Basketball: Testspiel
Nur eine Partie für WWU Baskets – Niederlage gegen Oldenburg

Münster -

Eine 82:94-Niederlage in eigener Halle gegen die EWE Juniors Oldenburg war für die WWU Baskets Münster eine Woche vor dem Saisonstart vielleicht ein passender Warnschuss. Weil die Paderborn Baskets spontan absagten, absolvierte der Gastgeber beim Miniturnier nur eine Partie.

Sonntag, 15.09.2019, 19:19 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 20:08 Uhr
Vergebliche Mühen: Albert del Hoyo verlor mit den Baskets gegen Oldenburg um Jacob Hollatz (l.) und Robert Drijencic.
Vergebliche Mühen: Albert del Hoyo verlor mit den Baskets gegen Oldenburg um Jacob Hollatz (l.) und Robert Drijencic. Foto: fotoideen.com

So viel Beinfreiheit wird es in den nächsten Wochen und Monaten bei einem Heimspiel der WWU Baskets wohl nicht mehr geben. Eine Woche nach der offiziellen Saisoneröffnung mit dem Heimspiel gegen die Karlsruhe Lions aus der Pro A gab es die Generalprobe gegen die EWE Baskets Oldenburg Juniors. Vielleicht 200 Zuschauer wollten die Partie sehen. Und die bekamen ein Baskets-Teams serviert, dem nicht viel gelang an diesem Samstagabend, die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein verlor mit 82:94 (40:43).

Der Probelauf für den Start in der Pro B am Sonntag in Stahnsdorf war holprig. Erst sagten die Paderborn Baskets ab, so wurde aus dem Vierer-Feld mit garantierten zwei Partien für zwei Teams eine „Sparversion“. Die WWU Baskets spielten deshalb nur gegen den Ligakonkurrenten aus Oldenburg. Am Sonntag folgte der Auftritt von Pro-A-Aufsteiger Bayer Giants Leverkusen gegen Oldenburg.

Kappenstein jedenfalls zog eigentlich ein gutes Fazit nach der Vorbereitung: „In acht von neun Spielen haben wir uns anders präsentiert. Wenn uns die Konkurrenz diesmal beobachtet hat, dann war das gut für uns, weil wir schlecht gespielt haben.“ Auch diese Sichtweise hatte natürlich Charme. Große Geheimnisse gibt’s in der Pro B sowieso nicht, man kennt den nächsten Gegner. Meist aus dem Effeff. Und sollte jemand meinen, dass der Abschluss der Testspielreihe die wahre Leistungsstärke gezeigt hätte, dürfte er auf dem Holzweg sein.

Münster begann recht ordentlich, führte nach dem ersten Viertel mit 27:22. Doch dann verteidigten die Baskets nicht mehr gut. Kappenstein wollte noch einmal seine Schützlinge nahe am Wettkampfmodus in Aktion sehen. Mitte des zweiten Viertels gab es dementsprechend eine Standpauke für Stefan Weß und Alex Goolsby. Warum? „Die Einstellung hat nicht gepasst, ich war richtig sauer“, fand Kappenstein das Haar in der Suppe. Da machte er Tabula rasa – half aber dieses Mal nicht. Stück für Stück verloren die Hausherren die Kontrolle. Zur Pause lagen die Baskets 40:43 zurück, hofften bis zum vierten Drittel (66:67) auf den Sieg und gerieten gegen hochmotivierte Gäste endgültig (66:77 und 80:92) ins Hintertreffen. Eine Woche zuvor gegen Karlsruhe waren noch 1550 Zuschauer anwesend und sahen eine knappe Niederlage, ein richtiger „Season Opener“.

Kappenstein hätte die Präparation am liebsten da für beendet erklärt. Denn: „In den letzten Wochen lief alles zu glatt. Jetzt wissen wir, was Spieltag auf Spieltag auf uns zukommen wird. Die Leistung von Oldenburg wird Standard gegen uns sein“, fand Kappenstein den „Alert-Knopf“ zum richtigen Zeitpunkt. Diese Niederlage wird als Warnung abgespeichert. Pluspunkte sammelten Helge Baues und Marck Coffin, der seine 19 Zähler mit sieben Rebounds garnierte, sowie Malcolm Delpeche mit neun Rebounds. WWU Baskets: Coffin (19/2 Dreier), Delpeche (15), Baues (15), J. König (11/2), Fouhy (10/2), del Hoyo (8/1), Weß (3/1), A. König (1)

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