Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Ein großer Name: BSV Ostbevern gegen DSHS SnowTrex Köln

Ostbevern -

Mit DSHS SnowTrex Köln kommt eine große Nummer der 2. Bundesliga zum BSV Ostbevern. Die Spielvorbereitung sei durch die Entwicklungen in der Corona-Pandemie nicht beeinträchtigt, sagt BSV-Trainer Dominik Münch. Johanna Müller-Scheffsky könnte ihr BSV-Debüt geben.

Freitag, 30.10.2020, 06:03 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 06:10 Uhr
Den einzigen Sieg in dieser Saison holten die BSV-Volleyballerinnen Ende September in eigener Halle gegen Fortuna Bonn, hier Maike Rüdingloh im Angriff.
Den einzigen Sieg in dieser Saison holten die BSV-Volleyballerinnen Ende September in eigener Halle gegen Fortuna Bonn, hier Maike Rüdingloh im Angriff. Foto: Kock

Training und Wettkampf werden in allen Sportarten in den unteren Ligen mindestens einen Monat lang auf null heruntergefahren. Bei den Volleyballerinnen des BSV Ostbevern läuft es (vorerst) normal weiter. Aber was heißt schon normal in diesen Corona-Zeiten? „Das war ein komisches Gefühl am Mittwoch beim Training. Die Situation hatte etwas Surreales“, berichtete Dominik Münch , der Trainer des Zweitligisten.

Themen wie der Zuschauer-Ausschluss, verschärfte Hygienevorschriften oder verkleinerte Fahrgemeinschaften aufgrund der aktuellen Verfügungen von Bund und NRW würden im Mannschaftskreis diskutiert. „Aber ich würde nicht sagen“, so Münch, „dass uns das in der Spielvorbereitung beeinträchtigt.“

Noch unbesiegt

Das ist gut, denn der Gast im Geisterspiel am Samstagabend (19 Uhr) in der Beverhalle erfordert den vollen Fokus der BSV-Frauen. DSHS SnowTrex Köln ist in dieser Saison noch ungeschlagen, hat in sechs Spielen erst zwei Punkte abgegeben und mit 18:4 ein beeindruckendes Satzverhältnis. Nur Spitzenreiter Bayer Leverkusen ist im Moment noch etwas souveräner als der rheinische Rivale.

2019 völlig chancenlos

Zum Vergleich: Ostbevern hat von den sechs Partien nur eine gewonnen – Ende September zu Hause gegen Fortuna Bonn (3:1). Die Aufgabe gegen Köln ist ganz sicher nicht weniger anspruchsvoll als zuletzt bei den Stralsunder Wildcats, als Ostbevern nur im ersten Satz mithielt und mit 0:3 klar verlor. Völlig chancenlos waren die BSV-Frauen gegen das ausgegliederte Zweitliga-Team des FC Junkersdorf Köln beim 0:3 im Dezember 2019.

Mehr Mut

Münch zählt die Kölnerinnen „zu den gestandenen Teams und den großen Namen in der 2. Liga“. Aus dem Meisterteam von 2017 und 2018 (Köln verzichtete jeweils auf den Aufstieg) seien noch „fünf, sechs Spielerinnen dabei“. Der BSV-Trainer sagt: „Wir müssen selbst viel riskieren. Das wird unserer Mannschaft mehr Mut abverlangen.“ Mehr Mut als in den entscheidenden Situationen in Stralsund.

Weiter ohne Sabrina Roer

Sabrina Roer fällt weiterhin wegen einer Sprunggelenkverletzung aus. Marie Kolkmann aus der zweiten Mannschaft gehört als dritte Mittelblockerin erneut zum Kader. Gegen Stralsund blieb sie ohne Einsatz. Ihr BSV-Debüt gibt möglicherweise Johanna Müller-Scheffsky. Die Außenangreiferin, Neuzugang vom USC Münster, hat nach ihrer langwierigen Ellbogen-Verletzung wieder trainiert. „Bisher ist alles gut, aber wir werden erst das Training am Freitag abwarten“, sagt Münch. „Die Ärzte haben grünes Licht gegeben und sie brennt, aber wir werden sie ganz sicher nicht verheizen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7654728?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F194%2F
Nachrichten-Ticker