Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Luisa van Clewe: „Werde Wiebke Silge nicht ersetzen können“

Ostbevern -

Luisa van Clewe spielt für den BSV Ostbevern in der 2. Liga und für den VCO Münster in der 3. Liga. Im Interview spricht die 17-jährige Mittelblockerin darüber, wie sie das alles hinbekommt, über ihre Rolle beim BSV und über Beachvolleyball.

Freitag, 30.10.2020, 18:27 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 18:30 Uhr
Luisa van Clewe (Mitte) besitzt ein Doppelspielrecht für den BSV Ostbevern in der 2. Liga und für den VCO Münster in der 3. Liga. Die Mittelblockerin ist 17 Jahre alt.
Luisa van Clewe (Mitte) besitzt ein Doppelspielrecht für den BSV Ostbevern in der 2. Liga und für den VCO Münster in der 3. Liga. Die Mittelblockerin ist 17 Jahre alt. Foto: Aumüller

Seit dieser Saison steht mit Luisa van Clewe ein deutsches Toptalent für den BSV Ostbevern in der 2. Volleyball-Bundesliga am Netz. Die 1,93 Meter große Mittelblockerin wurde für Ex-Nationalspielerin Wiebke Silge (Wechsel in die Schweiz) geholt. Die 17-Jährige lebt in Münster im Sportinternat, geht zum Pascalgymnasium und trainiert am Bundesstützpunkt. Sie besitzt ein Doppelspielrecht für das Auswahlteam VCO Münster in der 3. Liga und für Ostbevern. Im Interview mit WN-Redakteur Ralf Aumüller spricht van Clewe darüber, wie sie das alles hinbekommt, über ihre Rolle beim BSV und über Beachvolleyball.

 

Sport in der Corona-Pandemie: Können Sie sich in diesen Tagen überhaupt vernünftig auf Volleyball konzentrieren?

van Clewe: Corona kann ich beim Training sehr gut ausblenden. Also in meiner Konzentration schränkt es mich nicht ein. Sehr schade ist es natürlich, dass keine Zuschauer mehr in die Halle dürfen, die uns unterstützen und anfeuern. Ich bin sehr froh, dass wir spielen und trainieren dürfen, deswegen stören mich die neuen Verhaltensregeln nicht wirklich.

Bislang haben Sie in dieser Saison alle Spiele beim BSV mitgemacht. Bleibt das die gesamte Saison so?

van Clewe: Ich werde wegen meines Doppelspielrechts für den VCO Münster nicht jedes Mal beim BSV mitmachen. Aufgrund der aktuellen Lage weiß ich nicht, wie oft ich für den BSV spielen werde, da auch nicht klar ist, wie lange der Spielbetrieb in der 3. Liga ausgesetzt wird. So lange der VCO nicht spielen kann, werde ich beim BSV immer dabei sein.

Wie oft trainieren Sie am Bundesstützpunkt in Münster und wie oft in Ostbevern?

van Clewe: Ich trainiere in der Woche zweimal beim BSV und vier- bis fünfmal beim VCO.

Ist es stressig, zwei Spiele an einem Wochenende zu machen und sich dabei auf verschiedene Mitspielerinnen einstellen zu müssen?

van Clewe: Es ist manchmal stressig, aber das Umschalten zwischen den Mannschaften ist nicht stressig. Ich komme damit gut zurecht, da wir ja auch viel zusammen trainieren.

Wie haben Sie die ersten Wochen beim BSV empfunden?

van Clewe: Die ersten Wochen waren sehr schön, aber auch sehr aufregend. Beim ersten Training und beim ersten Spiel war ich sehr nervös, aber es macht einfach sehr viel Spaß mit dem Team. Da muss man gar nicht nervös sein, habe ich gemerkt.

Wie bewerten Sie die bisherigen Leistungen der Mannschaft und Ihre eigenen?

van Clewe: Ich denke, wir spielen phasenweise sehr gut, aber es ist auch noch viel Luft nach oben. Mit meiner Leistung bin ich soweit ganz zufrieden, aber es ist noch mehr drin.

Ist es eine Bürde, als Nachfolgerin einer Wiebke Silge nach Ostbevern geholt worden zu sein?

van Clewe: Es ist schon eine große Aufgabe, und ich werde Wiebke auch nicht ersetzen können. Aber ich werde mein Bestes geben und versuchen, den Erwartungen so weit wie möglich gerecht zu werden.

Beim BSV wurden Sie als „eines der größten Talente in NRW, vielleicht sogar bundesweit“ im Schnellangriff vorgestellt. Haben Sie das Ziel, mal in der 1. Bundesliga zu spielen und in der Frauen-Nationalmannschaft?

van Clewe: Ich weiß nicht, wie weit mein Weg gehen wird. Ich werde alles geben und dann mal sehen, wofür es reicht.

Welchen Stellenwert hat der Beachvolleyball für Sie und für Ihre weiteren Pläne?

van Clewe: Ich mache noch nicht so lange Beachvolleyball wie Hallenvolleyball. Ich denke, dass beide Sportarten mir helfen, besser zu werden – egal, für welche ich mich am Ende entscheide. Ich freue mich nach der Hallensaison immer auf den Sand und am Ende des Sommers auch wieder auf die Halle.

Am heutigen Samstag (19 Uhr) spielt der BSV Ostbevern in der Beverhalle gegen DSHS SnowTrex Köln. Zuschauer sind nicht zugelassen.

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