Basketball: 2. Liga Pro B
Niederlage auf den letzten Drücker – WWU Baskets unterliegen Itzehoe

Münster -

Immer wieder haben die WWU Baskets Münster in der Halle am Berg Fidel die Zuschauer mit engen Spielen verzückt – und das Glück des Tüchtigen gehabt. Am Samstag nicht, da gab es auf den letzten Drücker eine 77:79-Niederlage gegen die Itzehoe Eagles.

Sonntag, 22.12.2019, 16:36 Uhr aktualisiert: 22.12.2019, 16:51 Uhr
„Meiner“: Malcolm Delpeche behauptet den Ball gegen
„Meiner“: Malcolm Delpeche behauptet den Ball gegen Foto: Jürgen Peperhowe

Auf die Spitze treiben es die WWU Baskets gerne. Nicht immer reicht die Luft da oben. Gegen die abgezockteren Itzehoe Eagles gab es in der 2. Bundesliga ProB das knappe 77:79 (36:40) auf den letzten Drücker – und damit vor 2785 Zuschauern die dritte Heimniederlage.

Das Duell des Vierten gegen den Dritten war vor allem umkämpft bis zuletzt und längst nicht immer von spielerischer Klasse gefärbt. Die Adler aus Holstein, 80:72-Sieger im Hinspiel, profitierten ungewollt von einigen seltsamen Entscheidungen der Spielleiter Ehsan Saeidi und Manuel Günther, die zum Beispiel im vierten Viertel Stefan Weß an der Linie werfen ließen, obschon er in einer Abwehraktion gar nicht gefoult worden war. Einen Hinweis auf den korrekten Werfer gaben die Schiris nicht – sie ließen den Weß-Punkt streichen und danach das Spiel durch Itzehoe fortsetzen.

„Da war manches nicht in Ordnung“, sagte Baskets-Coach Philipp Kappenstein enttäuscht – das war er auch vor der Pause, was den wenig energiegeladenen Vortrag seines Kaders anging, dem elf Fehlpässe unterliefen. Münster hatte Handicaps zu verkraften: Jan König und Helge Baues spielten, jeweils lädiert am Sprunggelenk, nur eingeschränkt mit.

Die Baskets legten blitzgescheit ein 7:0 vor, Itzehoe setzte einen 9:0-Lauf dagegen und sollte vor allem über Powerforward Chris Hooper treffen, der sich zwar nach Schema F zum Wurf drehte, darin aber zunächst nicht zu irritieren war. Dem 17:15 im ersten Viertel folgte ein 19:25 trotz lauter Kappenstein-Ansprachen und deutlichen Appellen, die Konzentration zu erhöhen und Biss zu zeigen. „Wir hatten dann Hooper besser im Griff“, sah der Coach den US-Mann (machte nur noch vier Punkte) stark kontrolliert von Kai Hänig, der auch neun Rebounds holte. Itzehoe durfte immer wieder zum Freiwurf ran, insgesamt kamen so 27 von 33 möglichen Punkten zustande. Während Weß aus Nahdistanz punktete und Andrej König aus der Entfernung, wurde der fähige 2,05-Meter-Athlet Chaed Wellian zum Faktor der Eagles, die Flavio Stückemann antrieb. Seelenruhig traf der Niederländer (24 Punkte) in den entscheidenden Phasen. So per Dreier plus Freiwurf nach Fehlpass von Jan König zum 72:71. „Das tat uns richtig weh“, sah Kappenstein danach die Spannung gen Gipfel steigen.

Cooper verlässt Münster

Spiel Nummer zehn war sein letztes für die Baskets: Aufbau Joseph Douglas „Jojo“ Cooper (24) verlässt Münster zum zweiten Mal. Sein seit Anfang Oktober laufender Vertrag wird nicht verlängert. Einen Abschied auf großer Bühne bekam er nicht, nur teamintern passierte das. Der US-Stratege, in der Vorsaison in allen 31 Partien dabei und oftmals Leistungsträger, wurde wegen der Oberschenkelblessur seines Landsmannes Marck Coffin nachverpflichtet und mit dem Zeitvertrag ausgestattet. Der beste Baskets-Schütze (19,2 Punkte pro Spiel) war beliebt bei den Fans, gefiel vor allem aber als Werfer und weniger als Teamplayer und wirkungsvoller Anspieler. Coffin soll Anfang 2020 wieder auf dem Feld stehen und sich mit dem bisher noch nicht akklimatisierten Spanier José Medina den Job teilen.

...

Wieder war Wellian dran per Dreier zum 78:74, Jojo Cooper verkürzte zum 77:78 und kam dann nochmals in Position. Bei seiner letzten Aktion im Baskets-Dress hatte der 24-Jährige nicht das Wurfglück, das ihm so oft beschieden war. „Der Gegner schießt ein paar weite Dreier rein“, grämte sich Jan König, der angeschlagen weniger Würfe nahm als sonst. Bis zum 30. Dezember nur hat der Kader frei – am 4. Januar geht es in Oldenburg schon weiter.Punkte:Cooper (24/4 Dreier), Weß (17), Andrej König (12/3), Delpeche (8), Jan König (5/1), Baues (3), Hänig, Padberg, Goolsby, Medina (je 2)

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