Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Besinnliche Baskets in Angriffslaune

Münster -

Dem heißen Ritt in Bochum und dem Sieg nach Verlängerung folgte eine besinnliche Zusammenkunft am Adventssonntag. Abgehakt aber haben die WWU Baskets Münster ihr Jahr noch lange nicht, am Samstag kommt es zum nächsten Topspiel gegen die Itzehoe Eagles – und in das geht der Vizemeister angriffslustig.

Montag, 16.12.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 09:43 Uhr
Energisch und mit mehr Zug zum Korb, wie hier Andrej König gegen Bochums Marius Behr, präsentierten sich die Baskets beim VfL. Dennoch ist offensiv Luft nach oben.
Energisch und mit mehr Zug zum Korb, wie hier Andrej König gegen Bochums Marius Behr, präsentierten sich die Baskets beim VfL. Dennoch ist offensiv Luft nach oben. Foto: Jürgen Peperhowe

In trauter Gemeinsamkeit verbrachten die WWU Baskets Münster den dritten Advent. In der Gastfamilie von Albert del Hoyo kamen die Korbjäger mit Familien, Freundinnen und Bekannten zusammen, die Verabschiedung des Katalanen sorgte für Emotionen. So bedankte sich del Hoyo, der bereits am Samstag sein Comeback beim Regionalligisten TV Ibbenbüren feierte, bei seinem Gastgeber, seiner Mannschaft und dem Verein für die kurze, aber intensive Zeit. Kapitän Jan König , der mit einer Sprunggelenkverletzung wohl erst einmal ausfällt, überreichte dem früheren Teamkollegen, der noch bis Silvester in Sudmühle wohnt, ein Teamfoto und einen Präsentkorb als Erinnerung an die Baskets. Die Stimmung war bei Plätzchen und Kuchen gelöst – und das lag natürlich auch am 73:67-Erfolg nach Verlängerung bei den VfL SparkassenStars Bochum am Abend zuvor.

45 Minuten lang und zum zweiten Mal binnen einer Woche lieferte Münster sich mit dem westfälischen Nachbarn ein Duell, das an Spannung und Intensität kaum zu überbieten war. Das hatte Playoff-Charakter, Kleinig-, ja eher Winzigkeiten gaben den Ausschlag. Erst für den VfL (66:65), dann für die Baskets. „Auf höchsten Niveau“ (Trainer Philipp Kappenstein ) verteidigte Münster, hielt die offensivstarken Bochumer zweimal unter 70 Punkten – und in der fünfminütigen Zugabe bei zwei Zählern. „Das war unglaublich gut, wir haben es defensiv bis zum Ende durchgezogen und haben Bochum zu einer nicht so besonderen Quote gezwungen“, sagte Kappenstein, der nach dem Ausgleich 2,3 Sekunden vor dem regulären Ende die Hoffnung auf eine Revanche nicht verloren hatte. „Wenn wir als Trainer nicht daran glauben, wer dann? Wir wussten, dass wir frische Beine hatten und uns auf unsere Stärken verlassen können.“

Die liegen aktuell ganz klar im defensiven Sektor, offensiv tun sich die Baskets derzeit noch schwer. „Da haben wir noch Arbeit zu tun, da ist noch Raum“, gestand der Coach. „Aber wir haben in Bochum schon sehr gute Sachen herausgespielt und hatten bei den Fastbreaks mehr Zug zum Korb.“ Im Gesamtpaket reichte es für den Sieg, der tabellarisch wie emotional ungemein wichtig war. „Das war eine starke Willens- und Teamleistung. Wir wollen den Schwung nun mitnehmen und uns im letzten Heimspiel des Jahres bei den Zuschauern mit einer starken Leistung bedanken“, so Kappenstein.

Am Samstag (19.30 Uhr) kommen die Itzehoe Eagles, die mit einem Sieg mehr direkt vor den Baskets stehen. „Wenn wir gewinnen, eta­blieren wir uns unter den ersten vier.“ Das wäre nach einem Halbjahr voller personeller Probleme und Rückschläge eine gute Ausgangslage, um im Januar durchzustarten und anzugreifen.

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