UBC Münster schon Spitzenreiter
Mit neuem „DJ“ an die Spitze

Münster -

Es ging „nur“ gegen den Aufsteiger aus Euskirchen , aber ansonsten gab es am ersten Auftritt des UBC Münster nichts, aber auch gar nichts auszusetzen am tadellosen Auftakt des Kappenstein-Teams, das geführt vom überragenden Neuzugang Dallis Johnson 90:63 gewann – und ersten Spitzenreiter der jungen Saison ist.

Sonntag, 14.09.2014, 14:09 Uhr

Konrad Tota (r.) führt den Ball – und lässt ihn alsbald dem überragenden Dallis Johnson (vorne l.) zukommen.
Konrad Tota (r.) führt den Ball – und lässt ihn alsbald dem überragenden Dallis Johnson (vorne l.) zukommen. Foto: Wilfried Hiegemann

Der Sieg mit 27 Punkten Differenz ist ligaweit die Rekordausbeute des ersten Regionalliga-Spieltags, aus dem die Basketballer des UBC Münster prompt als Spitzenreiter hervorgehen. Rund 300 Zuschauer überzeugten sich in der proppenvollen Halle des Pascal-Gymnasiums beim 90:63 (50:35) gegen die SG Erftbaskets Euskirchen vom neuen „Breitwandformat“ der Unikorbjäger, deren große Spielerrotation wie gewünscht ein großer Vorteil war. Gegen einen Aufsteiger, der freilich nur bisweilen durch seine Außenschützen zu beeindrucken vermochte.

UBC-Trainer Philipp Kappenstein setzte schon in den ersten beiden Vierteln alle zwölf Akteure ein, die sich auf dem Platz die Klinke wirkungsvoll in die Hände gaben. „Das machte sich sofort bezahlt, so haben wir den Gegner müde gemacht“, sah er seine Fünf aktiv auf den Beinen und aggressiv in der Abwehr arbeiten. Dass in der Startformation mit Adam Touray (20) und Arne Tigges (18) zwei Eigengewächse standen, spricht für sie und den Coach, der ihnen vertraut. Center Touray zeigte beste Phasen in seinen 21 Spielminuten, suchte und gewann die Duelle und kam auf 16 Punkte. Einmal war er sogar per Fastbreak erfolgreich.

Mehr als doppelt so viele Punkte, gleich 35 nämlich, bilanzierte Dallis Johnson , der auch am längsten auf dem Feld blieb. Dass Münsters neuer „DJ“ die Halle regelrecht rockte, kann bei seinem herrlich unaufgeregten Stil nicht behauptet werden. Der stets hellwache Athlet verzichtet aufs Spektakuläre, er legt die Bälle vielmehr mit frappierendem Gefühl ins Ziel und kaum daneben. Eine Wurfquote von 83 Prozent beschreibt die einsame Klasse des mannschaftsdienlichen Neuen aus St. Louis.

„Die Ansage war sowieso, das Spiel unkompliziert zu halten“, sah Kappenstein die Marschroute befolgt. Euskirchens 39 Jahre alter Markus Hallgrimson – der weitgereiste Distanzschütze kam von den RheinStars Köln – traf nur mit vier von 13 weiten Würfen. Die Manndeckung setzte ihm zu, er baute mehr und mehr ab. Deutlich mehr Substanz und personell bedingt auch andere Varianten bot der UBC. Der trotz Trainingsrückstands sehr agile Aufbauspieler Anselm Hartmann wechselte sich mit Neuzugang Aaron Henrichs ab – der Erstgenannte tritt als dynamischer Antreiber mit Mut zum Risiko auf, der andere überaus solide als die Ruhe selbst. „Es ist sehr gut, so zu starten. Aber in Grevenbroich haben wir es Samstag mit einem ganz anderen Kaliber zu tun“, ist Kappenstein sicher.

UBC: Johnson (35 Punkte/2 Dreier), Touray (16), A. König (12/1), Tota (7/1), Placke (5), Hartmann (4), Berkow, Henrichs (je 3), Narendorf (3/1), Tigges (2) – von Heydebrand, Reckinger.

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