Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Wiebke Silge im Interview: Wieder Lust auf mehr

Ostbevern -

2017 war Wiebke Silge zum BSV Ostbevern zurückgekehrt. In diesem Sommer verlässt die Mittelblockerin den Volleyball-Zweitligisten wieder. Die 56-fache Nationalspielerin zieht es zum Schweizer Erstligisten VC Kanti Schaffhausen. Im Interview spricht die 23-Jährige über ihre Pause vom Profi-Volleyball und ihren neuen Verein.

Samstag, 25.04.2020, 06:17 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 11:24 Uhr
Wiebke Silge – hier mit Trainer Dominik Münch vor den Fans – hatte in den vergangenen drei Jahren beim BSV Ostbevern häufig Grund zum Feiern.
Wiebke Silge – hier mit Trainer Dominik Münch vor den Fans – hatte in den vergangenen drei Jahren beim BSV Ostbevern häufig Grund zum Feiern. Foto: Karl-Heinz Kock

2017 war Wiebke Silge zum BSV Ostbevern zurückgekehrt. In diesem Sommer verlässt die Mittelblockerin den Volleyball-Zweitligisten wieder. Die 56-fache Nationalspielerin zieht es zum Schweizer Erstligisten VC Kanti Schaffhausen. Im Interview spricht die 23-Jährige über ihre Pause vom Profi-Volleyball und ihren neuen Verein.

Mit dem BSV sind Sie zweimal Vizemeister in der 3. Liga geworden und in die 2. Liga aufgestiegen. Als einziges Teammitglied mit Bundesliga-Erfahrung: Wie lautet Ihr Fazit für die Ostbeverner Premierensaison in der 2. Liga?

Silge: Meiner Meinung nach haben wir uns als Aufsteiger insgesamt gut geschlagen und gezeigt, dass wir auf Zweitliga-Niveau mithalten können. Als Mannschaft haben wir im Vergleich zur 3. Liga einen großen Schritt nach vorne gemacht. Außerdem finde ich es großartig, was dieser kleine Verein alles auf die Beine stellt. Das Umfeld, in dem die Spiele ausgetragen wurden, war nahezu perfekt. Einen großen Dank an alle Helfer und natürlich auch an die Fans, die uns immer tatkräftig unterstützt haben und ohne die das Abenteuer 2. Liga für uns nicht möglich gewesen wäre.

Sie haben sich jetzt entschieden, doch noch einmal auf Topniveau anzugreifen. Wie kam es dazu?

Silge: Der Spaß am Spiel, den ich zwischenzeitlich vermisst habe, kam während der Zeit beim BSV wieder zurück. Besonders die letzte Saison in der 2. Liga hat Lust auf mehr gemacht, und da sich mein Studium dem Ende nähert, möchte ich jetzt die Chance nutzen, mich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen.

Warum wechseln Sie zum VC Kanti Schaffhausen in die Schweiz?

Silge: Der Club spielt ambitioniert und erfolgreich in der 1. Schweizer Liga, und mit dem Trainer Nicki Neubauer war ich schon einmal mit der Nationalmannschaft unterwegs. Generell mag ich die Schweiz mit ihrer Natur und den Bergen sehr gerne. Ich freue mich darauf, eine neue Liga kennen zu lernen. Ein weiterer Grund, der mich in den Süden zieht, ist, dass mein Freund momentan in Österreich wohnt.

2011 haben Sie erstmals Abschied genommen vom BSV, als Sie an den Bundesstützpunkt Münster gegangen sind. Erinnern Sie sich noch, mit welchen Gefühlen der Wechsel damals verbunden war? Und gibt es Unterschiede zu heute?

Silge: Damals war es ein riesiger Schritt für mich. Mit 15 Jahren von zu Hause auszuziehen, in eine neue Stadt und zu einer neuen Schule zu gehen, da hatte ich anfangs schon ein mulmiges Gefühl. Aber ich wollte die Chance nutzen und wusste, ich kann immer zurückkommen. Das hat mir Sicherheit gegeben. Heute ist die Distanz ja viel größer, jedoch fühlt es sich für mich nicht so ungewiss an. Jetzt habe ich all die Erfahrungen, die ich schon gemacht habe, im Gepäck. Ich freue mich auf das, was mich erwartet. Allerdings fällt mir der Abschied auch nicht leicht.

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