Beachvolleyball: WM
Ziellos nach Hamburg – Cinja Tillmann startet bei Heim-WM

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Cinja Tillmann, gebürtige Sendenerin, und Kim Behrens (Bremen) sind bei der Heim-Weltmeisterschaft in Hamburg am Start. Dass beide gelernte Abwehrspielerinnen sind, müsse gar kein Nachteil sein, meint die 27-Jährige.

Donnerstag, 27.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 19:06 Uhr
Ab morgen bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft im eigenen Land im Einsatz: die Sendenerin Cinja Tillmann.
Ab morgen bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft im eigenen Land im Einsatz: die Sendenerin Cinja Tillmann.

„Wenn man erst seit ein paar Monaten gemeinsam auf dem Court steht, dann rechnet man ja ehrlicherweise nicht damit, zur WM zu fahren“, erklärt Cinja Tillmann . Und doch, so kam es. Dank der vielen Punkte, die die Sendenerin und Kim Behrens (Bremen) 2018 – damals noch mit anderen Partnerinnen – sammelten, sind Tillmann/Behrens für die heute in Hamburg beginnende Weltmeisterschaft im Beachvolleyball qualifiziert – als eines von fünf deutschen Damen-Duos.

Das vorläufige Karriereende von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst hatte eine wahre Flut an Umbesetzungen ausgelöst. Sandra Ittlinger, mit der sich Behrens eigentlich für die Spiele 2020 in Tokio qualifizieren wollte, spielt nun an der Seite von Chantal Laboureur, Tillmanns Ex-Partnerin Teresa Mersmann tritt inzwischen berufsbedingt kürzer.

Erste Senioren-Weltmeisterschaft

Weil Tillmann und Behrens nicht die Allerlängsten sowie beide gelernte Abwehrspielerinnen sind, hört man immer wieder, das Ganze sei wohl eher eine „Verlegenheitslösung“. Was ein bisschen despektierlich klingt, immerhin zählen die Sendenerin und die Hansestädterin seit einer halben Ewigkeit zur nationalen Spitze. Auch international hat Tillmann, deren (Hallen-)Karriere beim örtlichen ASV begann, bereits in jungen Jahren reüssiert. Nur die Teilnahme an einer Senioren-WM fehlte bislang in der Vita der 27-Jährigen.

„Jeden Moment genießen“

Insofern nimmt man der Novizin gern ab, „dass wir kein persönliches Ziel ausgegeben haben“ Außer das naheliegende: „jeden Moment genießen“. Was beim Quasi-Heimspiel – Hamburg ist der Hauptstützpunkt der Nationalteams – kaum schwer fallen dürfte. 13 000 Zuschauer im Tennisstadion am Rothenbaum, Abendspiele unter Flutlicht: Gänsehaut – auch bei 30 Grad und mehr – garantiert.

Apropos: Da Behrens und sie sich im Hinterfeld abwechseln und nicht eine immerzu ans Netz spurtet, könnte der vermeintliche Nachteil, ohne Blockspezialistin zu agieren, dem Duo vielleicht sogar zum Vorteil gereichen, glaubt Tillmann: „Bei hohen Temperaturen sparen wir so vielleicht ein paar Körner.“ Auch wenn das Erreichen des Sechzehntelfinales für die Mathe-Studentin und ihre Mitstreiterin eine Rechnung mit etlichen Unbekannten ist: „Natürlich hätten wir nichts gegen ein Weiterkommen. Jeder Tag bei der Heim-WM zählt.“

Ihr erstes Match bestreiten Tillmann/Behrens am Samstag, 16 Uhr, gegen Joana Heidrich/Anouk Vergé-Depré (Schweiz). Tags darauf, 14 Uhr, wartet die uruguayische Paarung Maria Florencia Rotti/Camila Bausero. Und am Dienstag, 14 Uhr, messen sich die beiden Deutschen mit den Weltranglistendritten Heather Bensley/Brandie Wilkerson (Kanada). Bis zu drei Duos je Gruppe erreichen die K.o.-Runde (ab Mittwoch).

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