Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Van der Veer und Müller-Scheffsky vom BSV Ostbevern nach Borken

Ostbevern -

Sie möchten in dieser Saison noch spielen. Beim BSV Ostbevern geht das nach dem Rückzug vom Zweitligabetrieb aber nicht mehr, also wechseln Franka van der Veer und Johanna Müller-Scheffsky zum Ligakonkurrenten nach Borken – sofort und zunächst bis zum Saisonende.

Freitag, 15.01.2021, 18:05 Uhr
Hier noch im BSV-Trikot, ab sofort gemeinsam in Borken: Franka van der Veer (Nummer 1) und Johanna Müller-Scheffsky (2.v.r.).
Hier noch im BSV-Trikot, ab sofort gemeinsam in Borken: Franka van der Veer (Nummer 1) und Johanna Müller-Scheffsky (2.v.r.). Foto: Aumüller

Ihr letztes Spiel in dieser Saison und für lange, lange Monate haben die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern am 7. November bei den Skurios Volleys Borken bestritten. Nach Corona-Infektionen zuhauf in beiden Mannschaften hat sich der BSV mittlerweile aus dem Spielbetrieb der 2. Bundesliga Nord komplett verabschiedet und gilt als erster Absteiger. Für zwei Teamkolleginnen ist die Serie 2020/21 aber noch nicht vorbei: Franka van der Veer und Johanna Müller-Scheffsky wechseln sofort von Ostbevern zum Ligakonkurrenten nach Borken.

Das ist innerhalb der 1. und 2. Bundesliga bis zum 31. Januar möglich, ganz unabhängig vom Rückzug des BSV – wenn der abgebende Verein eine Freigabe erteilt. Das hat Ostbevern in diesen beiden Fällen getan. „Es gab keinen Streit, nicht im Entferntesten“, betont Trainer Dominik Münch . „Wir hoffen, dass sich ihr Wunsch erfüllt und beide in dieser Saison noch spielen können.“ Der Verein biete allen Spielerinnen die Möglichkeit, „sich eine andere Option zu suchen“, so Münch. Noch sei offen, ob es weitere Abgänge geben wird.

Lara Spieß nicht mehr dabei

Vereinbart ist, dass Müller-Scheffsky und van der Veer zunächst bis zum Saisonende bei den Skurios Volleys bleiben. „Dann sehen wir weiter“, sagt Borkens Teammanager Markus Friedrich . Er hält eine längerfristige Zusammenarbeit nicht für ausgeschlossen. „Aber darüber reden wir zu einem späteren Zeitpunkt.“

Im Sommer waren Sophia Eggenhaus und Lara Spieß aus Ostbevern nach Borken gewechselt. Spieß steht, so teilen die Skurios Volleys mit, aus beruflichen Gründen ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Schon am heutigen Samstag wären Müller-Scheffsky und van der Veer für ihren neuen Club spielberechtigt gewesen. Weil die Stadt Borken jedoch die Mergelsberg-Halle für Punktspiele bis zum Monatsende gesperrt hat, haben die Skurios Volleys frei. In einer Woche soll’s aber was werden mit der Rückkehr in den Zweitligabetrieb.

Franka hatten wir schon vor der Saison auf dem Zettel.

Teammanager Markus Friedrich

„Franka hatten wir schon vor der Saison auf dem Zettel“, sagt Friedrich über van der Veer. Die Diagonalspielerin, die am heutigen Samstag volljährig wird, hatte in dieser Saison beim BSV nach dem Abschied von Eggenhaus und der Ellenbogen-Verletzung von Müller-Scheffsky ihre Chance genutzt. Die Ostbevernerin, die kurz vorm Abitur steht, hat im vergangenen Jahr einen großen Sprung gemacht. Für eine Nachwuchsspielerin dieser Klasse, so Dominik Münch, könne eine lange Zwangspause problematisch in der weiteren Entwicklung sein.

Rückkehr zu den Skurios Volleys

Müller-Scheffsky war im vorigen Sommer aus dem Kader des Erstligisten USC Münster zum BSV gekommen. Wegen ihrer Blessur am Arm musste sie in den ersten Partien zuschauen. In Borken ist die 22-Jährige wie beim USC als Libera eingeplant. Sie hatte bereits in der Saison 2016/17 bei den Skurios Volleys gespielt. Münch: „Johanna war nach ihrer Verletzung gerade wieder fit, da war der Wunsch jetzt groß, wieder zu spielen.“

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