Basketball: 3. Liga Pro B
WWU Baskets verpflichten Jasper Günther

MünsteR -

Das klingt vielversprechend: Die WWU Baskets holen Jasper Günther ins Team. Dessen Bruder Per spielt in der Bundesliga, Philipp vor Jahren schon als Aufbau beim UBC – und jetzt stößt also der jüngste Spross der Basketball-Familie zum Team.

Freitag, 27.12.2019, 18:44 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 19:03 Uhr
Jasper Günther (r.), hier noch im Trikot von Phoenix Hagen, soll die WWU Baskets auf der Spielmacherposition flexibler machen.
Jasper Günther (r.), hier noch im Trikot von Phoenix Hagen, soll die WWU Baskets auf der Spielmacherposition flexibler machen. Foto: imago-images/Beautiful Sports

Die WWU Baskets Münster haben wie erhofft einen neuen Regisseur gefunden. Jasper Günther wechselt mit sofortiger Wirkung von Phoenix Hagen zum ProB-Ligisten. „Wir freuen uns, das nächste junge deutsche Top-Talent für uns gewonnen zu haben“, sagte Manager Helge Stuckenholz . „Für ihn sind wir ein perfekter Standort, da er mit Basketball und Studium zweigleisig denkt.“

Eine neue Konstellation macht die Verpflichtung des 20-Jährigen nun möglich, diese bedeutet auch eine notwendige Neuordnung im Aufgebot. Zum einen kann das Team, nachdem Albert del Hoyo den Club verlassen hat, den freien Kaderplatz besetzen und zugleich eine verletzungsbedingte Problemposition neu justieren.

„Wir hatten die ganze Saison hier massive Sorgen, konnten über weite Strecken mit nur quasi eineinhalb Point Guards spielen“, so Stuckenholz. Der etatmäßige Backup-Aufbau Nico Funk fehlt schon länger. „Jasper jetzt zu bekommen, ist auch deshalb ein absoluter Glücksgriff.“

Die Basketball-Familie Günther

Jasper Günther stammt aus einer Basketball-Familie. Bekanntestes Familienmitglied ist sein Bruder Per, Nationalspieler und Spielmacher des Erstligisten ratiopharm Ulm. Vater Dietmar spielte in den 80er und 90er Jahren in der ersten Basketball-Bundesliga. Bruder Philipp spielte selbst schon beim UBC und ist derzeit Co-Trainer von Chad Prewitt in der NBBL.

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Die Baskets hatten schon vor der Saison Kontakt mit Günther, der sich aber zunächst in seinem zweiten Profijahr in der ProA beweisen und auf höherem Niveau langsam als Aufbauspieler etablieren wollte. In den aktuellen Gesprächen kamen die Verantwortlichen sowie die Coaches der WWU Baskets und von Phoenix Hagen mit der Familie Günther und dem Spieler überein, für seine Weiterentwicklung den Schritt zurück in die ProB zu wagen, wo er sich die Aufbaulast mit anderen teilen kann und zu mehr Spielanteilen kommt.

„Jasper spielt mit einer sehr hohen Energie in der Verteidigung. Es ist sehr wichtig für uns, dass wir auf den Ball Druck machen können“ so Stuckenholz, den auch taktische Aspekte überzeugen. Im Verbund mit dem lange verletzten Marck Coffin und Medina soll der Neuling eine variable Gestaltung der Positionen eins bis drei ermöglichen. Demnach passt Günther ideal ins Beuteschema des Tabellenvierten. Coffin kehrt nun wie geplant zurück in den Kader. „Ziel ist, den besten Basketball zu Beginn der Playoffs zu spielen“, sagt Stuckenholz. Headcoach Philipp Kappenstein betont: „Es gibt keine Abkürzungen. Es dauert normalerweise zwei, drei Monate, bis ein Team gefestigt ist. Und diese Chance hatten wir in dieser Saison noch nicht.“

Günther selbst sagt über seinen Wechsel: „Auch das Umfeld mit Trainer, Verein und Dienstfahrrad finde ich klasse. Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Clubs und auf die kommende Herausforderung.“

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