Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets feiern in Bochum dramatischen Sieg in der Verlängerung

Münster -

Nur eine Woche nach der dramatischen Heimniederlage gegen die VfL SparkassenStars Bochum revanchierten sich die WWU Baskets Münster auswärts mit einem 73:67-Sieg. Der wurde erst in der Verlängerung sicher gestellt. In den fünf Extraminuten gestattete der Gast dem Gegner nur einen Korb.

Sonntag, 15.12.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 15:21 Uhr
Lasst uns feiern: Die WWU Baskets um Trainer Philipp Kappenstein (l.) bejubeln ausgelassen den Sieg in Bochum.
Lasst uns feiern: Die WWU Baskets um Trainer Philipp Kappenstein (l.) bejubeln ausgelassen den Sieg in Bochum. Foto: Markus Holtrichter

Die Stimmbänder von Philipp Kappenstein waren am Samstagabend einmal mehr einer besonderen Belastung ausgesetzt. 40 ohnehin schon intensiven Minuten folgte noch eine Verlängerung. Eine erfolgreiche für die WWU Baskets Münster , die sich mit dem 73:67 (65:65, 30:32) bei den VfL SparkassenStars Bochum für die 65:66-Niederlage aus der Vorwoche revanchierten und einen „Big Win“ (Kappenstein) einfuhren. Ein ganz wichtiges Ding also. „Was an diesem Abend alles bei uns zusammengekommen ist, war schon unglaublich und habe ich so noch nie erlebt. Umso wichtiger und schöner war der Sieg, den das Team mit einem riesigen Willen geholt hat. Ich bin einfach nur happy und sehr stolz“, sagte der Coach.

Nach dem Rückschlag aus der Vorwoche, als Bochums Connor Washington sechs Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Dreier versenkt hatte, begann auch das direkte Wiedersehen in der Rundsporthalle am Stadionring mit einer unglücklichen Aktion. In Minute eins knickte Kapitän Jan König um, humpelte zur Bank und musste nach einem kurzen Comeback-Versuch (mit immerhin fünf Punkten) in Halbzeit zwei endgültig passen. Der Fuß war geschwollen und schmerzhaft, nichts ging mehr beim Anführer der Baskets, die sich aber im Kollektiv diesem Problem entgegenstellten. Wie auch den weiteren, die folgten.

Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit mit acht Führungswechseln kam Münster griffig aus der Pause. „Da haben wir uns als Mannschaft extrem ins Zeug gelegt, wollten nicht wieder wie zuletzt ein schlechtes Viertel spielen. Ein 8:0-Lauf mit je vier Punkten von Jojo Cooper und Malcolm Delpeche brachte die Baskets auf Touren, ein weiterer Korbleger von Cooper zum 46:37 (27.) bescherte Münster sogar ein Polster.

Eine Vorentscheidung aber war dies nicht, da Bochum um seinen Top-Scorer Washington (15 Punkte, aber auch acht Ballverluste) hartnäckig blieb und der Gast zudem mit Entscheidungen der Schiedsrichter haderte – wie etwa bei den beiden als „Schwalben“ gewerteten Aktionen von Andrej König beim eigenen Dreier sowie von Delpeche in der Defensive gegen Zachary Haney. Der VfL nutzte diese Phase (61:58, 37.), es wurde erneut dramatisch. Die Baskets ackerten in der variablen Defensive auf höchstem Level und waren 2,3 Sekunden vor Schluss durch den Korberfolg von Stefan Weß zum 65:63 fast schon der Sieger. Doch Moment mal, da war doch was: Hatte Münster nicht sieben Tage zuvor auch kurz vor dem Ende 65:63 geführt und noch verloren? Richtig, diesmal aber reichte es für Bochum in der Kürze der Zeit „nur“ zum Zweier durch Mark Gebhardt – fünf Minuten gab es obendrauf. In denen gestattete Münster den Hausherren einzig vier Sekunden vor Schluss einen Korbleger, traf aber selber durch Weß und Helge Baues (Kappenstein: „Die beiden kann man aus dem starken Kollektiv herausheben.“) sowie durch Kai Hänig, der mit Baues nach dem Aus von Jan König und Delpeche (fünftes Foul, 39.) alleine wie foulbelastet die Arbeit unter den Körben verrichten musste – und dies erfolgreich erledigte. Ein Sieg, der gut tut.

Punkte: Cooper (20), Weß (14), Delpeche (13), Baues (9), J. König (5), Hänig, Goolsby, Medina (je 4)

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