Basketball: 1. Regionalliga
WWU Baskets bewahren kühlen Kopf gegen Salzkotten

Münster -

Was für ein Match: Die WWU Baskets Münster mussten sich kräftig strecken beim knappen 79:75 gegen den TV Salzkotten. Die beiden Unparteiischen spielten den Hallenherren nicht unbedingt in die Karten. Dazu kam eine frühe Verletzung von Anselm Hartmann.

Sonntag, 13.11.2016, 14:11 Uhr

17 Punkte: Leo Padberg testete den Korb auf seine Stabilität.
17 Punkte: Leo Padberg testete den Korb auf seine Stabilität. Foto: Peter Leßmann

Die Buhmänner waren schnell ausgemacht in der am Ende tobenden Uni-Halle am Horstmarer Landweg. Wie Trotzköpfe spielten die WWU Baskets Münster gegen krasse Fehlentscheidungen der Spielleiter an und rissen mit den Fans im Rücken das Momentum an sich. Hauchdünn mit 79:75 (39:35) wurde in der 1. Regionalliga der TV Salzkotten niedergerungen.

Souveräne Schiedsrichter agieren unauffällig. Michael Burkard (Bergisch-Gladbach) und Daniel Dirks (Köln) gelang das zu keinem Zeitpunkt. Sie zogen eine beide Teams irritierende Linie durch, agierten kleinlich und wirkten überaus angespannt. „Viel mehr kann nicht gegen uns laufen“, sammelte sich Baskets-Trainer Philipp Kappenstein nur mühsam. Und durfte zugleich stolz sein auf seine Garde. „So ein Sieg kann Mega wichtig werden. Wir haben das erste richtig enge Match gewonnen, sind cool geblieben und haben es geschafft, die Fans hinter uns zu sammeln.“

Zwei Fragen an Anselm Hartmann

Nach 2:46 Minuten war Schluss für Sie. Was war los?

Hartmann: Ich habe einen Schlag in den Rücken bekommen und kann gar nicht mehr laufen. Da muss wohl Blut in einen Muskel gelaufen sein – sagt ein Arzt, der als Zuschauer hier war und sich die Verletzung angesehen hat. Wenn ich nur noch gehen kann, bin ich dem Team keine große Hilfe...

Wie haben Sie das Spiel von der Bank aus erlebt?

Hartmann: Es war hektisch, aggressiv und nervös. Aber wir hatten die Zuschauer hinter uns – das war eine geile Stimmung.

...

Alles das war notwendig, denn nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Regisseur Anselm Hartmann direkt zum Start und angesichts hoher Foulbelastung diverser Spieler mussten die Baskets wirkungsvoll rotieren und gegen frustrierende Entscheidungen ankämpfen. 37 Punkte machten am Ende diejenigen, die nicht zur ersten Fünf gehörten. Stephan Kreutzer und Gerrell Martin teilten sich den Job im Aufbau, unter dem Korb musste es ein Wechselspiel geben, weil Center Kai Hänig anfangs des dritten Viertels ausgeschlossen wurde. Ein zweites technisches Foul war das fünfte insgesamt. Als Disziplinlosigkeit ausgelegt wurde ihm ein Grinsen gegenüber den Spielleitern.

Auch die „Sälzer“ überstanden die Hektik nicht sanktionslos. Center Thomas Stukenberg und Flügel Felix Wenningkamp verpassten die letzten Minuten. Der imponierend konstante Dauerbrenner Matthias Finke (29) tat alles und machte 26 Punkte, um den TV in der heißesten Phase zu führen. 23 Sekunden vor Schluss blockte der starke Leo Padberg für Münster den vorletzen Wurf der Ostwestfalen, für die er einst selbst spielte.

WWU Baskets: Martin (20 Punkte/4 Dreier), Padberg (17/1), J. König (12/1), A. König (12), Hänig (6), Kreutzer (5/1), Jean-Louis (4), Kunel (3).

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