Volleyball: Bundesliga Frauen
Dreikampf zwischen Stuttgart, Schwerin und Dresden – und der USC?

Münster -

Die Frage nach den Titelanwärtern ist schnell beantwortet: Stuttgart, Schwerin und Dresden – das sind die üblichen Kandidaten in der Frauen-Bundesliga. Die Verfolgergruppe nimmt das Halbfinale ins Visier. Ein Ziel, das auch der USC Münster nicht aus den Augen verloren hat.

Donnerstag, 03.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 16:20 Uhr
Der Vizemeister als erster Herausforderer: Der SSC Palmberg Schwerin um Kimberly Drewniok (l.), Anna Pogany und Mckenzie Adams (r.) gehört zu den Titelkandidaten und will Allianz MTV Stuttgart vom Bundesliga-Thron stoßen.
Der Vizemeister als erster Herausforderer: Der SSC Palmberg Schwerin um Kimberly Drewniok (l.), Anna Pogany und Mckenzie Adams (r.) gehört zu den Titelkandidaten und will Allianz MTV Stuttgart vom Bundesliga-Thron stoßen. Foto: Jürgen Peperhowe

Und dann werden doch wieder die üblichen Verdächtigen genannt: Allianz MTV Stuttgart , der SSC Palmberg Schwerin und der Dresdner SC . Aus diesem kleinen Kreis kommt der Deutsche Volleyball-Meister 2020. Damit rechnet jedenfalls Kim Renkema , Sportdirektorin beim Titelverteidiger Stuttgart. Sie sagt: „Das sind die drei Favoriten auf den Titel.“

Nun, es ist tatsächlich schwierig, in den feinen Zirkel der nationalen Vorzeigevereine einzudringen. Die LiB Aachen haben dies im letzten Jahr geschafft, als sie Dresden im Playoff-Viertelfinale vom Gleis schoben. Es war eine Sensation. Und für Dresden gewiss Herausforderung, die Dinge schnellstmöglich zu korrigieren. Mit sieben Neuen, darunter die ehemalige Nationalmannschaftslibera Lenka Dürr, will der DSC zurück an die Fleischtöpfe. Das Vertrauen in Trainer Alexander Waibl ist dabei ungebrochen. Der 51-Jährige geht in sein elftes Jahr und ist dienstältester Coach im Oberhaus.

Wie für Dresden endete auch für Schwerin die vergangene Spielserie in Moll. Im Playoff-Finale ließ sich der Champion von 2017 und 2018 diesmal von Stuttgart entthronen. Die Schwaben sind für SSC-Coach Felix Koslowski auch aktuell Favorit. Der 35-Jährige, der in Personalunion auch die Nationalmannschaft betreut, erwartet eine sehr spannende Saison: „Die Liga wird immer ausgeglichener. Stuttgart, Dresden und Aachen sind alles Top-Vereine, die es zu jeder Zeit mit uns aufnehmen können.“

Dresden und Schwerin bleiben verbal in der Defensive, auch wenn niemand in Mecklenburg-Vorpommern die eigenen großen Ambitionen verhehlen kann. Stuttgart geht die Dinge offensiver an. Renkema erklärte im Fachblatt „Volleyball-Magazin“: „Wir werden versuchen, den Meistertitel zu verteidigen und in Europa eine immer bedeutendere Rolle einzunehmen.“ Schon in der vergangenen Saison setzten die Schwaben als Viertelfinalist in der bärenstarken Champions League ein Ausrufezeichen.

Vielleicht kommt es wirklich so, dass Stuttgart, Schwerin und Dresden die Bundesliga wieder einmal – seit 2011 ging der Titel immer an eines dieser drei Teams (fünfmal SSC, dreimal DSC, einmal MTV) – dominieren. Und dahinter?

Aachen lauert ganz gewiss. Und den SC Potsdam muss man unbedingt auf dem Zettel haben. Die Brandenburgerinnen haben zwar Starangreiferin Marta Drpa verloren, aber mit den Zuspielerinnen Valerie Nichol (LKS Lodz) und Denise Imoudo sowie Nationalspielerin Lisa Gründing (beide Aachen) bemerkenswertes neues Potenzial geholt.

Im „Volleyball-Magazin“ werden auch dem VC Wiesbaden und den Roten Raben Vilsbiburg Chancen auf den vierten Halbfinalplatz eingeräumt. Der USC Münster findet keine Erwähnung. Ob es eine realistische Einschätzung ist, wird sich weisen. Es liegt am jungen USC-Team und Trainer Teun Buijs, die Experten zu korrigieren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6973801?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F194%2F
Stadtfest-Auftritt von Roland Kaiser ausverkauft
"Münster mittendrin": Stadtfest-Auftritt von Roland Kaiser ausverkauft
Nachrichten-Ticker