Volleyball: Bundesliga Frauen
USC Münster siegt vor Rekordkulisse gegen Straubing

Münster -

Ein-, zweimal wackelte der USC Münster gegen Nawaro Straubing. Doch das Publikum, das an diesem regnerischen Tag so zahlreich wie nie zuvor in der Saison in die Halle gekommen war, half gerne. Am Ende gewann der Gastgeber beim 3:1 wichtige Punkte.

Montag, 25.03.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 15:20 Uhr
Juliane Langgemach begann stark, später musste sie ihren Platz im Mittelblock für Juliet Lohuis räumen.
Juliane Langgemach begann stark, später musste sie ihren Platz im Mittelblock für Juliet Lohuis räumen. Foto: fotoideen.com

In der Not rücken Münsters Volleyball-Fans zusammen. Keine Frage: Der USC hatte zuletzt ein wenig Not. Durch drei Niederlagen in Folge war der Bundesligist auf Platz neun und damit aus dem Kreis der Playoff-Teilnehmer gerutscht. Vorübergehend. Mit dem 3:1 (25:17, 18:25, 25:13, 26:24)-Erfolg am Sonntag über den Zehnten Nawaro Straubing sprang er im Klassement zurück auf Rang sieben. 2021 Zuschauer (Saisonrekord) trieben die Unabhängigen dabei mit großartiger Unterstützung aus temporären Tiefs. Als „sehr wichtig“ ordnete Trainer Teun Buijs den Dreier später ein. Schon Mittwoch (19.30 Uhr) sind die Roten Raben Vilsbiburg am Berg Fidel. Es ist die nächste Herausforderung für den USC.

Münster begann gegen Straubing blitzsauber, nach kaum mehr als 20 Minuten war der erste Satz eingetütet. Juliane Langgemach glänzte nach Zuspielen von Mareike Hindriksen in der Mitte. Die dreiwöchige Pause schien dem Team richtig gut getan zu haben. Es war der erste Eindruck, der zweite belehrte alle eines Besseren.

Tatsächlich war der Schwung schnell raus. Münster verlor im zweiten Abschnitt die Ordnung, bis zum 8:6 ging noch einiges gut, danach brachen die Dämme. Im Angriff wie in der Annahme. Straubing servierte konsequent auf Lina Alsmeier und hatte damit Erfolg. „Lina steckt in den Abiturprüfungen. Es ist gerade schwierig für sie“, erklärte Buijs. Mit Unterstützung von Hindriksen, die der 18-Jährigen gut zuredete, fand Alsmeier den Weg zurück. Und wurde auch an diesem Tag noch sehr, sehr wichtig für die Mannschaft.

 

Münster verlor den zweiten Satz, im dritten kehrte es wieder die Schokoladenseite heraus. In der Mitte spielten nun Juliet Lohuis (für Langgemach) und Marie Schölzel (für Kazmiere Brown). „Es ist gut und wichtig, Alternativen zu haben“, sagte Buijs. Es war nun wieder mehr Zug im Spiel der Gastgeber, was auch an einer weiteren Einwechselspielerin lag: Teresa Mersmann war sehr schnell von null auf hundert. Mit ihrer geballten Erfahrung stabilisierte sie das Spiel ihrer Mannschaft.

Lange flog der USC später auch durch den vierten Satz. Es war nicht immer sehenswert, aber in vielen Aktionen erfolgreich. Zwei kollektive Aussetzer hätten die Mannschaft beinahe aber noch in den Tiebreak gezwungen. Beim 18:13 leistete sich Münster einen 1:6-Lauf zum 19:19. Beim Stande von 24:19 verdaddelte das Team nacheinander fünf Matchbälle. Am Ende zog eine alle aus dem Sumpf, die vorher selbst Hilfe gebraucht hatte: Lina Alsmeier, längst wieder voll fokussiert, zeichnete für die Punkte 25 und 26 verantwortlich.

Drei Fragen an Mareike Hindriksen

Mareike Hindriksen hielt im Zuspiel gegen Straubing die Fäden in der Hand. Später stand sie Rede und Antwort.

...
Zum Thema

Wie gut hat die Wettkampfpause der Mannschaft getan? Hindriksen: Richtig gut. Die Spiele davor waren ziemlich anstrengend und ja nicht gerade erfolgreich. Was war im zweiten Durchgang los? Hindriksen: Wir hatten ein paar Unsicherheiten, ganz wichtig war dann die Reaktion darauf im dritten Satz. Wir waren schnell wieder da. Was ist vor den Playoffs noch möglich? Hindriksen: Ich rechne nicht. Wir haben noch drei schwierige Spiele vor uns. Die wollen wir natürlich alle gewinnen.

...

Es war auch für sie ein Happy End an einem aufregenden Tag mit vielen Wendungen. „Ich habe heute wirklich alles gesehen“, meinte Buijs, „Hochs, Tiefs, am Ende zählt das Ergebnis.“ Kollege Benedikt Frank, selbst einmal Angestellter des USC, trug die Niederlage mit Fassung und stellte das Positive für sein Team heraus: „Wir wollten Münster ärgern. Ich denke, das ist uns auch gelungen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6461827?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F194%2F
Eltern im Anmeldestress
Eine Szene aus dem Kinderprogramm der Ferienstadt Atlantis im Wienburgpark – das ist ein Angebot, für das Eltern ihre Kinder nicht anmelden müssen. Die meisten anderen Angebote müssen Eltern für ihre Kinder teilweise ein ganzes Jahr im Voraus buchen.
Nachrichten-Ticker