Volleyball: 3. Liga Frauen
Der ASV Senden ist abgestiegen

Senden -

Minimal waren die Chancen des ASV Senden gewesen, die Klasse noch zu halten. In der Nachholpartie bei Fortuna Bonn, dem ersten „Endspiel“, hätte der ASV drei Punkte holen müssen. Doch die Sendenerinnen reisten mit einem Notkader an – und der gab beim Favoriten alles.

Freitag, 29.03.2019, 12:50 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 19:56 Uhr
Große Gegenwehr reichte am Ende nicht: Die ASV-Spielerinnen – hier Leonie Hoffmann (v.l.), Pia Schulte-Döinghaus und Doreen Luther – kamen mit einem Punkt zuück aus Bonn. Das war zu wenig für den Klassenerhalt.
Große Gegenwehr reichte am Ende nicht: Die ASV-Spielerinnen – hier Leonie Hoffmann (v.l.), Pia Schulte-Döinghaus und Doreen Luther – kamen mit einem Punkt zurück aus Bonn. Das war zu wenig für den Klassenerhalt. Foto: Christian Besse

„Traurig, vor allem aber müde“ seien seine Spielerinnen auf der nächtlichen Rückfahrt aus dem Rheinland nach Senden gewesen, so Trainer Suha Yaglioglu . Müde, weil die ASV-Volleyballerinnen das Fünf-Satz-Spiel bei Fortuna Bonn und dazu noch die vorherige Hinfahrt, mehrfach unterbrochen durch Staus, in den Knochen hatten. Traurig, weil auch ein beherzter Auftritt mit einem Notkader nichts geholfen hatte.

Mit 2:3 (21:25, 26:24, 25:16, 10:25, 8:15) verloren die Sendenerinnen die Partie und sind damit schon vor dem letzten Spieltag abgestiegen. Nach vier Jahren in der dritten Spielklasse wird die Yaglioglu-Sechs wieder in der Regionalliga aufschlagen.

Dabei waren die Voraussetzungen für einen Klassenerhalt schon vor dem Nachholspiel am Donnerstagabend mehr als ungünstig gewesen. Schon ein 3:2-Sieg des ASV in Bonn wäre zu wenig gewesen und hätte den Abstieg besiegelt, dazu war die Fortuna nicht zuletzt nach deren klarem 3:0 im Hinspiel beim ASV der klare Favorit.

Diese Saison war ein bisschen komisch.

ASV-Trainer Suha Yaglioglu

Und dann die Personalsituation: Mit nur sieben Spielerinnen und ohne Stellerin waren die Sendenerinnen in die ehemalige Bundeshauptstadt gefahren. Zuspielerin Felice-Lyn Lethaus war krank, dazu fehlten Ruth Lichte, Merve Altas und Felicitas Täger , die wegen Studium beziehungsweise Beruf die Reise unter der Woche nicht mitmachen konnten. Die Fortuna dagegen hatte eine volle Bank, 13 Spielerinnen standen Bonn zur Verfügung.

Und dennoch: Nach verlorenem ersten Satz entschieden die Gäste den zweiten knapp für sich, um dann so richtig Gas zu geben. „Im dritten Satz haben wir hervorragend gespielt“, so Trainer Yaglioglu. Mit der 2:1-Satzführung war rechnerisch noch alles drin – doch im vierten Durchgang kam der Bruch. Was den Coach nur bedingt enttäuschte: „Es ist völlig normal, dass nach drei Sätzen ohne Zuspielerin bei einem so kleinen Kader Konzentration und Kraft nicht mehr ausreichen.“ So groß der Frust über das Ergebnis war, so groß war auch der Stolz auf die Sieben: „Sie haben alles gegeben.“

Die Personalmisere am Donnerstagabend, die diesmal vor allem dem Spieltermin geschuldet war, stand dennoch sinnbildlich für die ganze Saison. Vor und während der Spielzeit kamen dem ASV gleich zwei Kapitäninnen abhanden – Marion Koenig wurde schwanger, Viktoria Micke zog aus beruflichen Gründen nach München. Marie Nagel machte die ersten Spiele mit, zog dann aber aus Studiengründen nach Bremen. Felicitas Täger musste in der Rückserie aus beruflichen Gründen kürzer treten. Eine wirklich eingespielte Stammformation kam so nicht zustande. „Diese Saison war ein bisschen komisch“, so Yaglioglus Fazit.

ASV: Althoff, Claassen, Hoffmann, Laubrock, Luther, Peci, Schulte-Döinghaus.

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