Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Jetzt erst recht: BSV Ostbevern startet bei BW Dingden

Ostbevern -

Nach mehr als einem halben Jahr Pause startet der BSV Ostbevern bei BW Dingden in die Saison. Das Team wolle im zweiten Jahr in dieser Klasse beweisen, „dass wir das Abenteuer 2. Liga zurecht angenommen haben“, so Trainer Dominik Münch. Ein Neuzugang könnte beim Auftakt ausfallen.

Donnerstag, 10.09.2020, 18:33 Uhr
In der vergangenen Saison verlor der BSV beide Spiele gegen BW Dingden mit 1:3.
In der vergangenen Saison verlor der BSV beide Spiele gegen BW Dingden mit 1:3. Foto: Ralf Aumüller

Sechseinhalb Monate nach dem letzten Meisterschaftsspiel, der 0:3-Niederlage am 1. März beim BBSC Berlin, schmettern die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern wieder um Punkte. Bei Blau-Weiß Dingden startet der Aufsteiger am Samstag (19.30 Uhr) in die Saison der 2. Bundesliga Nord. Wer aus Ostbevern spontan an den Niederrhein mitfahren möchte, sollte sich das gut überlegen. Auch in der Halle in Hamminkeln sind wegen Corona nur 100 Zuschauer zugelassen. Einen Online-Vorverkauf gibt es nicht.

„Wir dürfen auch keine Auswärtsfahrten organisieren und sollen keine Werbung machen, dass Fans mitkommen – es sei denn, der Heimverein wünscht das ausdrücklich“, erklärt BSV-Trainer und Abteilungsleiter Dominik Münch . Bei Blau-Weiß Dingden war das nicht der Fall.

Die Neuzusammenstellung des Teams beschäftigt uns mehr als die Niederlagen-Serie der letzten Saison.

Dominik Münch

Lange mussten die BSV-Frauen auf Zweitliga-Atmosphäre verzichten. Noch viel länger ist es her, dass sie das Gefühl eines Sieges auskosten durften. Exakt am 15. Dezember 2019 war das beim 3:1 gegen Union Emlichheim. Danach verloren sie bis zum Saisonabbruch zehn Spiele hintereinander. Das sei jetzt kein Thema mehr, versichert Münch. „Die Neuzusammenstellung des Teams beschäftigt uns mehr als die Niederlagen-Serie der letzten Saison.“ Neben dem Ziel Klassenerhalt wollen die Ostbevernerinnen sich und der Welt im zweiten Jahr beweisen, „dass wir das Abenteuer 2. Liga zurecht angenommen haben“, so Münch. Ostbevern hatte nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt, bekam deshalb aber wieder einen Platz in Liga zwei.

Johanna ist keine Memme. Sie würde auch Schmerzen ertragen.

Dominik Münch

Besonders mit Wiebke Silge und Sophia Eggenhaus hat der BSV große Klasse verloren. In die Rolle von Eggenhaus soll Johanna Müller-Scheffsky (vom USC Münster) schlüpfen. Ob sie wegen ihrer Ellbogen-Verletzung in Dingden spielen kann, ist aber fraglich. Wenn es vertretbar ist, läuft sie auf, sagt Münch. „Johanna ist keine Memme. Sie würde auch Schmerzen ertragen.“ Für Silge ist Luisa van Clewe gekommen (Doppelspielrecht mit dem VCO Münster). Die 17-Jährige hat ein Heimspiel: Ihr Elternhaus steht in Hamminkeln, und van Clewe hat bei BW Dingden Volleyball gelernt. Emotional dürfte es auch für Leonie Ottens werden, die wie Mari Peters aus der zweiten Mannschaft hochgerückt ist. Ottens wird am Samstag 15 Jahre alt.

Schwer zu packen

Der Kader von BW Dingden, in der Vorsaison auf Platz sechs, hat sich so gut wie gar nicht verändert. „Neben der Abwehr ist die Ausgeglichenheit und damit die Unberechenbarkeit die große Stärke“, sagt Münch. Die Duelle in der Spielzeit 2019/20 verlor Ostbevern jeweils mit 1:3. „Die Mannschaft ist sehr effizient, sie ist sehr schwer zu packen. Wir haben aber eine Chance und wollen etwas mitnehmen. Aus der Halle schießen werden die uns nicht.“

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