Volleyball: Bundesliga Frauen
Saisonstart für den USC Münster: Mutig gegen Meister Stuttgart

Münster -

Auf geht es in die Bundesliga-Saison 2019/20: Der USC Münster legt mit einem Heimspiel los, kein Geringerer als der Deutsche Meister aus Stuttgart kommt als Premierengast an den Berg Fidel. Die Rollen sind klar verteilt, doch wie schon die LiB Aachen wollen auch die Unabhängigen überraschen.

Freitag, 04.10.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 11:35 Uhr
Energisch und mutig will der USC um Kapitänin Barbara Wezorke dem Meister aus Stuttgart begegnen.
Energisch und mutig will der USC um Kapitänin Barbara Wezorke dem Meister aus Stuttgart begegnen. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit einer faustdicken Überraschung hat die Bundesliga-Saison 2019/20 begonnen. In heimischer Halle unterlag der SSC Palmberg Schwerin, seines Zeichen Vizemeister, den LiB Aachen mit 2:3. Ein Ausrufezeichen der Schwarz-Gelben. Ein solches würde natürlich auch der USC Münster in seiner Auftaktpartie am Samstag (19.30 Uhr) setzen, wenn der Deutsche Meister Allianz MTV Stuttgart am Berg Fidel gastiert.

Eine „positive Anspannung“ (USC-Coach Teun Buijs ) ist kurz vor dem Start rund um den Berg Fidel zu spüren, nach der neunwöchigen Vorbereitung sind Mannschaft und Trainerteam heiß auf das erste Pflichtspiel. „Wir freuen uns sehr darauf, dass es am Samstag endlich losgeht. Wir haben nichts zu verlieren und können absolut frei und ohne Druck aufspielen“, sagt Mittelblockerin Barbara Wezorke , die den USC als Kapitänin auf das Feld führen wird. Und dass der Underdog durchaus in der Lage ist, ein Top-Team zu bezwingen, zeigt das Beispiel von Aachen. „Es ist sicher ein kleiner Vorteil, dass wir so früh in der Saison gegen Stuttgart spielen“, sagt Buijs mit Blick auf den Umbruch beim MTV. Wichtige Leistungsträgerinnen wie Jana Franziska Poll, Deborah van Daelen, Mallory McCage oder zuletzt Zuspielerin Kathleen Weiß verließen die Schwaben, neun neue Gesichter tummeln sich dafür im Kader von Coach Giannis Athanasopoulos. Er hatte die schwierige Aufgabe, in relativ kurzer Zeit – fünf Nationalspielerinnen waren während der EM mit ihren Heimatländern gefordert – ein homogenes Team zu formen. „Stuttgart ist sicher auch noch unterwegs und auf der Suche nach einer Stammsechs“, sagt Buijs, dem nur wenig Material für eine exakte Gegnervorbereitung zur Verfügung stand. „Es ist nicht einfach. Aber wir haben einen Plan. Und dazu werden wir Coaches unsere Augen offenhalten und im Spiel schauen, wo Stuttgart Schwächen hat. Dann können wir reagieren“, so Buijs.

Personell ist der Niederländer sorgenfrei, alle zwölf Spielerinnen sind einsatzbereit. Mit Ivana Vanjak, Lina Alsmeier, Luisa Keller sowie Wezorke und Linda Bock als Libera scheint ein Großteil der Startformation gesetzt. Spannend bleibt die Besetzung zweier Positionen: Im Zuspiel hat Buijs die Wahl zwischen Taylor Nelson und Sarah van Aalen, im Block bewerben sich Juliane Langgemach und Demi Korevaar um den Platz neben der Kapitänin. „Wir können alle Spielerinnen auf das Feld bringen und haben durch Doppelwechsel einige Möglichkeiten“, sagt Buijs.

Wir wollen etwas Zählbares holen und werden sehr großen Kampfgeist zeigen.

USC-Coach Teun Buijs

Mit dem jüngsten Kader der Liga (Durchschnittsalter unter 22 Jahre) hat der 59-Jährige noch kein konkretes Saisonziel formuliert, einer ersten Besprechung am Dienstag soll noch eine zweite folgen. „Wir haben einige Dinge thematisiert, die wir noch spezifizieren wollen. Aber es ist kein Geheimnis, dass jede Mannschaft aus der Mittelgruppe der Liga das Traumziel Platz vier hat und eines der drei Top-Teams schlagen will“, erklärt Buijs. Aachen hat vorgemacht, wie es geht. Mut ist gefragt. „Mal schauen, ob wir es auch schaffen. Wir wollen etwas Zählbares holen und werden sehr großen Kampfgeist zeigen“, so Buijs, der gegen einen zweiten Paukenschlag zum Bundesliga-Start nichts hätte.

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