Volleyball: 3. Liga und Regionalliga
Zwischen Abstiegskampf und Vision – BW Aasee rüstet sich für die Zukunft

Münster -

Viele Jahre ging es nur in eine Richtung: nach oben. Inzwischen stemmen sich bei BW Aasee sowohl die Frauen als auch die Männer gegen den Abstieg. Nach den Erfolgen am vergangenen Wochenende ist neue Zuversicht da.

Montag, 04.03.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 16:34 Uhr
Hände hoch: (v.l.) Louisa Janning, Johanna Pennekamp und Jugend-Nationalspielerin Amelie Strothoff strecken sich mit Aasee in der 3. Liga gerade nach der Decke.
Hände hoch: (v.l.) Louisa Janning, Johanna Pennekamp und Jugend-Nationalspielerin Amelie Strothoff strecken sich mit Aasee in der 3. Liga gerade nach der Decke.

Die Frauen kämpfen in der 3. Liga um den Klassenerhalt, die Männer stemmen sich in der Regionalliga gegen den Abstieg. Keine Frage: Die Volleyball-Abteilung von Blau-Weiß Aasee steht vor spannenden Wochen. Wieder einmal – diesmal nur mit umgekehrten Vorzeichen. Eigentlich kennt der quirlige Club nur die andere Richtung. Jahrelang stieg er mit mehreren Teams auf. „Nun“, sagt Vereinschef Hugo Domin , „sehen wir einige Stop-Schilder. Vielleicht stoßen wir gerade an unser augenblickliches Maximum.“

Am vergangenen Wochenende ist die Zuversicht, mit beiden ersten Mannschaften ans Ziel zu kommen, gewachsen. Die Frauen be­siegten den TV Eiche Horn Bremen 3:1, die Männer gewannen 3:0 ge­gen den VC Menden-Much. „Wichtige Erfolge“, meint Domin. Und Fingerzeige für die ­herausragenden Talente ins­besondere im Mädchen-Bereich. Sie brauchen Herausforderungen. Aasee will sie ihnen geben. Sogar der Traum von der 2. Liga lebt noch. Er hat die Blau-Weißen schon einmal beschäftigt. Domin: „Tendenziell haben wir weiterhin Lust. Zunächst aber müssen wir sehen, dass wir die 3. Liga halten.“

Blau-Weiß Aasee hat eine große Volleyball-Abteilung mit knapp 500 Mitgliedern und über 30 Mannschaften im Spielbetrieb. „Und wir wachsen noch“, konstatiert Domin. Zulauf im Volleyball ist eher die Ausnahme. ­Aasees Vorsitzender führt die Nachfrage auf Seriosität und hohe Qualität im Trainerbereich zurück. Tatsächlich haben viele Übungs­leiter große Erfahrungsschätze und beste Referenzen. Das spiegelt sich auch in Erfolgen wider. Im Juni vergangenen Jahres führte A-Lizenz-Coach Nils Kaufmann die weibliche U 14 in Brandenburg zur deutschen Vizemeisterschaft. Ein spektakulärer Erfolg. Nicht der einzige bundesweit: Seit Dezember sind Amelie Strothoff und Nikola Schmidt U- 16-Nationalspielerinnen. Dies macht nicht nur die Protagonistinnen und deren privates Umfeld ein bisschen stolz.

1992 hat Hugo Domin die Jugendabteilung im Aaseer Volleyball-Ressort aus der Taufe gehoben. Längst besticht der Stadtteil-Club durch seine Nachhaltigkeit in der Nachwuchsarbeit. Da hat er sogar den Nachbarn und Bundesligisten USC deutlich abgehängt. De facto zählt Aasee zu den größten und erfolgreichsten Talentschmieden im Westdeutschen Volleyball-Verband.

Natürlich kann sich auch der Erwachsenen-Bereich mit fünf Herren- und sieben Damenteams sehen lassen. „Wir sind gut aufgestellt“, erklärt Domin. Und wer weiß: Vielleicht wird es sogar noch besser. Der „Chef“ hat jedenfalls Visionen und mag keine Tür verschließen. „Warum sollen nicht auch die Männer mittel- oder langfristig mal in der 3. Liga spielen?“, fragt er. Domin selbst würde es unterstützen. „Mein Credo war schon immer: Wer aufsteigen will, soll es ver­suchen. Es müssen nur die Rahmenbedingungen stimmen.“

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