Volleyball: 2. Bundesliga Frauen
BSV Ostbevern gegen RPB Berlin ganz ohne Hysterie

Ostbevern -

Dieses Heimspiel ist nicht ganz unwichtig: Der BSV Ostbevern erwartet mit RPB Berlin einen direkten Nachbarn im Tabellenkeller. Beide Mannschaften haben zuletzt nicht viel gerissen. Von Hysterie ist der BSV aber ganz, ganz weit entfernt.

Donnerstag, 20.02.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 15:46 Uhr
Maike Rüdingloh (Nummer 13) war in dieser Woche krank. Der BSV plant die Mittelblockerin aber fest ein.
Maike Rüdingloh (Nummer 13) war in dieser Woche krank. Der BSV plant die Mittelblockerin aber fest ein. Foto: Aumüller

Innerhalb von acht Tagen können die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern der Saison eine neue Richtung geben. Am morgigen Samstagabend treffen sie in der Beverhalle auf RPB Berlin und genau eine Woche später in Berlin auf den VC Olympia – also auf den Drittletzten und den Letzten der 2. Bundesliga Nord. Zwischen diesen beiden Mannschaften steht Ostbevern, drei Punkte hinter RPB und sechs hinter einem Nichtabstiegsplatz.

Da könnte man als Verein schon mal auf die Idee kommen, die große Woche der Wahrheit mit zwei vorweggenommenen Endspielen auszurufen. Beim BSV, der die 2. Liga stets als Abenteuer bezeichnet hat, sind sie von Zuspitzungen dieser Art weit entfernt. Vor dem Heimauftritt gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg sagt Dominik Münch : „Es bringt ja nichts, darüber nachzudenken, dass es ein Tabellennachbar ist und was passieren würde, wenn wir nicht gewinnen.“

Wichtig ist, dass wir uns mal wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen.

Dominik Münch

„Wir haben noch sieben Spiele, das ist fast ein Drittel der Saison“, rechnet der Trainer vor. „Ob wir weiter 2. Liga spielen können, wissen wir nicht. Wichtig ist, dass wir uns mal wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen, damit es uns dann wieder leichter fällt, an unsere Chancen zu glauben.“ Das ist nachvollziehbar nach jetzt sieben Niederlagen in Folge. Nur einen Punkt hat der Aufsteiger in dieser Zeit geholt. Zuletzt beim 1:3 in Essen lief nicht viel zusammen. In einer kurzen Video-Auswertung von diesem Match haben Münch und Co-Trainer Frank Brockhausen den Schwerpunkt auf den Bereich Block/Abwehr gelegt – ein Knackpunkt in Essen. „Da waren wir zu fehlerhaft, da hatten wir zu wenig Harmonie“, so Münch.

Erst ein Auswärtsspiel gewonnen

Über das spielfreie Wochenende waren einige Teammitglieder im Kurzurlaub. Vor dem Heimspiel am Karnevalssamstag bangt der BSV noch um den Einsatz von Maike Rüdingloh. Sie war in dieser Woche krank. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass sie ausfällt“, sagt Münch über die Mittelblockerin. Weil Vittoria Ritt aus der zweiten Mannschaft dabei ist, setzt Lara Spieß diesmal aus.

Die Berlinerinnen haben in den letzten fünf Partien auch nur einmal gewonnen (gegen Bayer Leverkusen). „Rotation hatte einige Ausfälle und musste immer wieder improvisieren“, so Münch. „Ich kann nicht sagen, in welcher Verfassung die Mannschaft zu uns kommt und wie anstrengend die Anreise für sie ist.“

Auffällig: RPB hat nur ein Auswärtsspiel gewonnen, und das beim BBSC Berlin. Seine Siege hat das Team zu Hause geholt, auch in der Hinrunde gegen Ostbevern mit 3:2. „Da haben wir es gut gemacht“, so der BSV-Trainer. „Wir waren stark über die Mitte und haben gute Erinnerungen an das Spiel.“ Vielleicht hilft das ja, um jetzt die Wende einzuleiten.

 

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