Basketball: UBC Münster siegt im Schongang
Zwei Punkte zum kleinen Preis

Münster -

Das erste Heimspiel in der Uni-Halle hätte aus Sicht des UBC Münster zweifellos etwas spektakulärer, sehenswerter und attraktiver ausfallen können – am Ergebnis gab es am Freitagabend dagegen wenig zu deuteln: Zwei wichtige Punkte gab es im Spiel gegen Ronsdorf.

Freitag, 31.10.2014, 23:10 Uhr

Bis hierhin und nicht weiter: Guido Narendorf (l.) macht unerbittlich dicht.
Bis hierhin und nicht weiter: Guido Narendorf (l.) macht unerbittlich dicht. Foto: Peter Leßmann

Sechseinhalb Monate nach dem letzten Basketballauftritt in der Unihalle akklimatisierte sich Erstregionalligist UBC Münster am späten Freitag wieder an Ort und Stelle. Und zwar mühelos: Mit dem 94:61 (48:33) gegen die ersatzgeschwächten DT Ronsdorf Baskets aus Wuppertal bliebt der Gewinner oben dran. Schon Sonntag (18 Uhr) geht es für den UBC weiter im Text mit dem Spiel in Wulfen, der ehemaligen Wirkungsstätte von Trainer Philipp Kappenstein .

Der 34-Jährige war bemüht, bisweilen genervt zu wirken und damit seinen elfköpfigen Kader unter Spannung zu setzen, wenigstens etwas. Spielten die von vornherein benachteiligten Bergischen doch ohne den ehemaligen Bundesligaspieler Gordon Geib (31), der sich an der Hand verletzt aufs Coachen beschränkte und unter den sieben eingesetzten Akteuren ein paar Totalausfälle zu verkraften hatte. „Wenn man sieht, dass da nur sieben Leute stehen, dann muss man selbst für die Spannung sorgen“, fand Kappenstein, dass dies dem UBC in Halbzeit zwei auch meistens gelang.

Wuppertal führte nie und rannte meistens hinterher. Center Adrian Brückmann gab freilich alles und erzielte 22 Punkte, aber zu selten assistierten ihm andere. Für Münster schuf erst Adam Touray , der gegen die Zonenverteidigung oft gesucht und gefunden wurde, einen klaren Vorsprung. Guido Narendorf war der Einzige, der ein Viertel lang durchspielte und durchweg Dinge machte, die absolut Hand und Fuß hatten. Andere Kollegen ließen es langsamer gehen. Ein Dallis Johnson begnügte sich mit viel weniger Bereitschaft auch im Rückwärtsverhalten. Kappenstein forderte diese Tugend aber ein, wechselte sehr viel und sorgte damit auch für weniger leere Akkus für den Sonntag.

Mit einem 11:0-Lauf setzte sich der UBC im dritten Viertel direkt deutlich ab, hielt das Niveau aber nicht. Der zeitig foulbelastete Aufbauspieler Aaron Henrichs war im letzten Viertel nicht mehr lange dabei, ehe er Platz nehmen musste. Arne Tigges kam daher auf knapp 20 Minuten Spielzeit. Die Wuppertaler mussten am Ende den lädierten Nikola Jovanovic wieder einwechseln, obschon der nur noch humpeln konnte. Für sie war es ein Abend zum Vergessen, für den UBC einer zum Warmwerden.

UBC Münster: Touray (21 Punkte), Tota (15/1 Dreier), Johnson (13), Narendorf (12/2), Berkow (10), J. König (9/1), Tigges (4), Henrichs, Reckinger (je 3), A. König, Placke (je 2).

Wenn man sieht, dass da nur sieben Leute stehen, dann muss man selbst für die Spannung sorgen.

Philipp Kappenstein
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2846213?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F1560995%2F2592896%2F4845577%2F
Nachrichten-Ticker