Volleyball: 2. Bundesliga Nord
BSV Ostbevern stellt Lizenzantrag für 2. Liga

Ostbevern -

Der wirtschaftliche Rahmen passt, fast alle Sponsoren bleiben: Der BSV Ostbevern hat fristgerecht in Berlin die Lizenzunterlagen für die 2. Bundesliga eingereicht. Die Gespräche mit möglichen Neuzugängen laufen noch. Den Schwerpunkt will der BSV aber weiter auf die Nachwuchsförderung setzen.

Samstag, 16.05.2020, 06:33 Uhr aktualisiert: 16.05.2020, 06:40 Uhr
Zweitliga-Volleyball vor großer Kulisse – das soll es in Ostbevern auch in der nächsten Saison geben.
Zweitliga-Volleyball vor großer Kulisse – das soll es in Ostbevern auch in der nächsten Saison geben. Foto: Aumüller

Anfang April haben sich die BSV-Volleyballerinnen dazu entschlossen, weiter in der 2. Bundesliga aufschlagen zu wollen. Sie standen beim frühzeitigen Saisonabbruch wegen der Corona-Krise zwar auf einem Abstiegsplatz in der Nord-Staffel, dürfen aber in der Liga bleiben, weil sie den Klassenerhalt theoretisch noch hätten schaffen können.

Seit der Entscheidung der Mannschaft herrscht bei den Verantwortlichen ein reges Treiben, um die Herausforderung auch in der zweiten Saison im Bundesliga-Unterhaus zu realisieren, heißt es in einer Mitteilung des BSV. Dabei gehe es einerseits um die Frage, wie sich der Club sportlich aufstellt, andererseits um die wirtschaftliche Seite der Lizenzierung – gerade in Krisenzeiten wie diesen. An Freitag endete die Frist, um bei der Volleyball-Bundesliga (VBL) die Lizenz für die neue Spielzeit zu beantragen. Der BSV geht den nächsten Schritt und hat die notwendigen Unterlagen in Berlin eingereicht.

Wir freuen uns sehr, dass fast alle bisherigen Sponsoren ihre Zusage für die neue Saison gegeben haben.

Norbert Horstmann

„Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit freuen wir uns sehr, dass fast alle bisherigen Sponsoren ihre Zusage für die neue Saison gegeben haben“, vermeldet Norbert Horstmann , in der Abteilungsspitze zuständig für Marketing und Sponsoring. „In den aktuellen Corona-Zeiten ist das absolut nicht selbstverständlich. Ich bin schwer beeindruckt und freudig bewegt, wie sehr unsere Sponsoren zu uns stehen und uns damit die nächsten Schritte für den erneuten Aufschlag in der 2. Bundesliga überhaupt erst ermöglichen“, so Horstmann weiter. „Ein Unternehmer sagte mir, dass sie alle Werbemaßnahmen auf null zurückgefahren hätten – aber die Herzlichkeit innerhalb der Abteilung in Verbindung mit den sportlichen Erfolgen habe dazu geführt, das Engagement beim BSV fortzusetzen.“

Wir befinden uns in guten Gesprächen.

Andreas Schneider

Der stellvertretende Abteilungsleiter sagt aber auch: „Da wir tendenziell ein etwas größeres Budget benötigen, wäre es allerdings sehr wichtig, wenn sich noch weitere Sponsoren in der Volleyballfamilie engagieren würden.“ Einen wesentlichen Aspekt verliert Horstmann dabei nicht aus dem Blick: „Die 2. Bundesliga wurde für uns unter anderem nur deshalb möglich, weil hier in Ostbevern seit über 15 Jahren engagierte Nachwuchsarbeit und Talentförderung betrieben werden. Das wollen wir erhalten und noch weiter ausbauen.“

Auf der sportlichen Seite verbleibt dem BSV ein starkes Fundament aus dem letztjährigen Kader. Nun gilt es, die hochkarätigen Abgänge wie Kapitänin Sophia Eggenhaus und Mittelblockerin Wiebke Silge aufzufangen. „Wir befinden uns in guten Gesprächen“, sagt Teammanager Andreas Schneider. „Sobald etwas spruchreif ist, werden wir das natürlich mitteilen.“ Zehn Spielerinnen haben ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben. Ihr einhelliger Tenor lautet, so teilt der BSV mit: „Wir sind noch nicht fertig mit der 2. Liga.“

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