Basketball: 2. Liga Pro B
Kapitän König beendet für WWU Baskets das Nervenspiel in Sandersdorf

Münster -

Die WWU Baskets Münster sind wieder in ihrem Element. Der Sieg bei den BSW Sixers in Stahnsdorf war ein echter Bigpoint für den Tabellenviertern. 83:78 ging es aus – die Spannung in der Schlussphase war mal wieder typisch für den Nordmeister der Vorsaison.

Sonntag, 19.01.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 14:52 Uhr
Jan König (r.) verwandelte acht Sekunden vor dem Ende einen Dreier und entschied damit für die Baskets die Partie.
Jan König (r.) verwandelte acht Sekunden vor dem Ende einen Dreier und entschied damit für die Baskets die Partie. Foto: Jürgen Peperhowe

Am vergangenen Sonntag hatten die WWU Baskets Münster die schon so oft in dieser Saison strapazierten Nerven ihrer Anhänger einmal geschont und die TKS 49ers aus Stahnsdorf mit 85:59 klar bezwungen. Doch schon sieben Tage später war es wieder vorbei mit der Ruhe, es war wieder Krimi-Zeit angesagt. Acht Sekunden vor der Schlusssirene beendete Kapitän Jan König das Nervenspiel und entschied per Dreier zum 83:78 (39:39) die Partie der Baskets beim Tabellendritten BSW Sixers, dem Münster nun als Rangvierter auf die Pelle gerückt ist. „Das war ein mega-wichtiger Sieg für uns. Es war der erste gegen eine Mannschaft aus den Top drei – und er zeigt, dass wir in der neuen Zusammensetzung auch in der Crunchtime gut spielen können“, sagte Trainer Philipp Kappenstein .

Die Aufgabe in Sandersdorf hatte einen anderen, und weitaus höheren Schwierigkeitsgrad als die gegen die 49ers, zumal die Sixers komplett und mit Benedikt Turudic Erstliga-Verstärkung vom Kooperationspartner Mitteldeutscher BC erhalten hatten. Doch Münster war von Beginn an in der Partie und führte nach einem Dreier von Jasper Günther mit 5:1 (2.) sowie einem erfolgreichen Versuch von Stefan Weß – er bearbeitete defensiv Luka Petkovic hartnäckig – mit 15:9 (7.). „Die erste Halbzeit war bis zum 37:30 richtig gut“, so Kappenstein, dem einzig die letzten zwei Minuten des zweiten Viertels missfielen.

Nach dem Seitenwechsel begann die Phase der Sixers, die „fokussierter“ (Kappenstein) aus der Pause kamen und sich bis zur 25. Minute auf 56:48 und drei Zeigerumdrehungen später nach einem Dreier von Ferdinand Zylka auf 65:54 absetzten. Es war der höchste Rückstand der Gäste, die auf den zunehmenden Druck richtig reagierten und ihren Stiefel weiter herunterspielten. „Wir sind nicht hektisch geworden und haben auf ganz hohem Niveau verteidigt“, erklärte der Coach. Besonders Weß sowie Günther und Marck Coffin hielten die Intensität hoch, dazu steigerte sich Münster noch mal in der Reboundarbeit.

Mit 58:65 ging es in den Schlussabschnitt, den Weß mit vier Punkten eröffnete – in dem die Westfalen aber bis 2:48 Minuten vor dem Ende und dem 70:76 durch Petkovic hinterherliefen. Doch erneut war es Weß, der diesmal aus der Distanz das Signal gab. Jan König mit seinem zweiten Dreier sowie Coffin glichen die Partie aus, Malcolm Delpeche brachte die Baskets 80:78 in Führung. Genau 60 Sekunden waren da noch zu spielen. 60 Sekunden, in denen die Sixers drei Chancen zum möglichen Ausgleich ebenso vergaben wie Weß zwei weitere Zähler von der Freiwurflinie. Spannung pur!

Erst als Delpeche sich einen vergebenen Korbleger von Zylka schnappte und Jan König nach einer schnellen Passfolge mit dem Assist von Günther den Ball im Korb verwandelt hatte, war der Deckel drauf – und der Frust bei den Gastgebern groß. Per Dropkick schoss Top-Scorer Marko Krstanovic (24 Punkte) den Ball weg. Dass Münsters Spielführer den nach dem technischen Foul obligatorischen Freiwurf nicht in der Reuse unterbrachte – geschenkt. Der guten Stimmung im Bus auf der langen Heimreise tat dies keinen Abbruch. „Das war ein Bigpoint für uns. Und der tut uns richtig gut“, meinte Kappenstein und klang rundum glücklich.Punkte:Weß (18), J. König, Günther (je 13), Delpeche (9), Hänig, Medina (je 7), Baues, Coffin (je 6), A. König, Goolsby (je 2)

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