf, „dass meine Mädchen ebenfalls pritschen und baggern können“. Dass sie auch technisch durchaus auf der Höhe sind. Was ihnen halt noch fehle, sei Erfahrung („ganz wichtig in unserer Sportart“). Und Nervenstärke.

Den Rückstand in Sachen Routine werden die jungen Sendenerinnen bis zum Wochenende kaum wettmachen können. Gingen sie aber mit dem „nötigen Spaß in dieser tollen Arena“ und ohne zu verkrampfen zu Werke, „dann schauen wir doch mal, was in Münster möglich ist“, so Yaglioglu, der eventuell wieder auf Emira Peci zurückgreifen kann.

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