Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Dominik Münch vom BSV Ostbevern: „Sind nicht mehr so unbefangen“

Ostbevern -

Seit fünf Spielen hat der BSV Ostbevern nicht mehr gewonnen. Im Interview spricht Trainer Dominik Münch über die Negativserie, über die internen Diskussionen darüber und über die kommenden, womöglich entscheidenden Spiele.

Donnerstag, 30.01.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 11:49 Uhr
Gerne würde Dominik Münch auch am Spielende mal wieder die Faust ballen. Seine Zweitliga-Mannschaft hat in den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt geholt.
Gerne würde Dominik Münch auch am Spielende mal wieder die Faust ballen. Seine Zweitliga-Mannschaft hat in den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt geholt. Foto: Aumüller

Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern stehen in der 2. Bundesliga Nord auf dem vorletzten Platz, vier Punkte vor dem rettenden Ufer. Sie haben die letzten fünf Spiele verloren und in dieser Zeit nur einen Punkt geholt. Am kommenden Sonntag (16 Uhr, Beverhalle) erwartet der Aufsteiger den amtierenden Meister und Tabellenvierten Skurios Volleys Borken. Im Interview spricht BSV-Trainer Dominik Münch über die Negativserie, über die internen Diskussionen darüber und über die kommenden, womöglich entscheidenden Spiele.

Muss man jede der letzten fünf Niederlage einzeln betrachten oder ist das ein allgemeiner Trend?

Münch: Wir haben fünfmal am Stück verloren und wurden fünfmal nicht für das belohnt, was wir investiert haben. Ich sehe das aber eher in einem Saisonzusammenhang. Die fünf Spiele hatten einen unterschiedlichen Charakter und unterschiedliche Verläufe. Was sie gemeinsam hatten: Es ist für uns schwerer geworden, in der 2. Liga zu punkten. Viele Mannschaften haben sich mittlerweile gefunden. Und wir sind nicht mehr so unbefangen in die Spiele gegangen wie am Anfang der Saison. Wir befinden uns in einer Phase, die belegt, dass wir am Limit sind, um Punkte holen und den Klassenerhalt schaffen zu können. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass es für uns eine ungewohnte Erfahrung ist, mehrere Spiele hintereinander zu verlieren. Das hatten wir in den letzten Jahren ja gar nicht.

Trainieren Sie weiter wie bisher oder versuchen Sie, gezielt gegenzusteuern?

Münch: Dass es mal so passiert wir in den letzten Wochen, überrascht uns nicht. Das hatten wir vor der Saison erwartet. Es war ja auch ein Ziel, uns mit solchen Situationen auseinanderzusetzen, daran zu wachsen und uns nicht auseinanderdividieren zu lassen. In diesem Prozess sind wir gerade, und das macht die Mannschaft sehr gut. Es wird sehr konstruktiv und offen darüber geredet, es gibt keine Vorwürfe. Ich sehe das als Nicht-Unterkriegen-Lassen und nicht als Durchhalteparolen. Wir sprechen dabei über viele Details. Wir hinterfragen auch, ob die Vorbereitung aufs Spiel gut war, und versuchen, daraus Trainingsschwerpunkte zu setzen. Im Moment ist das auch viel Kopfarbeit.

Ist die Tabellensituation ein Thema in der Kabine?

Münch: Wir haben am Dienstag gut anderthalb Stunden miteinander gequatscht und dabei ausgiebig verschiedene Themen besprochen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Spielerinnen im Moment am wenigsten daran interessiert sind, dass sie Vorletzter sind und wie viele Punkte der Abstand zu irgendwelchen Tabellenplätzen beträgt. Wir wollen auch in der 2. Liga Spaß haben. Es wurmt uns, dass wir zurzeit nicht belohnt werden. Es macht aber auch so Bock, wir resignieren ja ganz und gar nicht. Am Mittwoch zum Beispiel haben wir super trainiert.

Nach dem Spiel gegen Borken trifft der BSV auf Essen, RPB Berlin und VCO Berlin – also auf direkte Konkurrenten. Ist das schon die entscheidende Phase in dieser Saison?

Münch: Die entscheidende Phase für was? Wenn es um Punkte für den Klassenerhalt geht, ist es wahrscheinlich, dass es für uns schwieriger wird, gegen Stralsund oder Köln zu punkten. Aber es ist ja noch alles möglich. Am letzten Wochenende hat Rotation(RPB Berlin, die Redaktion) gegen Leverkusen gewonnen. Wir wollen jedes Spiel in der 2. Liga als Erlebnis empfinden. Das ist uns in dieser Saison auch sehr oft gelungen. Und das wollen wir auch in den Spielen gegen Mannschaften wie Borken so erleben.

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