Volleyball
Sina Fuchs: In Alcobendas angekommen

Lüdinghausen -

Wenige Monate nach ihrem Wechsel zum VC Alcobendas hat sich Sina Fuchs in Spanien eingelebt. Die Volleyballerin aus Lüdinghausen, Ex-Spielerin der Bundesligisten Münster und Wiesbaden, hatte zunächst jedoch mit Umstellungen zu kämpfen.

Mittwoch, 01.01.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 17:40 Uhr
Sina Fuchs (r.) im Weihnachtsurlaub mit ihrer jüngeren Schwester Pia, die für den gemeinsamen Heimatverein Union Lüdinghausen in der Regionalliga aufschlägt.
Sina Fuchs (r.) im Weihnachtsurlaub mit ihrer jüngeren Schwester Pia, die für den gemeinsamen Heimatverein Union Lüdinghausen in der Regionalliga aufschlägt. Foto: Christian Besse

Penélope Cruz und Mario Suárez haben eines gemeinsam: Die Hollywoodschauspielerin und der Fußballprofi stammen beide aus Alcobendas, einer 115. 000 Einwohner zählenden Stadt 13 Kilometer nördlich von Madrid. Dort wohnt seit wenigen Monaten Sina Fuchs . Die Volleyballspielerin aus Lüdinghausen, früher unter anderem für Bundesligist USC Münster am Netz, ist im September vom USC-Konkurrenten 1. VC Wiesbaden in die spanische erste Liga gewechselt, zum CV Alcobendas.

„Nach der vergangenen Saison hatte ich meiner Managerin gesagt, dass ich gerne meine Fühler ins Ausland ausstrecken würde“, erzählt die 27-jährige Fuchs. „Meine Managerin wohnt selbst in Spanien kennt den Trainer von Alcobendas, Guillermo Gallardo .“ Gallardo kannte die Lüdinghauserin zwar nicht persönlich, als ehemaliger Trainer der USC-Konkurrenten Vilsbiburg und Straubing war ihm der Name Sina Fuchs dennoch ein Begriff.

Der Wechsel nach Spanien zog für sie eine nicht unerhebliche Umstellung nach sich. „Andere Liga, anderes Land, andere Sitten“, fasst die 1,80 Meter große Außenangreiferin sie zusammen. „Das Trainingspensum ist zwar kleiner als in Deutschland, aber nicht weniger intensiv. Und das Krafttraining ist anders.“

Andere Liga, anderes Land, andere Sitten.

Sina Fuchs

Auch sprachlich stand die gebürtige Lüdinghauserin zunächst vor einer nicht gerade kleinen Herausforderung: „Ich habe zwar in Wiesbaden zuletzt ein wenig Spanisch gelernt, obwohl ich zu der Zeit noch gar nicht wusste, dass es mich dorthin verschlagen würde.“

Doch die praktische Kommunikation mit ihren CV-Kolleginnen war anfangs schwierig, zumal sie zunächst die einzige Spielerin war, deren Heimatsprache nicht Spanisch war. Da half und hilft es, dass der ehemalige Bundesliga-Trainer Gallardo neben seiner Muttersprache und Englisch auch Deutsch beherrscht.

Eine weitere Umgewöhnung: „Alcobendas spielt in einer Einfachhalle, manchmal schauen gerade einmal 100 Leute zu. Das Publikumsinteresse ist bei weitem nicht so groß wie beim USC oder in Wiesbaden, wo wir vor 2000 Leuten gespielt haben.“

In Wiesbaden musste ich eher darum kämpfen, jedes Mal auf dem Parkett zu stehen.

Sina Fuchs

Doch damit kann die 27-Jährige, deren Karriere durch einen Kreuzbandriss 2010 und eine weitere Knieverletzung drei Jahre später gleich zwei Mal aus dem Tritt gekommen war, gut leben. „In Alcobendas bin ich Stammspielerin. In Wiesbaden musste ich eher darum kämpfen, jedes Mal auf dem Parkett zu stehen.“

Die langjährige Bundesligaspielerin ist in der spanischen ersten Liga angekommen. „Wir haben eine super Hinrunde hinter uns“, blickt sie zurück. Aktuell steht der CV Alcobendas auf dem vierten Tabellenplatz, der vierte Rang würde am Ende für eine Teilnahme an den Playoffs, Platz sechs für eine Teilnahme am nationalen Pokalwettbewerb reichen.

Der Vertrag von Sina Fuchs läuft noch bis zum Saisonende, je nach Verlauf bis März oder April 2020. Ob sie auch 2020/21 für Alcobendas auflaufen wird, steht noch nicht fest. „Im Januar oder Februar“ gebe es erste Gespräche mit ihrer Managerin und dem Verein. Aber, so Fuchs: „Das ist ein kleiner, familiärer Club, er hat ein kleines Budget.“ Die 27-Jährige ist flexibel, hätte auch mit einen weiterem Verlauf ihrer Karriere bei einem anderen Verein wenig Probleme. Andererseits: „Ich kann mir vorstellen, in Spanien zu bleiben. Mir gefallen Land und Leute.“

Den Weihnachtsurlaub hat Sina Fuchs bei ihrer Familie im heimischen Lüdinghausen verbracht. Inzwischen ist sie wieder in Spanien, Silvester feierte sie in Alcobendas. Doch noch im alten Jahr, am vergangenen Montag, stand bereits das erste Training auf dem Programm. Und am kommenden Samstag (4. Januar) starten Fuchs und Co schon in die Rückrunde.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7162731?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F194%2F
Nachrichten-Ticker