Volleyball: 3. Liga West der Frauen
Will der USC Münster II aufsteigen?

Ostbevern/Münster -

Aufsteiger USC Münster II dominiert die 3. Liga. Im Spitzenspiel beim BSV Ostbevern fehlen einige der Ex-Bundesliga-Spielerinnen. Nicht nur für den BSV eine entscheidende Frage: Will die USC-Zweite überhaupt in die 2. Liga aufsteigen? Trainer Axel Büring gibt eine Antwort.

Freitag, 14.12.2018, 18:40 Uhr
Axel Büring, früherer Meistertrainer des USC, ist heute multifunktional im Einsatz – besonders erfolgreich als Coach der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Axel Büring, früherer Meistertrainer des USC, ist heute multifunktional im Einsatz – besonders erfolgreich als Coach der zweiten Mannschaft in der 3. Liga. Foto: Jürgen Peperhowe

Das ist mal ein Aufsteiger: Die zweite Volleyball-Mannschaft des USC Münster hat bislang alle elf Spiele in der 3. Liga West der Frauen gewonnen. Acht Punkte beträgt der Vorsprung des Neulings auf den Tabellenzweiten BSV Ostbevern – und das bei noch einer Partie weniger.

„Ich kann nicht meckern“, meint Axel Büring lapidar. „Das ist eine gute Liga, viele Spiele sind eng“, so der USC-Trainer. „Wir sind stolz und glücklich, dass wir bislang alles gewonnen haben.“

Bei uns ist nie klar, wer wann wo dabei ist.

Axel Büring

Ob er das erwartet habe, dass sein Team aus der Regionalliga gleich so durchstartet? „Das mit den Erwartungen habe ich mir vor langer Zeit abgewöhnt“, antwortet der 51-Jährige trocken. Er hat ja auch schon viel erlebt. Mit dem USC ist er mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger geworden, hat mit dem Bundesligisten international gespielt. Jetzt ist der Mann, der mit Spielerin Andrea Berg verheiratet ist, multifunktional im Einsatz: als USC-Vizepräsident, als Männer-Trainer des Drittligisten TSC Münster-Gievenbeck, als Coach der Jugend und der Frauen-Reserve des USC.

Kein gewöhnlicher Aufsteiger

Der USC II ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Die Truppe besteht aus Talenten und ehemaligen Erstliga-Frauen, die den Unterschied ausmachen. „Bei uns ist aber auch nie klar, wer wann wo dabei ist“, sagt Büring. Für das Gastspiel am Sonntag in Ostbevern (16 Uhr, Beverhalle) ist klar: Büring ist seit Freitag mit seiner Familie im Urlaub, deshalb fehlt auch Andrea Büring (früher Berg). Zudem fallen Sarah Petrausch und die verletzte Ines Bathen aus. Johanna Thewes (früher Reining) war in dieser Woche krank, könnte aber in Ostbevern dabei sein. Sicher zum Kader zählen die Ex-Bundesliga-Spielerinnen Linda Dörendahl, Lea Quabeck (früher Hildebrand) und Alisha Ossowski.

Die BSV-Spielerinnen sind gut ausgebildet und flexibel.

Axel Büring

Zwei Mal musste die USC-Zweite in dieser Saison in den Tie-Break: gegen Union Emlichheim II und im ersten Spiel gegen Ostbevern. „Ich habe den BSV schön öfter gesehen“, sagt Axel Büring. „Für mich ist die Mannschaft im Moment klar die Nummer zwei in der Liga“, so der Coach. „Was Dominik Münch über die Jahrzehnte aufgebaut hat, beeindruckt mich immer wieder. Die Spielerinnen sind gut ausgebildet und flexibel. Sie sind nicht in einem System gefangen.“

Ein klares Vielleicht

Axel Büring

Die wichtigste Frage für den BSV: Will der USC Münster II mit seinen vielen Routiniers auch in die 2. Liga aufsteigen? Bürings Antwort: „Ein klares Vielleicht.“ An das Lizenzierungsverfahren und den dazugehörenden Lehrgängen werde der Verein teilnehmen, so Büring. „Wir bereiten uns so vor, als wenn wir aufsteigen. Die Entscheidung fällen wir dann später.“

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