Volleyball: Bundesliga Frauen
USC gibt gegen Schwerin noch nicht auf

Münster -

Wenig spricht momentan dafür, dass dem USC Münster im Playoff-Viertelfinale gegen den SSC Palmberg Schwerin eine Überraschung gelingt. Aufstecken will der Außenseiter nach dem 0:3 im ersten Spiel allerdings auf keinen Fall.

Montag, 01.04.2019, 11:44 Uhr
An der Wirkungsstätte ihres Arbeitgebers gehörte SSC-Leihgabe Marie Schölzel zu den Besseren im USC-Team, das beim 0:3 gegen Schwerin um Lauren Barfield und Kimberly Drewniok chancenlos blieb.
An der Wirkungsstätte ihres Arbeitgebers gehörte SSC-Leihgabe Marie Schölzel zu den Besseren im USC-Team, das beim 0:3 gegen Schwerin um Lauren Barfield und Kimberly Drewniok chancenlos blieb. Foto: Dietmar Albrecht

Dem USC Münster droht ein Déjà-vu. Fast genau vor einem Jahr war der Volleyball-Bundesligist mit der leisen Hoffnung zum Playoff-Viertelfinale angetreten, den großen Favoriten SSC Palmberg Schwerin zumindest zu ärgern. Was folgte, war ein klares 0:3 in Spiel eins – wie auch am Sonntagabend, als der USC erneut ohne Satzgewinn nach Hause geschickt wurde und dabei sogar noch sechs Minuten kürzer auf dem Feld stand als am 17. März 2018.

„Schwerin hat seine ganze Klasse ausgespielt. Wir hatten Höhen und Tiefen, haben es aber nicht geschafft, dauerhaft Druck auszuüben“, sagte Münsters Trainer Teun Buijs nach dem 71-minütigen Auftritt in der Palmberg-Arena. Es gab Phasen, da spielte der USC munter mit – wie zu Beginn der Partie oder spät im zweiten Satz, der nach dem 0:8-Start allerdings früh entschieden war. Immer wieder gelang es dem Deutschen Meister der beiden vergangenen Jahre, Münster mit Serien zuzusetzen. „Genau dies wollten wir verhindern. Aber wenn man Schwerin nicht unter Druck nimmt, wird es schwer. Dann hat die Abwehr kaum noch eine Chance“, erklärte Buijs, der die Moral seiner Mannschaft aber hervorhob. „Sie hat gut gekämpft und nicht aufgegeben.“

Unter dem Strich aber war es dann zu wenig, um den Champions-League-Teilnehmer von Bundestrainer Felix Koslowski ernsthaft zu gefährden. Der Plan, Schwerin mit dem Aufschlag in Bedrängnis zu bringen, ging nicht auf. Und da der USC seinerseits in der Annahme Probleme mit den Angaben der Gastgeber hatte, kam er nur schwer in gute Angriffspositionen und zu einfachen Punkten. „Wir müssen uns sicherlich steigern und verbessern. Aber ich habe auch ein paar Sachen gesehen, die gut funktioniert haben. Wenn wir diese wiederholen und weniger Fehler machen, wird es Mittwoch ein anderes Spiel. Zumal wir in eigener Halle spielen. Wir werden weiter alles geben, haben nichts zu verlieren und wollen mutig sein“, so Buijs.

Auch wenn es sich so anhört, sind es nicht bloße Durchhalteparolen, der USC ist weiter im Kampfmodus. Das Problem ist nur: Es ist ein Kampf mit ungleichen Waffen. Der mit Top- ­Spiele rinnen gespickte Luxuskader, in dem am Sonntag die am Knöchel verletzte Britt Bongaerts noch fehlte, verfügt spielerisch über ganz andere Mittel und hat einfach mehr Durchschlagskraft. „Die Power, die Schwerin mit Mckenzie Adams, Kimberly Drewniok oder Jennifer Geerties hat, haben wir noch nicht. Da wollen wir hin, aber das dauert ­seine Zeit. Da braucht man Geduld“, verwies der nieder­ländische Coach auf die Entwicklungsstufe, in der sein junges Team um Lina Alsmeier, Linda Bock, Luisa Keller oder Liza Kastrup in der laufenden Saison steckt.

Nach der Rückkehr in der Nacht zum Montag und ei­ner kurzen Erholungsphase begann schon am Vormittag die Vorbereitung auf das zweite Viertelfinale, nach dem für den USC bereits die Saison beendet sein kann. Momentan spricht alles für ein Déjà-vu, vor einem Jahr schied Münster nach dem zweiten 0:3 aus.

Dies wollen die Unabhängigen am Mittwoch (19.30 Uhr) verhindern und zumindest einen Durchgang gewinnen – wie in den beiden Partien der Hauptrunde – oder gar den Tiebreak erreichen. Vielleicht lässt sich der SSC ja doch noch einmal ärgern.

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