Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets wollen ohne Hektik aus dem Gegenwind

Münster -

Vier Niederlagen stehen für die WWU Baskets nach zehn Spielen auf dem Konto, eine ordentliche Zwischenbilanz. Besonders wenn man die Umstände der vergangenen Wochen berücksichtigt, in denen Münster mit einer Menge Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. In Hektik aber verfällt aber bei den Baskets keiner, Manager Helge Stuckenholz arbeitet gelassen weiter.

Freitag, 29.11.2019, 18:06 Uhr
Hält die Augen offen: Helge Stuckenholz
Hält die Augen offen: Helge Stuckenholz Foto: Jürgen Peperhowe

Die Fußballer des SC Preußen Münster stecken in einer mehr als nur handfesten Krise, für die Volleyballerinnen des USC Münster läuft es in dieser Saison auch noch nicht wie gewünscht. Und die Basketballer der WWU Baskets Münster als drittes Aushängeschild der Stadt? Auch ihr Motor läuft noch nicht auf Hochtouren, er ruckelt und rattert ein wenig. Eine latente Unzufriedenheit wabert um das Team von Trainer Philipp Kappenstein herum, die selbst gelegte Messlatte nach der Vizemeisterschaft in der 2. Bundesliga Pro B hat die Ansprüche steigen lassen. Von einer Krise will Manager Helge Stuckenholz aber nichts wissen. Warum auch? Platz vier mit sechs Siegen aus zehn Partien bei sechs Auswärtsspielen sind eine akzeptable Bilanz – besonders wenn man die erschwerenden Umstände berücksichtigt.

„Konstanz ist das Fundament des Erfolgs, ist ein Qualitätsmerkmal“, sagt Stuckenholz. „Die geht uns bislang aber ein wenig ab, weil – und das ist keine Ausrede, sondern eine Begründung – wir auf der wichtigsten Position, die wir haben, eine zu hohe Fluktuation haben.“ Unverschuldet, das Verletzungspech schlug massiv zu, nacheinander brachen Nico Funk, Marck Coffin und dann auch Leo Lüsebrink weg. Der nachverpflichtete Jojo Cooper mimt seit seiner Rückkehr mehr oder weniger und unfreiwillig den Alleinunterhalter im Ballvortrag – suboptimal. „Für Jojo ist es extrem schwer, er muss praktisch anderthalb Jobs machen. Er muss uns das Scoring geben und er muss uns Energie in der Verteidigung geben, über eine lange Spielzeit. Er reißt sich in Stücke“, sagt Stuckenholz, der nach möglichen Verstärkungen Ausschau hält. „Wir halten die Augen offen und prüfen, ob wir auf dieser Position nachlegen können“, sagt der Manager.

In Hektik aber verfällt er dabei nicht, sowohl die Mannschaft als auch Trainer und Verein sieht er als zu gefestigt an. „Unser Konstrukt gerät nicht ins Wanken, ich bin da tiefenentspannt. Ich finde es sogar gar nicht schlecht, dass uns mal der Wind ins Gesicht weht. Dann sieht man, wie das Umfeld reagiert. Und das reagiert überragend, der Zuspruch ist weiter groß.“ 2528 Zuschauer im Schnitt belegen dies eindrucksvoll in Zahlen.

Zwei Heimspiele (gegen Bochum und Itzehoe) sowie eine Auswärtstour (nach Bochum) stehen für die Baskets noch an, im eng gestaffelten Feld der Pro B richtungsweisend. „Die Liga ist eine Wundertüte. Gewinnen wir vier Spiele am Stück, sind wir spitze. Verlieren wir vier Spiele am Stück, sind wir auf einmal auf den Playdown-Plätzen. Wir müssen unseren Rhythmus und damit unsere Konstanz finden“, so Stuckenholz. Denn Konstanz ist das Fundament des Erfolgs.

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