Beachvolleyball: DM
Weitere Störfeuer unerwünscht – Für Cinja Tillmann zählt nur der Sport

Senden -

Von Freitag bis Sonntag steht in Timmendorfer Strand das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft an. Cinja Tillmann freut sich auf die Veranstaltung – auch weil dadurch der anhaltende Streit mit dem Verband für den Moment in den Hintergrund rückt.

Mittwoch, 28.08.2019, 17:43 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 18:01 Uhr
Wollen – wie hier bei der WM – auch beim Turnier in Timmendorfer Strand jubeln: die Sendenerin Cinja Tillmann (r.) und Kim Behrens.
Wollen – wie hier bei der WM – auch beim Turnier in Timmendorfer Strand jubeln: die Sendenerin Cinja Tillmann (r.) und Kim Behrens. Foto: Witters

Man hätte von Beachvolleyballerin Cinja Tillmann ja schon gern gewusst, wie denn im Streit mit dem Verband aktuell der Stand der Dinge ist. Warum das Ganze so eskalieren konnte. Ob DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand auf der einen Seite und Tillmann sowie Kim Behrens auf der anderen jemals wieder zusammenfinden, nachdem – auch über die Medien – einiges an Porzellan zerschlagen wurde. Doch die Sendenerin sagt zu all dem: nichts. Sie beantworte nur Fragen, „die sich auf das Sportliche beziehen“.

Jetzt reden die Anwälte

Man kann das nachvollziehen. Immerhin handelt es sich um ein schwebendes Verfahren, ab jetzt haben die Juristen das Wort. Gegenüber der FAZ hatte der Anwalt von Tillmann/Behrens Anfang der Woche erklärt, seinen Mandantinnen seien mindestens 25 000 US-Dollar durch die Lappen gegangen, weil der DVV sie für sechs Turniere trotz sportlicher Befähigung nicht nominiert hatte. Der Grund: Hildebrand traut den übrigen vier Nationalteams eher zu, sich für Olympia im kommenden Jahr zu qualifizieren.

Dass sich die ehemalige Spielerin des ASV Senden, die im Sand wie in der Halle für das Team 48 Hildesheim antritt, und Behrens (OSC Baden-Württemberg) dazu inzwischen öffentlich nicht mehr äußern, dürfte auch damit zu tun haben, dass der anhaltende Streit an den Nerven gezehrt hat. Schließlich gilt die volle Konzentration dem DM-Finale ab Freitag in Timmendorfer Strand, nach der Heim-WM in Hamburg der Höhepunkt des Jahres. Weitere Störfeuer unerwünscht.

Letzter Versuch: Ob Tillmann aus dem Hickhack zusätzliche Motivation im Ostseebad zieht? „Nullkommanull. Jede Motivation ziehen wir daraus, dass es der wichtigste Wettkampf auf nationaler Ebene ist. Auch wegen der Wahnsinnsatmosphäre und der vielen Zuschauer.“

Ziel: Platz fünf

Und das Ziel? „Unseren Setzplatz bestätigen.“ Als Fünfte reisen Tillmann/Behrens an, punktemäßig knapp hinter den vier Duos, denen der Sportdirektor international den Vorzug gibt. Favoriten? „Karla Borger und Julia Sude vielleicht, die waren zuletzt ziemlich konstant“, meint die 28-Jährige.

Ansonsten: alles offen. 2018 waren Tillmann und ihre damalige Partnerin Teresa Mersmann Dritte, einen Platz hinter Kim Behrens/Sandra Ittlinger. Die Generalprobe in Kühlungsborn („15 Grad, strömender Regen“) haben Tillmann/Behrens gewonnen. Das zeige ja, „dass wir auf einem guten Weg und für die DM gerüstet sind“.

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